Montag, Oktober 18, 2004

Elefantisierungsgrad

Was für manche Kollegen ein Problem darstellt, verwundert mich immer wieder. Heute morgen ging mir eine Kollegin immer wieder auf den Keks, weil sie sich nicht entscheiden konnte, wie sie ein 1400 Seiten-Dokument an unser Nachbar-Büro schicken solle: In Ringordnern oder einfach nur jeder Abschnitt geklammert. Mit der Suche auf eine Antwort verbrachte sie Stunden.
Dieses Verhalten ist wohl eines der Hauptprobleme staatlicher Einrichtungen: Aus jeder Mücke wird ein Elefant gemacht, man muß ja seine Relevanz beweisen und Arbeitszeit füllen.
Der "Elefantisierungsgrad" (EF) divergiert von Kollege zu Kollege und läßt sich folgerdermaßen erfassen:

Freitag, Oktober 15, 2004

Nettigkeiten unter Kollegen

Kollege A: Mist, ich habe mich mit dem Papier geschnitten.
Kollegin B: Oh, zeig mal! Soll ich Dir ein Pflaster geben?
Kollege A: Das ist ja nett von Dir.
Kollegin B: Nö, will nur nicht, daß Du unsere ganzen Anträge vollblutest.

Donnerstag, Oktober 14, 2004

Sekretärinnen-Check

Woran man eine gute Sekretärin erkennt:
  • Sie hat immer einen guten Rat, einen Bonbon oder auch ein Lächeln für einen parat.
  • Ihr muß man nicht alles erklären, weil sie mitdenkt.
  • Sie weist einen auf eigene Fehler hin.
  • Sie hält einem den Rücken und den Kopf frei.


Woran man eine schlechte Sekretärin erkennt:

  • Sie brüllt beim Telefonieren dermaßen, daß man sie auch noch im Nachbargebäude hört.
  • Sie weiß, wie man den Kosovo-Konflikt, die bundesdeutschen Haushaltsprobleme und so manches mathematische Grundproblem löst. Oder tut zumindest so.
  • Um alles muß man bitten. Man denkt, man ist bei ihr angestellt oder ihr gehören zumindest die Büromittel.
  • Sie verbringt 90% des Tages mit Fluggesprächen. Den Rest des Tages abwechselnd mit Raucher- und Kaffeepausen.

Warum ich das schreibe? Ich hatte das Pech von "Typ A" auf "Typ B" "zu wechseln".