Samstag, Dezember 31, 2022

Woche 52/2022 - Die Nachwirkungen des großen Twitterbebens, Thursday Next und Isle of Arrows

Das war hier mal wieder eine längere Sendepause. Und wer weiß, daß ich viel schreibe und poste, wenn es mir gut geht, erahnte also, dass die Reste von 2022 nicht so toll waren. So auf ganz persönlicher Mikroebene. 

Auf größerer "Bühne" schüttle ich immer noch den Kopf darüber, was aus Twitter geworden ist. Ja, nach Trump, Brexit, Covid und Ukraine fühlte sich das Leben doch schon genug nach seltsamen Paralleluniversum an und dann kommt da ein durchgeknallter Typ, stapelt eine Menge Milliarden Dollar übereinander und zündet das alles an.

Oh, wie habe ich Twitter gehaßt. Also 2008 als die mir liebsten Blogosphärenschreibenden nach und nach abwanderten, um v.a. Kurznachrichten anstatt Blogpost zu schreiben. Aber so nach 1,5 Jahren richtete auch ich mich dort vermehr häuslich ein. Lernte eine Menge neuer, nette Leute kennen und behielt Kontakt zu netten Menschen aus meinen ersten Bloggertagen. Daß das ganze Ding mal SO endet hätte ich mir nicht im Traum ausmalen können. Nun habe ich das Gefühl, dass nur noch ein Drittel der Leute von Interesse für mich dort weilen, während ein weiteres Drittel (so wie ich) (zumindest temporär) zum Mammut umgezogen sind. Der Rest scheint traurigerweise tatsächlich komplett aus den "Kurznachrichtendiensten" zu verschwinden. Schöner Mist. Das kann ich mir beim ganzen Twitterbotnazisumpf trotzdem nicht schönreden. So habe ich gar keine Energie mehr mich über die Nachteile des Mammuts (Kontrolle der eigenen Daten, Usability, Abgehobenheit von Teilen der "Altnutzerschaft") zu beklagen. Klar, gab es auf Twitter jede Menge Irrer, aber es waren "unsere" Irren. Und ich hatte mir meine Timeline stets angenehm zusammengeblockt bzw. -gemuted. Mal sehen, wie es weiter geht. Momentan crossposte ich (fast ausschließlich) von T nach M, schon damit ich mir im Fall der Fälle noch mal die meisten meiner Posts herunterladen kann.

Gelesen

Mit großer Freude habe ich mit einem Thursday Next re-read begonnen. Was für ein Spaß. Mir fehlen tatsächlich die letzten beiden Bände, die ich noch gar nicht kenne, also höchste Eisenbahn mich noch mal in die Buchwelt zu begeben. Mittlerweile habe ich die ersten drei Bücher durch. Ich hatte ganz vergessen, wie sehr sich Jasper Fforde in Teil III ins Weltenbauen verliert und die Story etwas zu langsam entwickelt. Trotzdem alles sehr unterhaltsam! Allerdings frage ich mich, warum es den letzten Teil immer noch nicht auf Deutsch gibt. Das wird sehr seltsam in meinem Bücherregal aussehen.

Gespielt

Wartezeiten überbücke ich in den letzten Wochen mit den tollen Fullprice-Tower Defence Spiel "Isle of Arrows" (iOS, aber auch auf Steam). Easy to learn, hard to master par excellance... An einem Level hänge ich jetzt schon 10 Tage. Gut investierte Euronen!

Auf ein zumindest durchschnittliches und langweiliges 2023! Bitte, ich könnte das wirklich gebrauchen. Kommt gut auf die andere Seite. Wir lesen voneinander.



Sonntag, Oktober 16, 2022

Woche 41/2022 - Von "Vielleicht-Schubladen" und Rosenkohl

Das Gejammere über fehlende (Frei-)Zeit zum Schreiben gehört schon zu den traditionellen Themen mit denen ich seit Jahren meine Blogleserschaft langweile. Aber hier und da gibt es auch äußerst positive Ereignisse um meine liebste Nebentätigkeit und heute kann, darf, möchte und muß ich von solch einem berichten.

Der hochgeschätzte Sciconaut empfahl mit vor nicht zu lange Zeit eine Teilnahme am Flix-Seminar an der Bundesakademie in Wolfenbüttel und da der Sciconaut ein sehr, sehr weiser Mann ist, folgte ich dem Ratschlag natürlich und wurde nicht enttäuscht.

Innerhalb von zwei rappelvollen Seminartagen wurde uns die Verbindung zwischen Selbstgezeichnetem und Text näher gebracht. Die Tage waren inspirierend, fordernd, motivierend und einfach großartig. Flix und Olaf Kutzmutz sind ein sympathisches, eingespieltes Team, dass trotzdem keinerlei Routine oder Langeweile aufkommen ließ. Die Arbeitsaufgaben war allesamt interessant und knackig und durch die kürze der Zeit stets anspruchsvoll. Für die Auswertung und Besprechung (wie auch viele Fragen "am Rande des Wegs") wurde viel Zeit gelassen. (Alles Dinge die ich sehr zu schätzen weiß.) Die Bandbreite der Teilnehmenden und deren Engagement beeindruckte mich ebenfalls sehr. So hatten wir dann alle viel Spaß beim abendlichen Austausch in der Bundesakademie.

Ja, die Bundesakademie. Gäbe es einen solchen Ort nicht, man müßte ihn erfinden: Tolle Atmosphäre in einer beschaulichen Stadt, gutes Essen, schlichte, aber saubere, funktionale und super gemanagte Unterkünfte und Seminareräume, in denen man gerne wohnte, schlief, arbeitete und dem Flix bei seiner Lesung lauschte.

Was habe ich für mich mitgenommen?

  1. Solche Auszeiten vom Alltag tun meiner Motivation und Kreativität unheimlich gut.
  2. Die Veranstaltungen der Bundesakademie sind großartig und ich werde definitiv nach Wolfenbüttel zurückkehren. 
  3. (Fortgeschrittene) Ideen können in einer "Vielleicht-Schublade" geparkt werden bis sei einen Zustand erreicht haben, der eine Veröffentlichung zuläßt. (Oder halt auch nicht!) Das ist psychologisch bedeutend besser als - wie  z.B. in meinem Fall - von "offenen Projekten" zu sprechen, die den Druck zur Fertigstellung erhöhen, obwohl die Ideen das (noch) nicht hergeben.
  4. Trotzdem gilt natürlich: Finished not perfect.
  5. Kreatives Arbeiten ist Arbeit. Man muß sich dafür Zeiträume schaffen.
  6. Ausprobieren, "spielen" und das Verwerfen von nicht so guten Ergebnissen gehört zum Schaffensprozess hinzu.
  7. Du bist nicht allein. (Jede/r hadert "manchmal" mit den Ergebnissen und sich selbst.)
Apropos "spielen", ausprobieren und kontinuierliches Arbeiten: Unsere kleine Seminargruppe versucht nun nahezu täglich unter dem runningag-igen Hashtag #WirzeichnenRosenkohl auf Instagram und Twitter zu zeichnen. Schaut Euch das doch einfach mal an.



Samstag, September 17, 2022

Woche 37/2022 - Alles, aber sicherlich nicht täglich

Es ist immer das selbe mit mir, besonders in den stressigen Woche. 

Wenn der Güterwagen mit Sonderaufgaben ankommt, spucke ich zunächst freudig in die Hände und beginne mit dem Abarbeiten. In den ersten Tagen klappt das super, man kommt voran und erfreut sich am Drahtseilakt am eigenen Limit. Doch mittlerweile bin ich in dem Alter, in dem die Dauer dieser Stressphasen länger andauern als meine Energiereserven reichen. Irgendwann gibt es Kopfschmerzen, schlechte Laune und solche Müdigkeit, dass man mir noch vor dem Sandmännchen die Augen zufallen. Mit Mitte 20 dauerte es bedeutend länger bis ich diesen Zustand erreichte und zudem hatte man weniger Verantwortlichkeiten und Kinder (hier 100%), so daß man sich am Wochenende wirklich ausruhen konnte.  

Neben den Schlafen und Medienkonsum fällt bei mir in solchen Wochen mein Therapeutikum Nummer 1 hinten runter: Das Schreiben. Die ganze Palette: Projektideen, Bloggerei, Tweets und Buchkapitel. Und obwohl ich weiß, daß es für meine mentale Gesundheit sehr förderlich wäre, etwas zu Papier zu bringen, bekomme ich selbst kurze "Schreibphasen" nicht als regelmäßige Aktivität in den Alltag eingebaut. Oder zumindest bist jetzt nicht. Da ich gerade parallel die Erinnerungen von Judith Holofernes (sehr gut) und Manfred Krug konsumiere (nicht so gut), nehme ich mir ein Beispiel an den beiden und werde mal versuchen Tagebuch zu schreiben. Das wird sicherlich nicht täglich klappen, aber hoffentlich ist die Schwelle niedrig genug, um den Kopf regelmäßig durch das Aneinanderreihen von Buchstaben etwas freizublasen. 

Freitag, September 09, 2022

Woche 36/2022 - Ich fang einfach mal (wieder) an

Wo kommt denn bitte diese riesige Lücke im Blog her? 

Und warum denke ich Dussel wochenlang: "Ach, die bekomme ich schon noch chronologisch geschlossen!"?!

Und nun wird der Respekt vor dem weißen Bildschirmausschnitt jeden Tag größer. Aber heute ist der Tag einfach mal (wieder) anzufangen. So wie es die Lieblingspia getan hat, Mitbloggerin aus früher Social-Media-Vorzeit. Schön wieder von ihr zu lesen. :)

Was ist in den letzten Wochen geschehen? Größte Neuigkeit ist wohl, dass wir jetzt ein Schulkind haben. Die ersten vier Wochen liefen gut und so darf es gerne bleiben. Die kindlichen und elterlichen Körper haben sich allerdings noch nicht an den früheren Tagesbeginn gewöhnt. Ich hoffe, das ändert sich noch bis zum Schulabschluss des Nachwuchses.

