Mobile Blogging II - Teil 7
Ich bedanke mich recht herzlich bei allen Belgiern und ihrer Regierung. So ein Drei-Gänge-Menü in einem ansprechenden Château hat doch mal was.
Notizen eines Schreibtischarbeiters
Ich bedanke mich recht herzlich bei allen Belgiern und ihrer Regierung. So ein Drei-Gänge-Menü in einem ansprechenden Château hat doch mal was.
Zehn Minuten lang unterhalten sich die beiden Herren mit Händen und Füßen. Englisch beherrschen beide nur rudimentär. Irgendwann ist es zuviel und frage einfach: "Sie wissen schon, daß Herr P. aus Wallonien kommt und daß Herr F. ein Franzose ist?"
Es handelt sich um ganz schlechtes Timeing, wenn bei einer Tagung gerade beim Satz 'Alle lieben uns(=EU)!' die Fahne der Union umfällt.
Und zum Mittagstisch empfehlen wir Schnipsel a la Wortschnittchen:
Ich weiß ja, eigentlich ist heute ja noch ein freier Tag. Aber das muß
meine kollegiale Begleitung nicht wörtlich nehmen und sich so
anziehen, daß jeder denkt, ich würde für die Dienstreise einen
"Escortservice" in anspruch nehmen.
Total überhitzte Bahnen drücken sicherlich nicht den Krankenstand in
diesem Lande. Wenigstens gab es neben der unfreundlichen
Zugbegleiterin auch ein Gratis-Wasser. *wow*
... sind auch schon da.
O-Ton: "Das ist mich egal!"Wie sagte mein Opa immer zu meiner Oma, die auch aus einem Dorf bei Berlin stammt:
"Mir und mich, darf Du gern verwechseln, solange Du noch weißt, was mein und dein ist..."
... daß mein Flieger nach BRX morgen planmäßig abhebt. Bei der Bahn gibt es schonmal Schienenersatzverkehr. D.h. für mich: Noch ne halbe Stunde weniger Wochenende!
... und ich sitze im Büro. :o(
"Parkinsonschen Gesetze[Wikipedia, via: Curious Creatures]
Arbeit dehnt sich in genau in dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht - und nicht in dem Maß, wie komplex sie tatsächlich ist."
Michael Glos, Bundesministerium für Wirtschaft und TheologieNaja, sooo falsch ist das ja auch nicht.
... an die Kollegen vom BMBF. Die x-te Kürzung der Beamtenbezüge in wenigen Jahren, ein Verlust von 1 Mrd. Euro des Etats an das Wirtschaftsministerium, einen zusätzlichen Staatssekretär+Stab, den man mit normalen Haushaltsmitteln auch noch "durchfüttern" muß und eine neue Chefin, die das ganze auch noch als "Suuuuper!" verkauft.
Schnee + Kopfsteinpflaster + Opa am Steuer + abschüssige Straße = angefahrener Fußgänger
... als Person ist ja einfach nur noch peinlich. Aber in "We belong together" könnte ich mich momentan reinlegen.
Von der ultraseriösen Kollegen N.: "Mensch, riecht das auf dem Flur vielleicht nach Katzenpi**e!"
Das schaffen nur Möbelspeditionen: Am Donnerstagmorgen anfragen, ob sie am Freitag zwischn 7 und 12 Uhr die Lieferung bringen können.
...der alte Geschichtsprofessor einen immernoch auf der Straße erkennt und fragt: "Guten Morgen, R.! Wie geht es Ihnen?" :o)
"Bring back, bring back,°Hier wahlweise auch Joschka oder sogar Willy einsetzen.
Oh bring back my Gerhard° to me, to me
Bring back, bring back,
Oh bring back my Gerhard° to me!"
