DummesTiming I
Es ist Silvesterabend und was hat der Herr R. verlegt? Die Knallkörper in einem Gesamtwert von 1,99 EUR.
Notizen eines Schreibtischarbeiters
Es ist Silvesterabend und was hat der Herr R. verlegt? Die Knallkörper in einem Gesamtwert von 1,99 EUR.
Dumm gelaufen, wenn man es eilig hat und ein wichtiges Dokument versehentlich auf Adressaufklebern ausdruckt, die in einem anderen Fach des Druckers liegen. *gg* MIR ist das nicht passiert.
Heute morgen stand ich Punkt 8:55h vor der örtlichen Postfiliale, die fünf Minuten später öffnen sollte. Wie so oft kam ich erst 20min später an einen leeren Schalter. Warum eine Hauptpost zwar 6 Schalter aber nur 3 Postangestellten hat, die daran arbeiten, werde ich in diesem Leben nicht mehr verstehen. Das hat man davon, wenn man einem Kollegen den Gefallen tun möchte "Postwertzeichen" für den Dienstgebrauch mitzubringen. Warum die Post allerdings nicht Briefmarken in der jeweiliger Höhe ihrer Produkte hat, ist mir ebenso schleierhaft. So bekam ich für 50 Sendung 3mal 50 Marken. Das wird eine lustige Kleberei. Auf meine Frage, ob man nicht einfach diese tollen Aufkleber kaufen kann, die die Post in der Filiale immer auf ihre Sendung klebt, bekam ich die Antwort: "Dann müssen sie die Sendungen aber noch heute hier bei uns abgeben." - "Geht auch der Briefkasten?" - "Nein." Nachdem ich jetzt schon etwas entnervt war, wurde mir tatsächlich ungefragt noch ein Geschäftsgirokonto angeboten, während hinter mir etwa 25 Leute in der Warteschlange standen. Das Konto hatten wir allerdings schon mal: 15€ Gebühren pro Auslandsüberweisung. Mein Rat an den gelben Riesen: Macht mal weiter so! Unternehmensbereiche outsourcen, Billiglohnkräfte einstellen und am Service sparen macht uns Kunden richtig Spaß.
Wenn bereits die skandinavische Fraktion am anderen Ende des Flurs das Schnappi-Lied spielt, kann man getrost von einem "internationalen Hit" sprechen.
Es ist 8:56 Uhr. Perpetua hat eine Laune, da fängt es fast im Büro an zu regnen. Da wünschte man sich, es wäre schon Wochenende.
Mitte Dezember regnete es plötzlich durch, in die frisch sanierte Wohnung. Nicht viel und nur im Flur, aber schön war es nicht. Vor allem weil sich gleich ein ekliger kleiner Schimmelstreifen bildete. Ich rief das erste Mal bei der Hausverwaltung an. Sie würden jemanden schicken. Die Dachdecker kamen und meckerten über die Belüftungsfirma, die hatte das neu gedeckte Dach beim Einbau der Belüftungsanlage gleich wieder beschädigt. Eine Woche verging. Die Belüftungsfirma kam und reparierte das Dach. Das Wasser ging, der Schimmel blieb. Nach den Feiertage rief ich wieder bei der Hausverwaltung an. Ob sie jetzt einen Maler schicken würden, wollte ich wissen. Die Dame sagte, sie wäre nur Vertretung, aber die Firma, die den Schaden verursacht habe, würde sich bei mir melden und dann einen Maler schicken und diesen auch bezahlen. Ich wartete drei Wochen und rief heute ein drittes Mal bei der Hausverwaltung an. Die Dame sagte: Nein, natürlich bestellt die verantwortliche Firma keinen Maler zur Schimmelbekämpfung und Schadensbeseitigung. Das macht sich jetzt. Hoffentlich.
Zufälliges Zusammentreffen auf dem Flur mit dem Admin 08:42:15h
Beinah hätte ich den Verwaltet-Blog versehentlich auf dem Bürodrucker ausgedruckt. Oha, das wäre nicht so gut gewesen.
Da meine Herzdame ein Morgenmuffel ist, werde ich jeden morgen durch einen Radiowecker geweckt. Und da war sie gleich, die erst große Dummheit des Tages: Ein Mann rief beim Radiosender an und wünschte sich "Commander" von Robbie Williams. "Commander"?! Die Moderatoren waren genauso verwundert, wie ich. Nach kurze Überlegen wurde klar, der Mann wollte "Come undone" hören. Das tut schon richtig weh, oder?