Die Klassenleiterin des großen Kindes finde ich sehr sympathisch, wohl auch, weil sie mich sehr an das auch lehrende Schwesterherz erinnert. Alle sind in der Schule sehr engagiert und mein erster Eindruck ist: Hier würde ich gern noch mal zur Schule gehen. "Sehr engagiert" heißt aber auch, dass wir bis zum Ende 2022 (nein, nicht bis zum Ende des Schuljahres) noch 12 Termine haben: Vom Schulfest bis zur Weihnachtsfeier, von Elterngespräch bis zur Schulfahrt. Da läßt man sich doch auch gerne in der Elternvertretung wählen. *hust*

Die Einschulungsfeier selbst haben wir im engen Familien- und Freundekreis abgehalten. Der neue Brauch Einschulungen, wie kleine Hochzeitsfeiern mit 50 Gästen zu zelebrieren, finde ich sehr schräg und war sehr froh, dass wir eine gemütliche Zeit mit den Lieben im Restaurant um die Ecke verbrachten. Auch das große Kind, um das es ja eigentlich geht, war durchweg glücklich und ist hoffentlich noch lange so froh und motiviert wie dieser Tage.

Auch im Umkreis wurde der eine oder Nachwüchlser eingeschult und als gute Geschenke haben sich das "Ankreuzspiel" Blätterrauschen* und das Buch Buchstabendschungel* erwiesen. Nur falls ihr mal einen Geschenktipp braucht.


(Das Bild wurde von Midjourney generiert. Darüber wird noch zu sprechen sein.)

Samstag, Juli 09, 2022

Woche 27/2022 - Datenschutz, Google Fonts, ein Abmahnhonk und technische Abhilfe

Ich strudelte so durch eine turbulente Woche, kam übermüdet am Wochenende an und hatte dann wirklich Spaß beim Großfamilienmittagsessen im schicken Restaurant mit Wasserblick. :) Die absolut überteuerte, reisende Trashdinoausstellung, die wir mit den Kindern auf dem Heimweg besuchten, konnte die Stimmung nicht verderben. Während der Nachwuchs hüpfburgte, genossen die Liebste und ich händchenhaltend die Zweisamkeit.

Daheim angekommen, warf ich noch fix ein Blick in den Briefkasten. Ein Brief an den Verlag. Fanpost?! Die naive Kinderrakelschrift auf den Kuvert ließen es vermuten. Och, das wäre ja schön. Zweimal hatte ich in der Vergangenheit schon das Vergnügen.

Nach dem Öffnen gingen meine Mundwinkel aber nach unten und der Blutdruck nach oben.

Beim Besuch meiner Buchwebseite hatte der Briefeschreiber bemerkt, daß ich Google Fonts dynamisch eingebettet hatte, so dass seine IP-Adresse automatisch an Google Server übertragen hatten. Ich überprüfte das und tatsächlich: Bei ältere Wordpress Themes (in meinem Fall Twenty Fifteen und Twenty Seventeen) sind die Google Fonts automatisch in nicht-DSGVO-konformer Weise eingebunden (Ja, auch unter Wordpress 6.0 und aktueller Themeversion.). Der Hinweis im Brief ist also durchaus berechtigt. Das ist äußerst doof. Noch döfer ist, daß der sympathische Briefeschreiber, natürlich nicht ganz uneigennützig handelte, sondern auch noch 100€ Entschädigung haben möchte. Er beruft sich dabei auf ein Urteil der OLG München.

Was also tun? Ruhe erkaufen für 100€? Das klingt erst einmal gut. Aber sollte man das auch tun? Was für Leute schreiben einen 3seitigen Brief wegen so einer Lappalie und kassieren dann 100€ ab? These 1: Es handelt sich um einen Massenabmahner, der sich bereichern will. These 2: Es ist ein bekloppter Datenschutzorthodoxer, der schon Schnappatmung bekommt, wenn er herausfindet, daß die Postzustelllerin seine Adresse kennt... In beiden Fällen habe ich null Bock dieses "soziales" Verhalten durch eine Zahlung positiv zu verstärken. Obwohl es mir großen Unbehagen bereitet, gehöre ich definitiv zu den harmoniebedürftigen, nicht konfrontativen Zeitgenossen. Trotzdem: mein Geld bleibt (hoffentlich langfristig) bei mir und ich hoffe, daß die Geschichte hier endet. Drückt bitte alle verfügbaren Daumen!

Achso, wie könnt ihr prüfen ob Euch das Thema unter Wordpress auch betrifft?

(1) Ruft Eure Webseite auf und schaut Euch den Quellcode an. (Im Chrome geht das z.B. durch Strg+U.)

(2) Durchsucht den Code (Strg+F) nach "fonts.googleapis.com" und "fonts.gstatic.com" 

Ihr habt einen Treffer? Dann besteht leider Handlungsbedarf.

Schaut dann im Backend von Wordpress im Design-Menü nach, ober ihr in Eurem Theme Google Fonts deaktivieren könnt. Das sieht z.B. so aus: 




Gibt es diese Einstellungsmöglichkeit nicht (wie bei den oben genannten Standardthemes), dann installiert das kostenloses Plugin OMGF, welches die Google Fonts durch lokale Kopien ersetzt. (Natürlich gibt es noch einen Haufen andere Wege, aber so ist der ganze Prozess in wenigen Minuten umgesetzt.)

