We’re excited to announce that Flickr has agreed to be acquired by SmugMug, the photography platform dedicated to visual storytellers.Sofort machte ich auf Twitter meinen Unmut Luft. (Die therapeutischen Effekte des Kurznachrichtendienst sollte man nicht unterschätzen!)
SmugMug has a long history of empowering people who love photography and who want to improve their craft, making them a perfect fit for Flickr and our creative community. With SmugMug, we’ll continue to focus on you, the Flickr members who inspire us all with your work.
Nothing will change immediately with regard to your Flickr account. You will still access Flickr with your current login credentials and you will have the same Flickr experience as you do now. We will continue to work to make your Flickrexperience even better.
We think you are going to love Flickr under SmugMug ownership, but you can choose to not have your Flickr account and data transferred to SmugMug until May 25, 2018. If you want to keep your Flickr account and data from being transferred, you must go to your Flickr account to download the photos and videos you want to keep, then delete your account from your Account Settings by May 25, 2018.
If you do not delete your account by May 25, 2018, your Flickr account and data will transfer to SmugMug and will be governed by SmugMug’s Terms and Privacy Policy.
Read more detailed FAQs about this transition on the Flickr Blog.
We’re happy that Flickr is your home for photography and we look forward to the next chapter in our adventure together as we join the SmugMug family.
Thanks,
The Flickr Team
Oh! #flickr macht zu? Als seit 13 Jahren zahlender Kunde muß ich erstmal kotzen. Wie werden sich erst die ganzen professionellen Fotografen fühlen?— Herr Rpunkt (@herrrpunkt) April 21, 2018
Ich setze das "Es ändert sich augenblicklich nichts." und das weiter unten aufgeführte Datum "25. Mai 2018" gedanklich in Beziehung. Und das brachte mein Blut in Wallung! Aber warum? Nicht nur weil ich Flickr seit 2005 als zahlenden Kunde sehr schätze, sondern mich von ihm auch sehr abhängig gemacht hatte, wie ich eigentlich erst in diesem Moment am besagten Samstag feststellte. Flickr dient mir als Backup-ort für meine wichtigsten Fotos, als Fotoalbum mit Passwortzugang für Familie und Freunde* und mit seiner Gruppen- und Kommentarfunktion und der wunderbaren Plattformsuche auch als Inspirationsquelle und Ort des Ideenaustauschs.
Zudem fand ich die Bedienungsoberfläche und die Apps stets brauchbar. In dieser Kombination der Feature ist für mich FlickR alternativlos. Hinzu kommt ein weiteres Problem: Ich habe eine Handvoll Webseiten, die sich aus meinen eigenen Fotopool bei FlickR bedienen. Spontan hatte ich wenig Böcke, die dutzende Verlinkungen zu suchen und zu ersetzen.
Meiner Gemütslage zwischen Panik und Amoklauf setzte erstmal Tim ein vorläufiges Ende, indem er mich auf die Pressemitteilung aus dem Haus Flickr/SmugMug aufmerksam machte, die ebenfalls GOLEM aufgriff. Auch im FAQ von SmugMug war man viel präziser als in der Kunden-E-Mail:
Meine erste Annahme, FlickR würde am 25. Mai 2018 seine Pforten schließen, schien also so nicht zu stimmen. Dies beruhigte mich einigermaßen, beschwichtigte mich aber nicht bis jetzt.
Denn wer läßt bitte so wichtige Meldungen an die Nutzer so mehrdeutig formulieren? Diese Art der Kundenkommunikation lässt böses für die Zukunft erahnen. Obwohl ich mittlerweile meinen Blutdruck runtergefahren habe, bleibt eine leichte Irritierung zurück. Und das Bewußtsein, wie abhängig man von bestimmten Anbietern ist. Um nicht zu sagen "ausgeliefert". Und das Zeitalter der Mietmodelle á la ,Software as a service‘ hat gerade erst begonnen. Die von Kiki am Ende letzten Jahres formulierte Forderung nach der Rückeroberung des Internets läßt sich also auch in diese Richtung erweitern. Ich bleibe besorgt.
*Dafür habe ich einen zweiten, kostenlosen Account erstellt, der mit mir "befreundet" ist und so auch auf nur für diesen Personenkreis zugängliche Fotos Zugriff hat. Die Logindaten habe ich dann an Freunde und Familie ohne FlickR-Account weitergegeben. Keine elegante, aber eine seit Jahren praktikable Lösung.