Drei Dinge, die man niemals bei der Personenkontrolle am Eingang eines Fußballstadions sagen sollte (Photos symbolisch):Meine Studenten haben mein letztes Seminar mit einer Durchschnittsnote von 2,7 abgeschlossen. Also ich möchte jetzt keine Sprüche, wie "Ihre Studenten haben Sie sicher verdient, Herr R.!" hören. ;o)
Ich werde mich dafür stark machen, daß bald nicht nur Warnhinweise auf Zigarettenschachteln, sondern auch auf den Tüten von Marzipankartoffeln zu finden sind. Vielleicht merke ich mir das mal, wenn dort steht "Der Verzehr von großen Mengen kann Übelkeit hervorrufen.".
Warum muß ich bei "Geiz ist geil" immer an den Kommilitonen denken, der früher immer das Klopapier auf den Unitoiletten für den Hausgebraucht mitgenommen hat?
"Montag oder Dienstag" bedeutet "Montag oder Dienstag" und nicht "Montag". Sonst hätte ich "Montag" gesagt. Und die Versendung unserer offiziellen Weihnachtskarten steht bei mir nicht auf Nummer eins der Prioritätenliste. Schließlich gibt hier ja auch noch "richtige Arbeit"...
Wer (vor)gestern Karten für Herrn Williams Konzerte gekauft hat, kann sie bereits heute für das Doppelte verkaufen. Das nenne ich Preissteigerung.
Ich weiß, ich bin der letzte der sich darüber beschweren sollte, aber es tut schon weh in einer studentischen Email etwas von "Refferat" und "instabiel" lesen zu müssen.
So ein Mist. Da habe ich mit meinem Lieblingsrecorder letzte Woche die Eröffnungsdoppelfolge der 5. Staffel von den Gilmore Girls aufgenommen und nun stelle ich fest, daß die Aufzeichnung nach 50min stehengeblieben ist. Der DVD-RW-Rohling war wohl Schrott. So ein Mist! :o( Mir tut's auch für die Herzdame und Frau W. leid.
| Demnächst bin ich wieder für einige Tage in Brüssel. Was halten Sie, lieber Leser, von Mobile-Blogging Teil 2? |
| Gerne wieder! Bin schon ganz gespannt. |
| Laaaaangweilig! |
| Mobile-Blogging?! Was ist das? |
| Auswertung |
Es gibt Leute, die geben ihrem Neugeborenen den Vornamen ihres Doktorvaters. So weit würde ich nicht gehen...
So, die Weihnachtsgrußkarten sind auch besorgt. :o) Bei UNICEF finde ich jedes Jahr etwas, bei dem das Spenden gleich doppelt so viel Spaß macht. Wenn man abwechselnd dem Chef und der Herzdame schreibt, muß man schon sehr aufpassen, unter welche Email man das "Gruß und Kuß" setzt.
.. möchte ich dem Doktorvater von Frau W. gerne mal so richtig gegen das Schienbein treten. Aber dann müßte ich mir auch einen neuen Betreuer für meine Diss. suchen. Das Leben ist schon ungerecht. :o(
Bereits in einem Angebot für die Ausstattung einer unmöblierten Bürofläche von 500qm mit normalen Teppichboden 35.000 EUR zu veranschlagen ist nicht mutig, sondern unverschämt.
Manchmal erschrickt mich die Präzison meiner Antenne für den Zustand von zwischenmenschlichen Beziehungen.
"... und dann werden die Zottel-Zonis zweistellig aus dem Stadion gefegt!"Wenn der M. das sagt!
Falls Sie, lieber Leser, mal nach Lettland kommen oder einen Kollegen haben, der dort wohnt, sollten Sie sich "Black Balsam" mitbringen (lassen). Das Rezept dieses alkoholischen Kräutertrunks ist der Legende nach über 1000 Jahre alt und wird seit fast 3 Jahrhunderten von der selben Firma hergestellt und vertrieben. Pur sollte man diese lettische Spezialität nicht trinken, aber im Kaffee oder auf Vanilleeis schmeckt sie einfach himmlisch.