Habt ihr noch Hinweise in der Sache? Korrekturen? Andere Handlungsansätze? Dann würde ich mich über Kommentare unter diesem Artikel freuen. 

Es ist definitiv wieder einer der Tage, wo man sich als Contentersteller im Netz wie Freiwild vorkommt. Man erwirtschaftet (fast) nichts, sieht sich aber finanziellen Risiken ausgesetzt. Ich bereue nicht, dieses Blog (weiterhin) anonym zu fahren und denke sehnsüchtig an Geocity-Webseitentage zurück. 

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Nachtrag (20:27)
Die Einschätzung von datenschutz-notizen zu dieser Art von "Massenabmahnung" durch Privatpersonen lautet:

"Da wir aufgrund des sich uns aufdrängenden ersten Eindrucks davon ausgehen, dass die Schreiben mutmaßlich massenhaft versendet werden und letztlich weitestgehend wohl nur dazu dienen sollen, den Absender*innen einen netten Zusatzverdienst zu verschaffen, könnten betroffene Unternehmen trotz der relativ eindeutigen Rechtslage bei ihrer Entscheidungsfindung nach unserem Eindruck ganz gut zu dem Schluss kommen, auf das Schreiben nicht zu reagieren und die Zahlung nicht vorzunehmen."
...
"Insgesamt erscheint es aus unserer Sicht durchaus vertretbar, sich dafür zu entscheiden, nicht auf diese Art von Schreiben zu reagieren und nicht zu zahlen, um damit einem solchen Geschäftsmodell die Grundlage zu entziehen."


Montag, Juli 04, 2022

Woche 24/2022 - Instagram, IFTTT, FlickR, Wordpress und der ganze Onlinefotokladderadatsch

Früher habe ich sehr viel fotografiert. Also mit diesen netten Apparaten, nicht mit dem Mobiltelefon. Irgendwann vor *blätter, blätter. blätter* 17 Jahren fing ich an, meine Bilder auf FlickR zu packen. Das war schön dort und preisgünstig. Beides hat sich leider geändert. Dafür bekommt man ständig Mails die einen anschreien: "Komm' mit Deinen Euros lieber zu uns, denn vielleicht löschen wir Eure Bilder!". 
Da ich mich ungern anschreien (und "erpressen") lasse, spiegle ich seit einer Weile meine Fotos direkt von Instagram via IFTTT auf meine Wordpressseite. Also jeweils das neuste Bild als extra-Post. Das klappt auch bedingt: Das neue Bild erscheint... bis der Hyperlink nach einigen Tagen nicht mehr funktioniert. Das sieht dann so aus und ist überhaupt nicht hilfreich:



Also werde ich wohl doch wieder "händisch" jedes Bild in Wordpress einbetten müssen. Wie so ein Urmensch. Absolut nervig, aber ich habe noch keine Alternative gefunden.

Woche 23/2022 - Quedlinburg

Vielleicht die schönste "soziale Verpflichtung" die uns "auferlegt" wird, ist das alle zwei Jahre stattfindende Familientreffen mit den Geschwistern und "Vetternschaft" des Vaters.

Dafür suchen wir uns immer einen Ort, den man gut in zwei, drei Tagen erkunden kann, so fiel diesmal die Wahl auf Quedlinburg. Auf meiner persönlichen Wunschliste stand die Stadt an der Bode nicht, aber trotzdem verbrachten wir eine schöne Zeit hier. Es ist unglaublich, wie viele Fachwerkhäuser es hier gibt. (Der Stadtführer sprach von mehreren TAUSEND.) Das Stadtgebiet kann man gut "abspazieren" und in der Harzer Umgebung gibt es zudem viel "Natur".

Ein bißchen überrascht war ich von den Hotel- und Restaurantpreisen, die ich von einer - liebe Anhaltiner und Anhalter vergebt mir - "B-Location" so nicht erwartet hätte. Aber wir schoben die Euros gerne über den Tisch, den außer dem Tourismus gibt es in der alten "Kaiserstadt" wirklich nicht viel und so haben die COVID-Beschränkungen starke Auswirkungen gehabt. Die Internsität dieser überraschte mich wirklich, obwohl wir ja auch aus einer "Tourismusregion" kommen. 

Ein bißchen trauere ich dem Umstand nach, daß ich es zeitlich nicht in die Feiniger-Gallerie zur Ausstellung "Von Rembrandt bis Richter. Meisterwerke aus der Grafischen Sammlung des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg" geschafft habe. Sonst würde ich das eher "durchschnittlich interessante" Quedlinburg vielleicht nicht nur wegen der netten Gesellschaft dort in liebevoller Erinnerung behalten. 





Freitag, Juni 24, 2022

Woche 22/2022 - Wohnungsübergabe, 9-Euro-Ticket und Graureiher

Irgendwann war unsere "alte" Wohnung dann tatsächlich leer, renoviert und sauber. Leer waren wir dann auch. Renoviert und sauber eher nicht, aber wirklich froh, diese vier Wochen Non-stop-Arbeit-nach-der-Arbeit hinter und zu lassen. Und in der neuen Wohnung fühlen wir uns seit Tag 1 heimisch. Ein sehr schönes Gefühl.