Perpetua wollte heute morgen einen Berg von Kopien vernichten.
Das Angebot zweier Paketdienste lag sage und schreibe 500% auseinander. Auch die Differenz liest sich gut: 400 EUR. Da fällt die Entscheidung gegen den deutschen Anbieter leicht.
Wie nutzt man seine Mittagspause effektiv? Indem man mit den Kollegen einen Schneemann baut!
Ich: Admin, mein Freund!
Zwei Stunden lang versucht einen eigenen Notizbucheintrag zu entziffern. Freude darüber, daß ich jetzt endlich weiß, was ich da aufgeschrieben habe. Ernüchterung, weil es total unwichtig und bereits erledigt war.
Der Admin betritt geschniegelt und gebügelt mein Büro, daß erste Mal, daß ich ihn im Anzug sehe.
Es ist Samstag und ich sitze trotzdem ein paar Stunden im Büro. Dabei hätte ich für jetzt eine so schöne Einladung:
Hallo Ihr Lieben!
Ich weiß nicht, ob Ihr schon alle von diesem Wahnsinns-Ereignis am kommenden Samstag erfahren habt, zu dem Ihr hiermit herzlich eingeladen seid.
Der Beginn ist wahlweise um 10 Uhr (morgens) in der M.str., oder um ca. 10.30 Uhr in der U.str.. Das Ende ist völlig 'open'. Es gibt ein paar leckere Dinge zu essen, genug zu trinken, und es sind noch andere nette Menschen dabei.
Damit uns nicht zu langweilig wird, hab ich ein paar Sachen in Kisten gepackt und meine Möbel auseinander genommen, so können wir alles lustig von einer in die andere Wohnung bringen.
Also, wenn Ihr Zeit und Lust habt, würde ich mich freuen, Euch bei der einen oder anderen Location zu sehen!
Liebe Grüße
S.
U.A.w.g.
Falls irgendwer hier im Büro mal wieder glaubt, er und sein Job sein unverzichtbar, dann verweise ich ihn auf diesen Blog. Ohne die Jungs hätten wir alle ein Problem.
Es nervt, wenn man als Anwohner jedes Jahr Geld für einen Anwohnerparkschein ausgibt und dann doch jeden Abend Runden fährt um einen Parkplatz zu bekommen. Aber es ist dreist ein Knöllchen für ein fehlenden Parkschein zu bekommen, nur weil die Politesse lediglich auf das nicht-einheimische Kennzeichen geschaut hat und den groß ausgelegt Anwohnerparkausweis gar nicht registrierte. Jetzt bekommt die Stadt einen Einspruch von mir. Und dazu die Aufforderung, die mir entstandenen Kosten (Briefmarke, Briefpapier, Druckertinte...) auf mein Konto zu überweisen. Das werden sie nicht tun, aber der Verwalter am Schreibtisch wird sich hoffentlich über den irren Briefeschreiber (=mich) ärgern. Und vielleicht sogar in seinem Blog drüber berichten, verwaltet2.blogspot.com ist bestimmt noch nicht vergeben.
Deine Autorität wird nicht dadurch unterstrichen, daß Du zum Meeting einen Tweety-Notizblock mitnimmst. Im Gegenteil.
Schön, wenn der Arbeitstag mit dem Ausfall des Netzwerkes beginnt. Und der Admin gerade an dem Tag später zur Arbeit kommt. Und der Chef auf die Idee kommt man könnte doch die Büroschränke umrücken, während man auf die Fehlerbehebung wartet. Ich habe hier Spaß, und ihr?
Das heißt "three", "thhhree", "THHHHHREE"! Und nicht "tree". Wir sind hier nicht im Wald! *stöhn*
Auch wenn die Bürokollegin am Schreibtisch gegenüber in dieser Woche nur etwa sechs Sätze mit dir gesprochen hat (Keine Ahnung warum. Zu beschäftigt vielleicht.), ist es kein Grund Selbstgespräche zu führen, wenn kein anderer im Raum ist. Dafür hast du noch 40 Jahre Zeit.
