Samstag, November 25, 2017

Umgezogen. Von Joomla 1.5 zu Wordpress

Meine erste richtige Begegnung mit dem Internet hatte ich im Herbst 1995. Meine Gasteltern in Idaho fragten mich, ob ich eine E-Mail schreiben wolle. Ich wollte, allerdings kannte ich niemanden mit einer E-Mail-Adresse.

24 Monate später, die Mitmenschen kauften damals Singles von Nana, Aqua und Coolio, erkundete ich dann intensiver das "WWW". (Ja, das sagte man damals so!) Dank eines örtlichen Internetcafes und meiner lieben Schwester, welche mich und meine Disketten heimlich in das universitäre Rechenzentrum einschleuste. 1998 konnte ich dieses dann ganz legal nutzen und das tat ich auch.

Dies war die Geburtsstunde meiner ersten Webseite, die, soweit ich mich erinnern konnte, noch auf Geocities gehostet war. Aber schon ein Jahr später nahm ich ein paar Euros in die Hand, um mir eine Domain zu reservieren: Die Hilfe eines schrecklichen Text zu gif-Editor, dessen Namen ich zurecht vergessen habe, brauchte ich nicht mehr, denn Html-Befehle hatten zwischenzeitlich ihren Schrecken verloren.

Nach dem Studium, als die Freizeit allmählich weniger wurde (und auch dieses Blog entstand), suchte ich nach einem CMS und entschied mich das damals brandneue Joomla einzusetzen. Zu dem Zeitpunkt hatte die Software noch ein dickes Ausrufezeichen hinter den Namen stehen und dies hatte es wirklich redlich verdient: Endlich schnell, ansehnlichen Content einbetten! Das hatte ich immer gewollt. Die Installation war ein kleiner Kampf, aber einer, den man ohne Zaubertrank gewinnen konnte.

Ich war zufrieden. Pro Jahr kamen so 50 bis 100 sehr kleine Beiträge hinzu: Fotos, FunFacts, Zitate, einige wenige Reiseberichte und hier und da benutze ich auch kleine Plugins, wie etwa für WM/EM-Tippspiele im Freundeskreis. So gut und einfach der Betrieb des CMS war, um so beschwerlicher wurde die Wartung. Gleich zweimal machte Joomla zwei große Technologiesprünge, die ein Upgrade sehr aufwendig machten. In Ermangelung von Zeit und Wichtigkeit meiner Webseite ließ ich Upgrade Upgrade sein...

In diesem Jahr entschloß ich mich endlich, meine Webseite zu entstauben und technologisch auf modernere Füße zu stellen. Für mich gab es zwei Alternativen: Migration der Daten von Joomla 1.5 zu 3.8 und den Wechsel von Joomla 1.5 zu Wordpress.

Die Migration innerhalb von Joomla bot den Vorteil, daß ich trotz viel Arbeit die "ursprüngliche Umgebung" mit allen Rechten und Strukturen fast 1:1 nachbauen könnte. Allerdings würde das einige Zeit in Anspruch nehmen und irgendwie wirkte Joomla plötzlich sehr überdimensioniert. Denn weder brauchte ich passwortgeschütze Bereiche, noch irgendeins der Plugins, welches Webseiten in der Vergangenheit erst ansehnlich machten (wie Kommentare, Social Media Buttons und Fotobibliotheken).

In den letzen Jahren hatte ich mehrfach sehr gute Erfahrungen mit Wordpress gemacht. Und so  entschloß ich mich spontan zu einem Wechsel. Da es sich bei meiner persönlichen Webseite nie um ein kommerzielles Projekt handelte und ich die Zugriffszahlen nur als gelegentliche Egoschmeichelei anschaute, hatte ich wenig Kopfschmerzen wegen des Umstandes, daß alle Beiträge von Google neu indiziert werden würden.

Der Ex- und anschließenden Import  meiner knapp 1.300 Artikeln mit dem kostenlosen FG Joomla to Wordpress Plugin war nicht nur schnell, sondern auch fast fehlerfrei. Leichte Darstellungsprobleme gab es bei einigen Seiten mit Tabellen, Unstimmigkeiten bei den Kategorien konnte ich nicht feststellen.

Mein Fazit: Wer neuen Strukturen und Technologien nicht scheut und auch keine Angst vor dem Googlealgorithmus hat, für den ist FG Joomla to Wordpress Plugin eine echte Alternative zum Upgrade von einer (viel zu) alten Joomlaversion.


Dienstag, November 07, 2017

Schreibmaschinennovember

Seit ich schreiben kann, schreibe ich. Eigentlich schrieb ich schon als ich noch nicht schreiben konnte. "Schreiben", so den Erzählungen der Familie nach, war das Aneinanderreihen der gerade erst in der Schule gelernten Buchstaben zu kleinen Geschichtchen, die meinen noch kleineren Hirn entsprangen. Heute nennt der kundige Fachmann diese Methode "Schreiben nach Gehör", früher hieß das bei meiner Mama "Eine einzige Katastrophe!".

Drei Jahrzehnte später hat sich wenig geändert: Ich brauche immer noch ganz, ganz, ganz dringend einen Lektor und auch das Gefühl, daß das immer noch irgendwo etwas schlummert, "was einfach raus will", wie Nerdlicht es so schön beschrieb, ist immer noch da.

Aber plotten und rumfabulieren braucht seine Zeit, so ist mein Schreibprojekt von 2016 noch nicht fertig, so daß ich mich entschieden habe, in diesem Jahr den NaNoWriMo auszulassen. Stattdessen möchte ich lieber Zeit freischaufeln, ein paar kleinere Schreibprojekte bis zum Jahresende fertigzustellen. Dies sind im Einzelnen:
  • ein Gastbeitrag für Zusammengebaut,
  • zwei Kapitel für das Kinderbuch (="mein Schreibprojekt von 2016"),
  • mindestens einen Artikel für Parents in Crime,
  • diverse Repliken und Blogartikel, wie etwa einen Testbericht zu meinem Yoga 720, meiner neuen "Schreibmaschine", dem dieser Artikel seinen Namen verdankt, welches hoffentlich heute endlich eintrifft.

Damit ich ein bißchen "sozialen Druck" bekomme, verpflichte ich mich hiermit, regelmäßig (wöchentlich?!) in den Kommentaren zu diesem Beitrag über den "Zwischenstand" zu berichten.

Bis dahin, LLAP

Dienstag, September 26, 2017

Kurzkritik: Pilotfilm zu Star Trek Discovery

Seien wir ehrlich: Star Trek Pilotfilme sind eigentlich nie wirklich gut. Egal ob TNG, DS9 oder VOY: meist waren sie zäh (DS9, TNG), wirkten zusammengestückelt (VOY) oder ließen einfach eine Richtung vermissen (TNG, VOY). Lustigerweise hat mir damals der Enterprisepilot am besten gefallen. Leider versprach dieser viel, was die Serie (vor allem in den späteren Staffeln) nicht einlösen konnte. Aber mein Thema ist heute die neue Star Trek Serie Discovery. Auch wenn ich hier nicht die Handlung wiedergeben werde, enthält der folgende Text einige Spoiler.  

Was ich mochte

Beim Cast hat man definitiv ein gutes Händchen gehabt. Die beiden weiblichen Hauptdarstellerinnen waren phantastisch und auch der neubesetzte Sarek überzeugt voll und ganz. Die Qualität der Spezialeffekte ist state-of-art und die Reminszenzen an die Audioeffekte der Originalserie sind schon ziemlich toll. Auch das Außendesign der Föderationsschiffe ist gut gelungen. Das gleiche gilt für die Ausrüstung wie Phaser und Communicator. Die Standards die Enterprise bei der behutsamen Einbettung in den Kanon gesetzt hat, bleiben aber unerreicht. Großartig finde ich die Idee der „Vulkanischen Begrüßung“ (bzw. "Vulkanisches Hallo"), die erst etwas abwegig und dann aber total logisch erscheint.

Womit ich leben kann
Einen bekannten Charakter zum Serieneinstieg (Sarek) in Verbindung mit einer Klingonengeschichte ist in Sachen Storytelling wenig innovativ, aber akzeptabel, auch wenn es nicht gleich eine Raumschlacht hätte geben müssen. Die neuen Uniformen sind eigentlich sehr schick und schlagen eine gute Brücke zwischen den Overalls aus Enterprise und der TOS-Bekleidung. Allerdings finde ich es schwer Funktion und Dienstgrad abzulesen. Das Phaserfeuer (in kleinsten Intervallen) sieht jetzt aus, wie aus einem Computerspiel. Naja, wenn es sein muß. Ich bin zu alt, um mich über so eine Nebensächlichkeit zu ärgern. Das gleiche gilt für den Lens flare überall. Anscheinend endet jetzt jede Folge mit einem Cliffhanger. Nicht gut für meinen Blutdruck, aber so sind die neuen Serienzeiten halt. Der Vorspann ist etwas bemüht. Aber hey, es ist ein Vorspann! Wer da meckert ist auch sonst eher etwas weinerlich.

Was ich nicht mochte
Das Innendesign der USS Shenzhou erinnert sehr wenig an das, was wir aus der Originalserie kennen. Auch wirkt das ganze Schiff viel zu geräumig. So viel Platz auf Föderationsschiffen gab es bisher erst ein ganzen Jahrhundert später. Die Optik der Hologramme und des Sternenflottengerichts ist mir zu sehr „Star Wars“; ein Freund nannte es zurecht „den Sith-Gerichtshof“. Auch vermißte ich den Anwalt, da wir das Rechtsystem ja schon aus TOS und TNG kennen. Auch finde ich den Strafrahmen total überzogen und nicht nachvollziehbar. Eine so fortgeschrittene Gesellschaft sollte doch auf Rehabilitation und nicht auf plumpes Wegschließen setzen. Ein wirklichess Ärgernis sind die neuen Klingonen. Diese handeln weder nachvollziehbar („Heh, wir sind zwar ja seit Jahrzehnten zerstritten, aber ich halte hier kurz ne Rede und dann vergessen wir alles und ziehen zusammen in den Krieg.“ „Yeah, tolle Idee! Kriiiieg!“), noch so wie wir es kennen: Kein Gelache, Geprahle oder auch nur ein Gelage. Zudem kommen die seltsamen Bestattungsriten und die fehlende Erwähnung des Sto'Vo'Kor. Und wenn die Optik der Kostüme vielleicht noch erträglich ist – obwohl die Darsteller darin sehr steif wirken – nerven die Gebisse einfach nur. Damit klingen diese Weltraumorks dann auch noch wie Inge Meisel. Und die Schiffe! Leute!
Das führt mich zu meinem letzten Punkt heute.

Was ich mich frage
  • Warum läßt man die Vulkanier quasi unverändert und unterzieht die Klingonen eine Generalrevision? 
  • Wird es Bottle shows geben, die nicht mit dem größeren Handlungsrahmen in Beziehung stehen? 
  • Werden wir Captain Philippa Georgiou in Rückblenden wiedersehen?  
  • Was hat es mit den seltsamen (neuen) Bestattungsriten der Klingonen auf sich? 
Es bleibt spannend und ich definitiv am Ball. Ihr auch?

Montag, Januar 23, 2017

Die schönsten Plakate vom Women's March

Lieber Spiegel Online, Eure Auswahl war ziemlich lahm! Meine Timeline (herzlichen Dank an Kiki, Scheinprobleme, Malik, Flix, Kitten, das Nuf, Anna und Co.) kann das viel besser!