Daher ging ich frohen Mutes in das Wohnungsübergabegespräch mit einem Vertreter der größten Wohnungsgesellschaft der Stadt. Diese ist in kommunaler Hand, sorgt für einigermaßen moderate Mietpreise, auch bei uns in der Innenstadt, aber hat es leider nicht so mit Service. So hatten wir bestimmt mit sechs, sieben verschiedenen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern allein in den letzten 2 Monaten zu tun. Und auch die "Wohnungsübergabefachkraft" war ein "neues Gesicht" und fing sofort damit an, mich "vera*schen" zu wollen. Ich wußte ja u.a., in welchem Zustand wir die "alte" und auch die "neue" Wohnung (gerade vor 4 Wochen, selbes Haus, selber Vermierter) übernommen hatten. Nachdem ich meinen inneren Toni-Kroos freigelassen hatte, brach die Wohnungsübergabefachkraft die Begehung ab und versprach mir, sich noch mal telefonisch zu melden. Das geschah noch am gleichen Tag. Der Preis für seine "Mängelliste" war zwar nicht hoch, aber weitestgehend unbegründet. Nach einem Monolog von mir, einigten wir uns auf 50% der ursprünglichen Summe. Es geht doch! 

Nun konnte ich mich anderen, wichtigen Dingen widmen. So fuhren wir, die wenigen Kilometer pro Woche, immer noch auf Winterreifen. Also fix einen Termin vereinbart und die ersten Fahrten mit dem 9-Euro-Ticket genossen. Als Teilzeitautor sollte man viel öfter Öffis nutzen. (Bei uns aber fast alles fußläufig erreichbar.) Eine junge Frau putzte sich noch an der Haltestelle die Zähne und der Busfahrer war so gesprächig und freundlich, dass er sicherlich nicht aus meiner Heimatstadt stammt, sondern aus irgendeinem Paralleluniversum. Und dann konnte ich am Fluß noch einen Graureiher sehen! Direkt an der Straße! Auf dem Fluß der vor 30 Jahren eher noch durch "Baden verboten"-Schilder und dem einen oder anderen Ölfleck auffiel. Einfach schön! Diese "kleinen" Erfolge beim Umweltschutz und Co. muss man - um die eigene geistige Gesundheit zu erhalten - einfach mehr Beachtung schenken, wenn es in Sachen Klimakrise wieder nur viel Negatives zu erfahren gibt,



Samstag, Juni 18, 2022

Woche 21/2022 - Umzugsendphase, Onlineporto, Mastodon & Ernestine von Wolkenstein

Es war die finale Woche für die Renovierungsarbeiten, Dachbodenaufräumaktivitäten die letzte Möglichkeit, nicht mehr gebrauchten, Möbelstücke über ebay Kleinanzeigen zu verschenken. Schön, dass diese so schnell und unkompliziert weggehen, schade, dass der Bedarf so groß ist.

Mittlerweile laufe ich auf Reserveenergie, ohne Unterstützung von Freunden, Familie und Nachbarn, wäre das hier alles nicht zu wuppen gewesen und ich freue mich auf ein baldiges Ende.

Apropos "baldiges Ende": In der neuen Wohnung erlebten wir eine freudige Überraschung. Beim Neuaufstellen des fast 15jährigen TV-Geräts, welches fast ausschließlich bei sportlichen Großevents zum Einsatz kommt, stellten wir fest, dass es doch nicht kaputt und altersschwach ist, wie wir annahmen, sondern dass wohl die Antennenbuchse in unserem alten Domizil dafür sorgte, dass so einige Sender nur in grauenvoller Qualität zu empfangen waren. Upsi!

Geärgert

Zuletzt habe ich tatsächlich öfter die Post & DHL App zum Frankieren von Briefen benutzt. Nicht unbedingt etwas für Ästheten, Postsendungen mit "'#PORTO"-Gekritzel zu versehen, aber wahnsinnig praktisch. Umso mehr ärgerte ich mich, dass man tatsächlich nicht alle Briefe damit freimachen kann, sondern nur bestimmte "Produkte". Wieviele Briefmarken muss man in seinem Leben angeleckt haben, um auf eine solche besch*ssene Idee zu kommen?  

Und sonst so

Kaum verkündete der Posterboy der kapitalismusverliebten Teile der Generation Bitcoin an, lieber mit Hilfe von Twitter noch reicher zu werden, anstatt mit seinem Milliarden etwas sinnvolles zu tun und etwa den Hunger der Welt zu beenden, drohten einige meiner "Tweeties" den Auzug nach Mastodon-Land an. Ich re-aktivierte daher lieber mal flink meinen Account von anno 1803 dort und nach einige Wochen kann man sagen: Es war der erwartete Sturm im Wasserglas. (Kiki und Roland haben das viel besser verbloggt als ich es könnte.) Jetzt muß ich nur noch überlegen, was ich mit Ernestine von Wolkenstein mache.

Gehört

Es eignet sich wirklich wenig so gut als Renoviersoundtrack, wie Fleetwood Mac.
   

Sonntag, Juni 12, 2022

Woche 20/2022 - Streichen und packen und tragen und schrauben und...

In dieser Woche übernahmen endlich die Profis in Sachen Umzug. Nachdem wir renoviert, aussortiert und gepackt hatten, half uns eine Umzugsfirma beim Ab-, Aufbau und Transport der Einbauküche, der Betten und Sofas und der Kleiderschränke, sowie die ganzen Kisten mit der P*rnosammlung. Gut, daß sie einen Gabelstabler nur hierfür hatten! ;) Und auch bei der von mir "meist gehasste" Tätigkeit bei Umzügen half man uns: Das Aufhängen der Deckenbeleuchtung. (Stellt Euch bei mir einfach einen T-Rex mit Bauch auf einer Leiter vor, der eine 5t-Leuchte anschrauben möchte..)

Aber nicht alle Möbelstücke kamen mit in die neue Wohnung. So einiges fand ein neues Zuhause bei ukrainischen Familien. Einfach schön, wenn man Sachen nicht wegschmeißen muß, sondern z.B. bei der Obdachlosenhilfe oder dem Sozialkaufhauf abgeben kann, wo es noch jemand anderes Freude bereitet. 

Ein bißchen Platz für neues brauchten wir aber auch. In der Diele/dem Esszimmer erfüllten wir uns einen Taum von einem groooooooßen Bücherregal. Und mit groß meine ich ein "Ungetüm" von 2,4m mal 4m. <3 Viel Platz für viele schöne Bücher. Günstig war die Bestellung von form.bar nicht, aber die Qualität des Möbelstücks spricht für sich. Und schick ist es. Allerdings war es nicht ganz ohne die Teile mit dem Gesamtgewicht von 308kg jeweils 92 Stufen hinaufzuschleppen. Nun steht es aber, ist schön anzuschauen und wenn man all die "Schätze" auf einem Blick sieht, verlockt das sehr zum Schmöckern! 



Samstag, Juni 11, 2022

Woche 19/2022 - Gratis Comic Tag & Umzug

Nach der ersten Woche mit Renovierungsarbeiten bei denen man die neue Wohnung etwas genauer in Augenschein nimmt, offenbaren sich die ersten Besonderheiten, die uns vorher entgangen sind. 
Nein, damit ist nicht die vergammelte Badewanne mit Silikon gemeint, die der Vermieter zunächst geflissentlich "übersehen" hat und die dann doch ohne Murren ausgetauscht hat, sondern Dinge, wie Position und Anzahl von Steckdosen, Heizungsrohren und Lichtschaltern. Also alles, was das (Neu-)Aufstellen von Möbeln spannend macht.

Aber es gab nicht nur Umzugsarbeiten in dieser Woche, sondern auch den "Gratis Comic Tag". Beim Kettenbuchhändler um die Ecke war die Veranstaltung bedeutend liebloser organisiert als 2020 (im letzten Jahr fiel der Tag ja leider aus), umso mehr hatte sich der Bildergeschichtenhändler meines Vertrauens im Studentenkiez bemüht: Ein geschmückter Tisch, Autorenlesungen und jede Menge "weiterführende Literatur". Und so kombinierte ich Gratisheftchenabholung, mit dem obligatorischen Buchkauf (denn im Einzelhandel soll ja auch was "hängenbleien") und dem Vorbeibringen von etwas Merch für mein eigenes Werk, denn das gibt es dort im Laden auch. Eine Win-Win-Win-Situation! Die Lektüre meiner "Mitbringsel" muß leider noch bis zum Juni warten, solange haben Tapeten und Kisten weiterhin Vorang, dann wird das Material aber im Podcast "verwurstet". Versprochen! Ich freue mich auf die Plauderei mit Roland!





Dienstag, Mai 24, 2022

Woche 18/2022 - Umzugsvorbereitungen

Die Zeichen stehen auf Veränderungen in unserem kleinen, hanseatischen Szeklerhaushalt. Wir ziehen um. Und wir haben doppelt Glück: Wir bleiben nicht nur in unserer Hood, sondern sogar im gleichen Haus. Gut, wir müssen dann noch ein Stockwerk höher steigen, aber der Reinhold Messner in uns ist sehr stark.

Als erstes steht das Streichen der neuen Behausung an, dafür haben wir uns für die Farben von Horst entschieden und wir wurden nicht enttäuscht: Sie lassen sich gut verarbeiten, riechen nicht, decken gut und sind sogar so etwas wie umweltfreundlich. (Gemalert wurde hier auf weißer Rauhfaser.) Sehr praktisch sind die kleinen Metalleimer in denen die nicht ganz billige Farbe (ca. 45€ für 5l) geliefert wird. Läßt sich die Kappe nicht mehr öffnen, stellt man den Behälter einfach 20sec unter einer lauwarmen Brause und schon hat sich Deckel und Problem gelöst.

Und damit das ganze Leben nicht nur aus Arbeit besteht, wurde die neue Wohnung gleich mit einer Podcastaufzeichnungen eingeweiht. 