Ich weiß nicht, ob ich es schon mal erwähnt habe, aber eine sehr dumme Angwohnheit ärgert mich innerhalb der Verwaltung hier immer wieder. Auf jede Form von akademischen Titeln wird bei Schriftverkehr, Namensschildern, Listen etc. verzichtet. Auf Anweisung von oben. Unsere "Kundschaft" soll sich nicht so haben. Wer auf Titel wie Professor und Doktor besteht, ist eh von gestern. Böse Zungen behaupten allerdings, die "Titelunterschlagung" liegt darin begründet, daß die meisten Leutchen, die hier durch die Gänge irren, verknatzt gegenüber Akademikern sind. Weil die Verwalter selbst nie weiter als bis zum Diplom gekommen sind. Seltsamerweise kenne ich wirklich nur einen Doktoren in meinem weiteren Kollegenkreis. Und bei dem wird auf dem Titel immer bestanden. Er kommt ja auch aus der Verwaltung und hat nichts mit dem wirklichen Leben da draußen zu tun...
Eben rief ich bei der Post an und wollte wissen, wie lange die Beförderung einer Sendung "Buch international" (Toller Name!) auf dem Landweg von Deutschland nach Spanien unterwegs ist. Die Antwort: "Hierfür liegen keine Laufzeiten vor." Super Anwort. Aus der Dame ließen sich weder Erfahrungswerte noch Schätzungen entlocken. Die 6 Cent pro Minute für die Telefonauskunft waren also eher Subvention der Post als sinnvolle Geldanlage.
Dreimal an der neuen Grünpflanze im Flur vorbeigelaufen, dreimal daran hängengeblieben. Verdammtes Mistding!
Da traute ich eben meinen Augen nicht. In der Frühstückspause war ich kurz im Supermarkt um die Ecke. Da flog plötzlich eine ausgewachsene Krähe zwischen den Regalen umher und die Mitarbeiter versuchten mit Köchern (Anglerzubehör gibt es praktischerweise auf der anderen Straßenseite) das Tier einzufangen. Sachen gibt's,...
Erster, freundiger Blick auf die Januarlohnabrechnung: Eine Gehaltserhöhung! Ernüchternder zweiter: Es sind nur 59 Cent.
"Bürokraten-Weblog
Gestern bekam ich folgende Email:
"Sehr geehrter Herr Prof. [MEIN NAME],
ich brauche für einen Workshop [...].
Welche Bücher können Sie mir zu lesen empfehlen ?
Herzlichen Dank. Ich hoffe, das kostet Sie kaum Mühe.
[Herr F.]"
Eine alte Wissenschaftlerweisheit besagt: "Even weak methods can produce strong results." Dies fiel mir nur neulich wieder ein, als ich einen Kollegen beobachtete, wie er mit einer Schere bewaffnet seinen Drehstul reparierte.
Sat1-Planetopia fordert von allen Bloggern: Erst den Wahrheitsgehalt von Nachrichten überprüfen, dann bloggen! Die Blogosphere ist außersich. Was bedeutet das für den verwaltet-blog? Ich laße jetzt alle posts von Kollegen unterschreiben und melde mich gleich mal beim Arbeitsamt...
Unser Admin eben am Kopierer: "Have you noticed that our Big Boss is in the office today?! Look busy!"
"Bekenntnisse"
Ich habe eben errechnet das die politischen Entscheidungsträger im letzten Vierteljahr 82% der von uns in der Verwaltung gefaßten Enscheidungen unverändert übernommen haben. Positiv für mich als Verwalter. Erschreckend für den Bürger in mir.
Ich gehe jede Wette ein, daß ich vier von fünf Kollegen aus dem Büro am Gang erkenne. Vor allem die Dame mit dem stampfenden Stechschritt aus dem Zimmer gegenüber. *stöhn*
Gestern bekam meine Kollegin mit der ich das Büro teile ein (Fr)Eßpakt aus der Heimat, quasi "Culinary Development Aid". Sie meinte, daß sie in der Zeit fern der Heimat pro Monat ein Pfund an Gewicht gewonnen hätte. Oha.