Was ich denn über das Gerangel bei den Koalitionsverhandlungen denke, wurde ich gestern gefragt. Ich greife bei solchen Gesprächen gern auf ein abgewandeltes Zitat von Burnham* zurück:
"Der liebe Gott hätte heutzutage auch erhebliche Schwierigkeiten seine 10 Gebote durch Bundestag und Bundesrat zu bekommen."*Burnham, Walter Dean: Democracy in the Making. American Government and Politics, Englewood Cliffs 1986, S. 412.
Jetzt braucht der Fledermausmann schon ein Navigationssystem im Batmobile.
Herzlichen Dank allen Teilnehmern am Headerrotationsgewinnspiel! Wir haben einen Gewinner und einen Endstand. Herzliche Glückwunsch Hendrik! Laß mir bitte mal Deine Postadresse zukommen, damit der Preis auf Reisen gehen kann. Übrigends: "Der rauschebärtige Autor neben dem Krümelmonster", der
| Hendrik | 15 Punkte |
| A. | 13,5 Punkte |
| Kein Einzelfall & Birte | je 12 Punkte |
| cloudig | 11 Punkte |
| SambaSam | 09 Punkte | Funny Fanny | 06 Punkte |
Das Headerrotationsgewinnspiel geht in seine heiße Phase, Einsendschluß ist heute 24:00 Uhr. Laßt Euch den Preis nicht entgehen.
| Hendrik | 15* Punkte |
| A. | 13,5 Punkte |
| Kein Einzelfall | 12 Punkte |
| SambaSam | 09 Punkte |
Nett, wie farbenfroh mich mein Dienstnotebook heute morgen begrüßt. Es ist wohl schon im Karnevalmodus.
So manche Nachricht, die man heute in harmlos aussehenden Emails findet, hat man früher mit Blut auf Pergament geschrieben und dann an einen brennende Pfeil gehängt.
Dank Frau Pia besitzt die Verwaltung jetzt eine Headerrotation. :o) (Vielen Dank auch für das Hilfsangebot von Mario!)
| Hendrik | 14 Punkte |
| A. | 13,5 Punkte |
| Kein Einzelfall | 12 Punkte |
Schön, was manche Freunde so per email vom Australienurlaub berichten:
"...und dann wurde er von einem kaenguruh verkloppt. aber beide kids fanden die viecher toll."
Es ist schon vielsagend, wenn ein alter Kollege, der erst seit 4 Monaten nicht mehr hier arbeitet, sich als erstes nach neuen Schwangerschaften im Büro erkundigt. Und er hat recht, fünf Neugeborene auf 25 Kollegen ist ein guter Schnitt für 12 Monate.
Kollegen, denen man aus reiner Kameradschaft regelmäßen hilft, sollte sich Sprüche, wie "Da mußt Du mal mitdenken." verkneifen. Ich kann da auch laut werden. Sehr laut.
Liebe Leser,
Kollegin: Die Frau geht mir total auf den Strich!
Kollege: Ich glaube, die Redewendung heißt anders!
Kollegin: Klar, ich meinte "auf die Nase".
...liegt nicht in Südamerika.
"And you know that Finnish chocolate leaves you speechless..."Und das war nicht im geringsten ironisch gemeint.
Ich glaube das Klima hier wird mehr und mehr mediteran. Wenn jetzt schon in der Haupterntezeit Herbst die Sharons billiger sind als die Birnen.
Herzdame: "Das Schwiegermonster" möcht ich auch noch mal sehen.
R.: Also mir reicht eigentlich mein Schwiegermonster.
Kollegin K.: Kannst Du mir kurz helfen?
R.: Leider nicht, ich bin gerade beschäftigt!
Kollegin K.: Womit?
R.: Ich muß ein paar Akten verbrennen.
Kollegin K.: Aha. Und wozu?
R.: Wir haben soviele davon und es ist so kalt hier drin.
Kollegin K.: Ach so!
[Kollegin schaut nach unten. Überlegt kurz. Verzieht das Gesicht. Schaut mich an.] Ha, ha. Sehr witzig.