Mittwoch, Mai 11, 2022

Woche 17/2022 - Batmanischer Dänemarkurlaub

Nun haben wir es tatsächlich geschafft. Im fünften Versuch seit Anfang 2020 ist es uns dann doch gelungen unseren Kurzurlaub in Dänemark anzutreten. Gerade mal 70km Luftline von "daheim" ist es im April im Ort, der zu 90% aus Ferienhäusern besteht, schön leer. Auf den Straßen, am Strand, im nahgelegenen Supermarkt und irgendwann auch in meinem Kopf. Wunderschön. Entspannung.
Daß uns diese Art von Kurzurlaub gut tut, hatten wir schon vor der Geburt des Lütten 2018 gemacht und sind daher sehr gerne hierher zurückgekehrt. Die Anreise konnte nicht stressfreier sein. Mit dem Autos sind wir auf die Fähre gerollt und nach Ankunft ging es dann noch mal 15km bis zu unserem Domizil nach Südfallster. Für das Haus hatten wir diesmal 100€ mehr ausgegeben, eine gute Investition, so fühlten sich alle sechs Reisenden aus drei Generationen sehr wohl. Vier Schlafzimmer, ein schöner großer, heller Wohnbereich mit Ofen und ein ordentliches Stück Rasen ums Haus reichte uns allen für ein paar entspannte Tage mit einem guten Buch.
Das war bei mir der dritte Teil von Flavia de Luce und obwohl ich immer noch kein Krimifan bin, habe ich viel Spaß an der wirklich großartig geschriebenen Reihe. 
Auch das Vereisen ins Lakritzwunderland (Ich sage nur "Lakrids Fudge" von Rema 1000!) ohne to-do-liste war für mich die richtige Entscheidung, denn - Scwhups! - war auch schnell die Inspiration zurück. Ein paar Seiten fürs neue Bucg mit Weltraumtier waren schnell geschrieben und auch den Zeichenstift nahm ich endlich wieder in die Hand. 


Gesehen 
Der neue Batmanfilm ist schon sehr dunkel. Selbst für einen Flattermannstreifen. Daran ist allerdings nicht schlimmes. Die Darsteller machen ihre Sache alle recht solide, aber so richtig mitfiebern tut man mit keinem der Charaktere und das Drehbuch war extrem uninspiriert. Nicht wirklich schlecht, aber schon reichlich kalter Kaffee, da muß bei der x-ten Neuverfilmung einfach mehr kommen. 

Gezeichnet

Sonntag, April 03, 2022

Woche 13/2022 - Plattenspieler, Tohuwabohu und Philip Ardagh

Es gibt Wochen die sind zäh wie Kaugummi und dann gibt es wieder welche, in die so viele Ereignisse passen, daß sie aus allen nähten platzt. So geschehen dieser Tage: Es gab ein äußerst positives Personalgespräch, seifenopertaugliche Entwicklungen am Arbeitsplatz, ein schönes Geburtstagsbowling mit dem Schwesterherz und Familie, kranke Kinder und Ehepartnerinnen und sicher noch viel mehr, das ich vor lauter Tohuwabohu zwischen Montag und Samstag vergessen habe.

Nachgedacht

Ich hätte gern einen Schallplattenspieler. Nein, ich hätte gern einen Schallplattenspieler, wie es ihn in meiner Vorstellung gibt. An einem ruhigen Platz in der Wohnung, wo man am Mittwochabend bedächtig eine seiner 30 Lieblingsplatten herauskramt, das Album liebevoll auflegt und von Anfang und Ende durchhört. Die Hindernisse im realen Leben für mich sind folgende Tatsachen: (1) Es gibt so einen ruhigen Ort im Hause nicht. (2) Ich habe gar keinen Stauraum und hätte damit Angst um Gerät und Alben. (3) Die Preise meiner Lieblingsplatten, z.B. für das Let it be - Naked Album sind einfach utopisch. (Zuletzt 189€ für gebrauchtes Vinyl.)

Ich glaube so gut, wie in meiner Vorstellung würde die Umsetzung des Gedanken eh nie werden.

Gelesen

Endlich habe ich mal Philip Ardaghs "Schlimmes Ende" fertig bekommen. Der Mann sprüht vor absurden Ideen. Unglaublich. Der Plot des Jugendbuches beschreibt man am besten als "Charles Dickens" auf Crack. Muß man mögen. Ich fande die Geschichte als solches etwas fade, aber die Umsetzung brillant.

Gehört


Donnerstag, März 17, 2022

Woche 10/2022 - Emilia und das Schmunzelmonster

Die letzten Wochen waren turbulent. Und unerfreulich. Aber das wissen wir ja alle. Zudem kann ich momentan über den Berg mit Arbeit nicht drüber schauen. Kein Wunder, daß es hier so still war. Aber umso länger die Schreibpose dauert, umso schwieriger ist es, wieder anzufangen. Daher besser heute als nie. (Und die fehlenden Wochen trage ich hoffentlich bald nach.)

Gesehen
Im Familienkreis haben wir "Elliot, das Schmunzelmonster" angesehen. Alle hatten ihre Freude, obwohl ich nicht ganz sicher bin, ob der Film wirklich gut gealtert ist. 