Mir sagte eben ein Kollege: "Du bist so schrecklich organisiert!". Ich habe nur auf meine Staatsangehörigkeit verwiesen. ;o)
Schreibtisch-wechsel-dich ist ein beliebtes Bürospiel bei uns. Aufgund der hohen Fruchtbarkeit und den manigfaltigen Möglichkeiten in der EU kommt es bei uns regelmäßig zu Personalwechseln. Diesen Monat haben wir zwei neue Kollegen. Das hat zur Folge, daß Kollegin A ins Büro von Kollegen B wechselt. Unsere neue Kollegin C setzt sich ebenfalls in das alte Büro von Kollegen B zu Kollegin A. Da die Büroschränke im alten Büro von Kollegen B aber auch von Kollegen D genutzt wurden, muß Kollege D seine Akten vorübergehend in einen Abstellraum bringen. Das ist aber nicht so schlimm, denn Kollege B muß ja seine Akten eh in das Büro von Kollegen E bringen, wo er jetzt seinen neuen Arbeitsplatz hat. Kollege E bleibt an seinem Platz. Was vergessen?! Ach ja! Die neue Kollegin F wird im alten Büro von Kollegin A platznehmen. Denke ich zumindest.
So was nenne ich Glück. Da will ich mal ein bißchen aufräumen und den Inhalt von vier Aktenordnern vernichten, da fällt der Aktenvernichter aus. Also zerreiße ich alles mit der Hand. Schöne Tätigkeit, vor allem weil jetzt meine Feinmotorikzu wünschen übrig läßt. Dabei hatte ich gestern beim Bowlen noch in einer Runde 160 Punkte gemacht. (Normalerweise mache ich in etwa die Hälfte davon.) Aber ich wollte eh mit dem Bowlen aufhören, damit ich auch noch mit 85 Jahren sagen kann: "Als ich zuletzt gebowlt habe, hatte ich 160 Punkte in einer Runde." ;o)
Ich kämpfe mit einem Kopierer der Papierstau hat.
... sind Überstunden am Feitag, aber wenigstens beginne ich das Jahr nicht mit -30 Arbeitsstunden, wie eine Kollegin von mir. In deren Haut möchte ich nicht stecken.
... sind Ein-Satz-Mitteilungen von Kollegen, die in Deutsch anfangen and end in English.
Unser mehrere Tausend Euro schwere Farb-Laser-Drucker macht momentan nichts mehr, außer daß seine Kontrolllämpchen (in den Farben Rot, Grün und Gelb) in sehr, sehr kurzen Intervallen hintereinander aufblinken. Da kommen schon wieder weihnachtliche Gefühle auf. Trotzdem: Es ist eine teure Lichterkette. Nett fand ich auch den Reparaturversuch eines Kollegen: Er stellte ein Schild mit der Aufschrift "Anything wrong?!" auf das Gerät...
Dieses Jahr hatten wir ein Problem: Kekse, Gebäck und Süßigkeiten im Überfluß lagerten nach den Feiertagen in unserer Wohnung. Mir kam der Gedanke, sie ins Büro mitzunehmen und sie dort auf einem Teller zum Verzehr anzubieten. Ich befürchtete, daß sie nach den Eßgelagen der Weihnachtstagen dort noch bis Ostern liegen würden. Heute, Punkt 10:46h, war der Teller leer. Fazit: Unterschätze nie den Appetit eines Tschechen! ;o)
Es ist ganz schön gemein, wenn sich meine finnischen Kollegen darüber beschweren, daß sie Weihnachten sich durch die eine oder andere Schneewehe schlagen mußten. :o(
Was ist Heimatliebe? Wenn man 1300km auf osteuropischen Straßen verbringt, um Weihnachten daheim zu sein und dafür rund 20h unterwegs ist, wie unser Admin. Respekt!
Unter der Bestellnummer 20112.80.XXXX kann man bei einem großen Deutschen Büroausstatter Aktenvernichteroel bestellen. Was es nicht alles gibt.
Ich habe einen neuen Rezessionsindikator! Sobald mein Arbeitgeber für seine paar hundert Mitarbeiter nicht mehr alle 3 Monate eine 32-Seite Angestelltenzeitung auf Hochglanzpapier mit 4-Farb-Druck produziet, die wirklich nur unwichtige Informationen enthält, wie etwa den Weihnachtsgruß der Chefetage und Bilder von der letzten Betriebsfeier, sage ich Euch bescheid. Dann geht es Deutschland nämlich wirklich mal schlecht(er).