Eben an der Araltankstelle
Tankwart: Sammeln Sie bei uns auch Punkte?
Kunde: Nein nur in Flensburg...
Notizen eines Schreibtischarbeiters
Tankwart: Sammeln Sie bei uns auch Punkte?
Kunde: Nein nur in Flensburg...
Noch am Freitagnachmittag einen Antragsteller zusammenscheißen zu müssen, macht nicht richtig Spaß...
Wenn eine Abteilung 5% lediglich der Angestellten hat, aber für 40% des Nachwuchses verantwortlich ist.
Hallo, sobalt die sachen da nicht werde ich den betrag überweisen.
Herrn Observers Eintrag erinnert mich an eine gestrige Begegnung an der Supermarktschlange:
Kunde: Hier steh' ich!
Typ: Aber ich hab' es eilig, Mann!
Kunde: Wieso muß du dringend zur Arbeit oder willst Du schnell duschen?
R.: Mensch, Du kommst diese Woche immer als Erster und gehst als einer der letzten. Bist Du fleißig!
Kollege: Nee, wir haben momentan die Schwiegereltern bei uns zu Gast...
"Das ist nicht günstig, das ist fast verschenkt! Holen Sie sich jetzt den flauschigen weissen Bademantel in Top-Qualität für sensationelle 29.- statt 119 Franken!!"Ich kann es förmlich vor meinem inneren Auge sehen, wie die Kollegen in ihren frisch erworbenen, besonders günstigen, flauschigen Bademäntel über die Flure der Verwaltung lustwandeln...
Immer wieder interessant, daß manche Leute ihr wahres Gesicht erst dann zeigen, wenn sie jenseits der 1 (oder 1,5?) Promillegrenze sind.
Kollegin: Kannst Du mir für die Presse die genaue Teilnehmerzahl der Konferenz geben?
Kollege: Wollen Sie wissen, wieviel Personen pysisch anwesend waren oder wieviele von den Leute mehr als 25% der Veranstaltung wach waren?
R.: Sag mal, Du läßt ja momentan ständig Deinen Stift fallen. Montag im Meeting, gestern, heute...
Kollegin (Italien): Das liegt an unserem neuen Kollegen, der ist so unglaublich gut angezogen, da mußte ich am Montag unbedingt schauen, ob auch seine Socken zum Outfit passen!
R.: Und warum hast Du gestern und heute den Stift fallen lassen?
Kollegin (Italien): Aus dem selben Grund. Ich mußte doch sicherstellen, daß das am Montag kein Zufall war!
Daß nicht einmal Musikliebhaber meine Gedankengänge nachvollziehen können, betrübt mich. So kann ich nicht weiterbloggen...
Nach zwei Jahren kann man sich das in seinem Blog auch schon mal gemütlich machen. Auf die Zierdecken und Sofakissen verzichte ich, aber so ein Haustier (gefunden bei Kerstin) darf da schon mal erlaubt sein:
Ich dachte immer, es gibt wirklich niemanden, der diesen Brachialhumor eines "Hausmeister Krause" ertragen oder sogar "lustig" finden kann. Aber anscheinend amüsieren sich zumindest meine tschechischen Kollegen darüber...
Jurek Becker: Irreführung der Behörden, Suhrkamp (9 EUR).
Jurek Becker gehört zu meinem Lieblingsautoren. Ergreifend sein "Jakob, der Lügner", unvergessen die "An Manfred Krug und Otti". Auch sein zweiter, 1973 erschienende Roman "Irreführung der Behörden" überzeugt. Gregor Bieneck studiert eher unmotiviert Jura und will lieber als Drehbuchschreiber und Autor Erfolge feiern. Als sein großer Traum Wirklichkeit wird, muß er erkennen, daß er auch dafür einen Preis zahlen muß. So ganz überzeugt mich das Ende allerdings nicht, aber vielleicht ist das mit diesem Buch wie mit den meisten Dingen im Leben, sie schließen ohne finale Pointe ab.
"Herr Lehmann" ist zurück und "unterwandert" die Bundeswehr im Jahre 1980. Sehr humorig, sehr gelungen ist Regeners zweiter Roman. Ein Männerbuch, wie eine Freundin kürzlich urteilte. Ich nehme an, sie meinte es im positiven Sinn. Ich hatte jedenfalls viel Vergnügen bei der Lektüre und erwarte mit Spannung den angekündigten abschließenden Band der Triologie. Zu empfehlen ist auch das vom Autor persönlich gelesene Hörbuch!
Viel gesagt und nochmehr geschrieben wurde über Günter Grass' "Zwiebel". Wer eine ausführliche Abhandlung über seine Mitgliedschaft in der Waffen-SS erwartet, wird enttäuscht. Denn diese ist nur eine Randnotiz in seiner Geschichte der Jugend. Und das ist auch gut so. Vielmehr macht er sich zum Vorwurf als Jugendlicher zuwenig reflektiert und gefragt zu haben, etwa als die ersten Nazi-Kritiker im Umfeld von Familie und Schule "verschwanden". Sehr distanziert berichtet Grass von seinem früheren Ich, oftmals gut verpackt in literischen Konstrukten. Wer zu seiner Vergangenheit ebenfalls keine so starke Beziehung hat, bei denen die auch das Gefühl haben, Geschehnisse, die Dekaden entfernt liegen, erscheinen wie aus einem anderen Leben, die können Grass' Vorgehen nachfolziehen und beschweren sich nicht über einen "endlosen mäandernden Umständlichkeitsstil", wie es kürzlich in einer Zeitung hieß. Gezwungen wirken allerdings die Rückbezüge auf das literatische Schaffen des Nobelpreisträgers. Wie die Motive seiner Vergangenheit in seine Werke Einzug hielten, ist zwar interessant, wirkt aber sehr gezwungen. Trotzdem bleibt die Lektüre des Buches spannend, auch wenn der Stil und die gewählten sprachlichen Bilder nicht wirklich überzeugt. Da erwartet man von einem Grass besseres und trefferendes.
