Freitag, Juni 24, 2022

Woche 22/2022 - Wohnungsübergabe, 9-Euro-Ticket und Graureiher

Irgendwann war unsere "alte" Wohnung dann tatsächlich leer, renoviert und sauber. Leer waren wir dann auch. Renoviert und sauber eher nicht, aber wirklich froh, diese vier Wochen Non-stop-Arbeit-nach-der-Arbeit hinter und zu lassen. Und in der neuen Wohnung fühlen wir uns seit Tag 1 heimisch. Ein sehr schönes Gefühl.

Daher ging ich frohen Mutes in das Wohnungsübergabegespräch mit einem Vertreter der größten Wohnungsgesellschaft der Stadt. Diese ist in kommunaler Hand, sorgt für einigermaßen moderate Mietpreise, auch bei uns in der Innenstadt, aber hat es leider nicht so mit Service. So hatten wir bestimmt mit sechs, sieben verschiedenen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern allein in den letzten 2 Monaten zu tun. Und auch die "Wohnungsübergabefachkraft" war ein "neues Gesicht" und fing sofort damit an, mich "vera*schen" zu wollen. Ich wußte ja u.a., in welchem Zustand wir die "alte" und auch die "neue" Wohnung (gerade vor 4 Wochen, selbes Haus, selber Vermierter) übernommen hatten. Nachdem ich meinen inneren Toni-Kroos freigelassen hatte, brach die Wohnungsübergabefachkraft die Begehung ab und versprach mir, sich noch mal telefonisch zu melden. Das geschah noch am gleichen Tag. Der Preis für seine "Mängelliste" war zwar nicht hoch, aber weitestgehend unbegründet. Nach einem Monolog von mir, einigten wir uns auf 50% der ursprünglichen Summe. Es geht doch! 

Nun konnte ich mich anderen, wichtigen Dingen widmen. So fuhren wir, die wenigen Kilometer pro Woche, immer noch auf Winterreifen. Also fix einen Termin vereinbart und die ersten Fahrten mit dem 9-Euro-Ticket genossen. Als Teilzeitautor sollte man viel öfter Öffis nutzen. (Bei uns aber fast alles fußläufig erreichbar.) Eine junge Frau putzte sich noch an der Haltestelle die Zähne und der Busfahrer war so gesprächig und freundlich, dass er sicherlich nicht aus meiner Heimatstadt stammt, sondern aus irgendeinem Paralleluniversum. Und dann konnte ich am Fluß noch einen Graureiher sehen! Direkt an der Straße! Auf dem Fluß der vor 30 Jahren eher noch durch "Baden verboten"-Schilder und dem einen oder anderen Ölfleck auffiel. Einfach schön! Diese "kleinen" Erfolge beim Umweltschutz und Co. muss man - um die eigene geistige Gesundheit zu erhalten - einfach mehr Beachtung schenken, wenn es in Sachen Klimakrise wieder nur viel Negatives zu erfahren gibt,



Keine Kommentare: