Nachgedacht
Ich habe da so eine Sehnsucht. Nicht nur nach den Freunden in Australien und Estland, die wir mittlerweile 1 1/2 bzw. fast 3 Jahre nicht gesehen haben, sondern eine etwas seltsamere: Die Sehnsucht nach dem Internet von 2005. Einem Ort, wo alles etwas heimlicher war, persönlicher, weniger überrannt, nicht ganz so oberflächlich. Einen Platz, wo man sich über jeden guten Content freute (und auch nicht ewig danach suchen mußte).
Klar, ein paar Blogs schaffen noch, dieses Gefühl zu vermitteln, etwa der des Herrn Buddenbohm, der von Mr. Fantastisches Bloggen, dem lieben Roland oder der von Kiki*. Letztere schrieb allerdings kürzlich einmal mehr darüber, daß sie mittlerweile weniger Spaß am Schreiben hat als ich am Lesen. Was kann man da tun? Dankbar sein für die vielen schönen Texte? Ja. Traurig sein? Vielleicht. Aber man kann sich auch an die eigene Nase fassen, und vielleicht auch ein bißchen von dem Content erstellen, den man im Netz selbst mehr sehen würde.
Ich werde mich also im November mal mit täglichen Tagebuchbloggen versuchen und wenn das Experiment gelingt, es 2021 fortführen.
Und vielleicht haben ja auch andere Lust meinem Beispiel im neuen Jahr zu folgen? (Ich winke mal der lieben Fi, Herrn Kowski und Merlin.)
Zubereitet
Die polnischen Freunde hatten sich angekündigt, also beschloss ich fix einen "Falschen Prinzen" (manche nennen ihn auch Teufelskuchen) zusammenzurühren. Ein Rezept, welches in unserer Familie seit 40 (?) Jahren allerdings mit Zuckerguß (und nicht mit Schokoladenguß) gebacken wird: Immer ein Hit.
Angesehen
Nachdem gestern der Besuch gegangen war habe ich das erste Mal mit beiden Kindern eine Halbzeit Fußball gesehen. Es spielte die Citizens gegen "meinen" LFC. Das Spiel war spannend genug, um wenigstens die Große (5) zu begeistern. Sie möchte unbedingt mal wieder ins Stadion. Ich hoffe, das ist im Frühling wieder ohne allzu schlechtem Gewissen möglich. (Mir reichen momentan schon die Massen beim Lebensmitteleinkauf.) Während des Spiels fiel mir auf, daß ich nach langer Zeit mal wieder einen wirklichen Lieblingsspieler habe: Mo Salah. Fußball ist halt immer noch wichtig.
Am Abend schaute ich das zweite Mal im meinem Leben auf Twitch vorbei, denn
Scheinprobleme versuchte sich an Die Sims 4. Ich hatte zwar nur 20 Minuten Zeit, aber diese waren doch sehr unterhaltsam. Vor 30 Jahren war beim Spielen zusehen nicht so unterhaltsam. Ich mochte das Rumgeblödel im Chat, er tröstete auch darüber hinweg, daß ich meine gut gefüllte Steam-Binliothek seit fünf Jahren nicht angefaßt habe. Aber irgendwann sind die Kinder auch größer.
Projekte
Manchmal muß man nur einen Absatz neu schreiben und schon hat man beim ganzen Kapitel ein besseres Gefühl. So ging es mir heute beim Herzensprojekt, dem Kinderbuch. Ich nehme mir immer viel mehr vor, als ich umsetzen kann, aber am Wochenende könnte das Manuskkript tatsächlich zum Lektorat gehen. (Und natürlich zu meinem Illustrator des Herzens <3)
Fußnoten
*Ja, mir fällt auf, daß ich im letzten Jahr sehr häufig auf Kikis Blog Bezug nehme. Ich finde ihn immer inspirierend, schön geschrieben, toll gestaltet mit ihren Fotos und Zeichnungen und gern auch mal streitbar. Ich kann andere Meinungen sehr gut aushalten, wenn die Gegenseite an echtem Austausch interessiert ist. Das Gefühl habe ich bei Kiki immer.
P.S.
Gewöhnt Euch schon mal an fehlende Endungen, Tippfehler etc. Das wird definitiv nicht besser, wenn ich hier jetzt versuche jeden Tag ein paar Zeilen, d.h. deutlich weniger als bei diesem ersten Eintrag, ins Netz zu tippen. Aber die neue, kurze Form führt vielleicht auch dazu, daß weniger Posts im Entwürfeordner verrotten, sondern gleich das Licht der Internetwelt erblicken.