Ich danke den ein bis zwei Lesern, die in den vergangenen 11 Monaten diesen Blog 50.000mal aufgerufen haben; stets in der vergeblichen Hoffnung sinnvollen Inhalt zu finden.
Bei manchen Lehrstuhlinhabern hat sich die Terminverzögerungstaktik aus der Studentenzeit erhalten. Beispielsweise warte ich auf eine Publikation zu meinem Promotionsthema seit mind. 30 Monaten. Alle 8 Wochen wird der Termin verschoben. Als Verleger wäre ich schon ganz schön stinkig.
.. zum Elektronikfachmarkt meines Vertraues zu gehen und irgendeine Spielerei zu kaufen. Ich hoffe, ich kann wiederstehen.
Kollegin P.: He, DGL! Du hast mir heute morgen gar nicht "Guten Tag" gesagt. Vorbeigeschlichen hast Du Dich!
DGL: Ach, ich wollte Dich an Deinem Schreibtisch nicht wecken.
Die ganze Woche war mal wieder mit Deadlines gepflastert. Da frage ich mich manchmal, warum ich es nicht einfach wie mein Arbeitgeber mache.
Nach fast 7 Jahren ebay-Mitgliedschaft und 429 Transaktion mußte ja auch ich mal an ein schwarzes Schaf gelangen. Wenigstens geht es nur um 10 EUR.
Frau Wortschnittchen referierte kürzlich über die „ostdeutsche Sitte" des Händeschüttels. Da es sich bei der Lebensgemeinschaft von der Herzdame und mir um ein Teilprojekt der Initiative „Deutsche Einheit" der Bundesregierung handelt, fallen mir oft solch Kleinigkeiten auf. Etwa, daß ich mir immer noch nicht angewöhnt habe, Supermarkt anstelle von Kaufhalle zu sagen oder daß zwischen unserer Interpretation von „Jägerschnitzel" Welten liegen.
Ich glaube nicht, daß Studenten versuchen würde eine Hausarbeit über die Lachsaufzucht in Nordkanada bei einem Lehrstuhl für Nuklearphysik einzureichen. Meine Studies bringen dagegen so etwas ständig. *stöhn*
wenn man um 17:18 Uhr vor dem Aktenschrank steht und singt:
"That's the way...aha aha ... I file it! ..."Und jetzt noch zum Doktorandenkolloqium. Wenigstens treffe ich dort DGL und Frau W.!
Eigentlich stehe ich ja nicht auf diesen Brachialhumor, aber dabei mußt ich doch schmunzeln.
"Das Telefon klingelt.
Stoiber: Stoiber!
Merkel: Ich bin's! Die Merkel! Herr Stoiber, wollen wir's nicht noch einmal miteinander versuchen?
Stoiber: Nein, Merkel. Es gibt Tage im Leben eines Mannes, da muß er sich aus unakzeptablen Gründen auf eine feige Entscheidung versteifen.
Merkel: Verstehe. Und was ist, wenn ich mit dem Müntefering noch mal rede?
Stoiber: Der ist gerade hier. Wir jammern gemeinsam rum und werden unsachlich.
Merkel: Na also! Das klingt doch nach meiner Regierung! Stellen Sie mal auf laut!
*klick*
Merkel: Hallo Herr Müntefering, ich bin's die Nahles. *ha,ha* War ein Spaß!
Müntefering: Frau Merkel, ich hätte nie gedacht, daß die Linken so link sind!
..."
Der Student hätte im Anschreiben zu seiner Seminararbeit ruhig kenntlich machen können, daß der Satz "Ich wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!" ironisch gemeint war.
Bereits 16:05 Uhr und noch soviel zu tun?!
Deine Chance erhöhen sich nicht dadurch, daß Du fünf Emails in 24h schreibst um nachzufragen, wie es um Deine Bewerbung steht.
Wenn man den Blog des Herrn Observers besuchen möchte, liest man seit gestern:
Umzug
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Vielen Dank für Ihr Verständnis!
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Transition
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