Walter Moers hat viele Gesichter. Er ist der Vater des kleinen Arschlochs UND des Käpt'n Blaubär. Und hat keine Skrupel den "Föhrer" auf humorige Art widerzubeleben. Einen so runden, lustigen, spannenden aber nicht krawalligen und wenig bösen Roman wie "Die Stadt der Träumenden Bücher" hätte ich ihm aber nicht zugetraut. Ein Buch, das man wirklich verschlingt. Unterhaltung wird hier ganz groß geschrieben, es muß ja nicht immer die ganz große Literatur sein.
Wann habe ich mich das letzte mal so durch ein Buch gequält? Dabei hatte ich doch "Elementarteilchen" doch schon in schlechter Erinnerung! Aber mit "Plattform" wollte ich Houellebecq eine zweite, eine letzte Chance geben. Und ich bleibe dabei: Der Franzose liefert durchschnittliche Stories, gespickt mit Pornographie. Ich erwarte mehr von einem guten Buch.Auf dem Weg zu meinem Arbeitsplatz wurde ich mal wieder von einem Touristen nach dem Weg gefragt. Mal wieder? Ja, mir passiert das ständig: in Frankfurt, in Berlin, in Brüssel, in Stockholm. Die Herzdame amüsiert sich schon immer, wenn wir unterwegs sind und Leute mit Rucksäcken auf dem Rücken und Karten in der Hand schnurstracks auf mich zulaufen. Ich kann mir das nicht erklären. Dazu paßt auch folgende Begebenheit:
Kollegin: Wo willst Du denn mit dem Reisegepäck und dem Beutel voll Brötchen hin?
Kollege: Nach Berlin!
Kollegin: Und da haben sie keine Brötchen?!
R.: Ne, nur Schrippen!
Kollege: Hast Du schon gehört? Joachim Fest ist tot!
Kollegin: Der Titel "Auch wenn alle mitmachen - Ich nicht!" bezog sich dann also doch nicht auf das Sterben.
Kollege: Und ich dachte, Grass' Marketing für seine Biographie wird sich nicht überbieten lassen...
Gerade noch rechtzeitig eingeschaltet. Was ist schon ein Spätsommer ohne die Last Night of the Proms?
Kollege: Ich finde das echt toll, daß Du in der nächsten Woche in meiner Wohnung die Blumen gießt. Vergiß aber bitte die im Badezimmer nicht!
Die neuste Macke meines Notebooks: Systemabsturz, alle 15 min. Als wenn ihm jemand den Strom abknipst. Nun muß wohl doch baldigst ein Ersatz her. Mein armes Konto...
Kollegin: "Mein Ex-Freund war bei der Armee, da fühlte ich mich immer sicher. Mein jetztiger ist Arzt. Der weiß zwar nicht unbedingt, wie man mich beschützt, kann mich hinterher aber reparieren!"
Der ungarische Kollege spricht heute morgen doch noch mit mir, obwohl ich gestern beim Anblick seines heimischen Bücherregals lachen mußte, schließlich standen da gleich zwei dicke Bänder über Attila...
Kollege: Das ziehen wir durch! Der Chef steht ja hinter uns!
Kollegin: Ja, er steht so weit hinter uns, daß man ihn nur noch als Punkt am Horizont wahrnimmt...
Kollegin: Könntest Du mir bitte die Daten auf meinen USB-Stick kopieren?
R.: Das sind 2,2 GB und auf deinem Stick sind nur 12 MB frei!
Kollegin: Dann kopiere bitte doch zumindest schon mal die erste Hälfte...
Kollegin betritt mit dicker Akte unterm Arm mein Büro.
Kollegin: Kann ich Dich bitte dieses Falls annehmen.
R.: Ja. Aber bitte leg denn erstmal irgendwo ab, ich habe viel zu tun.
Kollegin (oberlehrerhaft): Das ist wichtig!
R.(ruhig): Das ist alles wichtig.
Kollegin (noch oberlehrerhaftig): Dann mußt Du Prioritäten setzten!
R. (immernoch ruhig): Das habe ich gemacht: Das andere ist wichtiger.
Kurze Diskussion mit der Herzdame am Frühstückstisch darüber, ob sie viele Handtaschen und Schuhe besitzt oder nicht. Danach eine kurze, gemeinsame Volkszählung. Das Ergebnisse: 47 Paar Schuhe und 36 Handtaschen auf 60qm.
Bei der Untersuchung der zehn von Ihnen am meisten gelesen Artikeln aus 1270mal verwaltet, lernte ich auch viel über Sie, liebe Leser: