Meine erste richtige Begegnung mit dem Internet hatte ich im Herbst 1995. Meine Gasteltern in Idaho fragten mich, ob ich eine E-Mail schreiben wolle. Ich wollte, allerdings kannte ich niemanden mit einer E-Mail-Adresse.
24 Monate später, die Mitmenschen kauften damals Singles von Nana, Aqua und Coolio, erkundete ich dann intensiver das "WWW". (Ja, das sagte man damals so!) Dank eines örtlichen Internetcafes und meiner lieben Schwester, welche mich und meine Disketten heimlich in das universitäre Rechenzentrum einschleuste. 1998 konnte ich dieses dann ganz legal nutzen und das tat ich auch.
Dies war die Geburtsstunde meiner ersten Webseite, die, soweit ich mich erinnern konnte, noch auf Geocities gehostet war. Aber schon ein Jahr später nahm ich ein paar Euros in die Hand, um mir eine Domain zu reservieren: Die Hilfe eines schrecklichen Text zu gif-Editor, dessen Namen ich zurecht vergessen habe, brauchte ich nicht mehr, denn Html-Befehle hatten zwischenzeitlich ihren Schrecken verloren.
Nach dem Studium, als die Freizeit allmählich weniger wurde (und auch dieses Blog entstand), suchte ich nach einem CMS und entschied mich das damals brandneue Joomla einzusetzen. Zu dem Zeitpunkt hatte die Software noch ein dickes Ausrufezeichen hinter den Namen stehen und dies hatte es wirklich redlich verdient: Endlich schnell, ansehnlichen Content einbetten! Das hatte ich immer gewollt. Die Installation war ein kleiner Kampf, aber einer, den man ohne Zaubertrank gewinnen konnte.
Ich war zufrieden. Pro Jahr kamen so 50 bis 100 sehr kleine Beiträge hinzu: Fotos, FunFacts, Zitate, einige wenige Reiseberichte und hier und da benutze ich auch kleine Plugins, wie etwa für WM/EM-Tippspiele im Freundeskreis. So gut und einfach der Betrieb des CMS war, um so beschwerlicher wurde die Wartung. Gleich zweimal machte Joomla zwei große Technologiesprünge, die ein Upgrade sehr aufwendig machten. In Ermangelung von Zeit und Wichtigkeit meiner Webseite ließ ich Upgrade Upgrade sein...
In diesem Jahr entschloß ich mich endlich, meine Webseite zu entstauben und technologisch auf modernere Füße zu stellen. Für mich gab es zwei Alternativen: Migration der Daten von Joomla 1.5 zu 3.8 und den Wechsel von Joomla 1.5 zu Wordpress.
Die Migration innerhalb von Joomla bot den Vorteil, daß ich trotz viel Arbeit die "ursprüngliche Umgebung" mit allen Rechten und Strukturen fast 1:1 nachbauen könnte. Allerdings würde das einige Zeit in Anspruch nehmen und irgendwie wirkte Joomla plötzlich sehr überdimensioniert. Denn weder brauchte ich passwortgeschütze Bereiche, noch irgendeins der Plugins, welches Webseiten in der Vergangenheit erst ansehnlich machten (wie Kommentare, Social Media Buttons und Fotobibliotheken).
In den letzen Jahren hatte ich mehrfach sehr gute Erfahrungen mit Wordpress gemacht. Und so entschloß ich mich spontan zu einem Wechsel. Da es sich bei meiner persönlichen Webseite nie um ein kommerzielles Projekt handelte und ich die Zugriffszahlen nur als gelegentliche Egoschmeichelei anschaute, hatte ich wenig Kopfschmerzen wegen des Umstandes, daß alle Beiträge von Google neu indiziert werden würden.
Der Ex- und anschließenden Import meiner knapp 1.300 Artikeln mit dem kostenlosen FG Joomla to Wordpress Plugin war nicht nur schnell, sondern auch fast fehlerfrei. Leichte Darstellungsprobleme gab es bei einigen Seiten mit Tabellen, Unstimmigkeiten bei den Kategorien konnte ich nicht feststellen.
Mein Fazit: Wer neuen Strukturen und Technologien nicht scheut und auch keine Angst vor dem Googlealgorithmus hat, für den ist FG Joomla to Wordpress Plugin eine echte Alternative zum Upgrade von einer (viel zu) alten Joomlaversion.
Samstag, November 25, 2017
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