Gelernt

  Gehört 

Samstag, Februar 12, 2022

Woche 4/2022 - Picabo Street, Alpaca Stacka & Mobygames

Gesehen

Wer denkt, daß Lindsey Vonn die absolut unsympathischste, amerikanische Abfahrtsläuferin ist, dem empfehle ich die Dokumentation über Picabo Street. 

Nach dem Anschauen fragte ich mich dann allerdings schon, warum jemand so einen Streifen produziert. Er dümpelt absolut an der Oberfläche hin und die Protagonistin kommt, wie Eingangs erwähnt, nicht gerade gut weg.

Immerhin ist der Streifen kostenlos.

Gespielt
Apropos kostenlos! Mit dem großen Kind (6) habe ich das kosten- und werbefreie Alpaca Stacka auf Steam gespielt. Eine wunderbarer Zeitvertreib für eine halbe Stunde/Stunde. Mit einem Alpaka erkundet man eine kleine Insel und sammelt dabei Kücken ein, die der Mamahenne abgehauen sind. Das Kind lernt somit langsam den Umgang mit der Maus.



Geärgert
Um beim elektronischen Spielen zu bleiben (für Brettspiele benutze ich BGG): 2022 möchte ich diese endlich einmal im www dokumentieren. Der guter Merlin empfiehl mir die Plattform Mobygames, welche mir auf Anhieb gut gefällt, da sie nicht mit Werbung überladen ist und Spiele aller elektronischen Systeme aufführt. Leider dauert das Freischalten von eigenen Rezensionen EWIG.


Gehört

Woche 3/2022 - Ball you need is love & 2022, Fuck Yeah!

 Geärgert

So sehr ich den Fußballkulturpodcast "Ball you need is love" mit Arnd Zeigler liebe, aber warum zur Hölle, nimmt man alte Podcastfolgen aus der Veröffentlichung, um sie dann neu zu publizieren. Und das natürlich ohne Vermerk in Titel oder Beschreibung. Der blanke Hass für so eine Veröffentlichungspraxis.

Gefreut

2022 habe endlich einen schloggerischen "Fuck Yeah!"-Wochenkalender. Dank, des wunderbaren Sciconaut. So viele tolle Arbeiten, auch von Künstlerinnen und Künstlern, die ich noch nicht kannte. Das Bild von Merle Goll etwa ist eines meiner absoluten Highlight. Das kommt am Ende des Jahres gerahmt an die Wand! :)


Samstag, Februar 05, 2022

Woche 2/2022 - The Unforgivable und Eliot und Isabella in den Räuberbergen

Gesehen 
Der Anfang von Netflix' neuem Drama "The Unforgivable" ist schon sehr packend und war genau nach meinem Geschmack. SPOILER Aber leider wird der Film dann doch relativ klischeehaft. Zwei Szenen waren dann meiner Meinung nach dann auch noch ziemlich "out of character": In der einen zerstört die ansonsten sehr auf ihre Arbeit fixierte Protagonistin ihre Werk (Verzweifelung kann man wirklich auch anders zeigen) in der anderen hätte es mich mehr überzeugt, wenn der Adoptivvater leise "She is fine!" geweint hätte als dieses Satz rumgebrüllt. Naja, und der Plottwist und die Nebengeschichte mit den Brüdern war beides ein Griff in die Tonne. "Das Böse ist da draußen" ist nie so interessant, wie das "Böse ist in uns". Und es hätte funktioniert. Man kann, wenn es gut erzählt ist, auch Problemlos mit einer Mörderin mitfühlen.  

Gelesen 
Die Kinder bekamen das Buch "Eliot und Isabella in den Räuberbergen" von Erfolgsautor Ingo Siegner ("Der kleine Drache Kokosnuss") geschenkt. Ich fand daran leider (fast?) alles platt: die Sprache, die Illustrationen, die Charaktere und auch die Geschichte. Schade.

Gehört

Mittwoch, Januar 12, 2022

Woche 1/2022 - Das geht mir alles zu schnell (Kurzzeitschwester, Lost in Space, James Taylor)

Die erholsamen Weihnachtstage waren gerade hinter dem Horizont verschwunden, da stand der schwiegerelterliche Besuch schon vor der Türe. Das war auch sehr schön, aber 6 Personen plus ein Kater sind dann doch viel. Das dachten wir, das dachten die Schwiegers und trotzdem versuchten wir das Beste daraus zu machen und das taten wir. Am Montag mußte ich dann auch gleich wieder ins Büro und am Samstag stand die erste Familienfeier des Jahres auf dem Programm... Ja, das mit dem entspannen können wir!

Gesehen

In der ARD gibt es die sehr gute Doku "Kurzzeitschwester". Mein armes, elterliches Herz zuckte so manches mal, aber es war alles sehr interessant und bewegend und den "Stress" wert. Ich glaube, als ich noch keine Kinder hatte, hat mich sowas weniger mitgenommen.

Und dann habe ich die abschließende Staffel von Lost in Space gesehen. Einfach phatastisch! Selten so viel Spaß an Charakteren in einer SciFi-Serie gehabt. (Vielleicht könnten die Drehbuchschreiber jetzt ein bißchen um DISCO kümmern? Danke) Ja, es gibt in LoS immer viel Happy-End, aber das brauche ich auch manchmal!

Angehört