Montag, Dezember 06, 2004

Weihnachten...

...naht, wenn man schon zwischen den PC-Keyboard-Tasten Tannennadeln findet.

Gruß

Was mich verwirrt? Wenn mich unser Admin um 17 Uhr mit den Worten "Mahlzeit!" begrüßt.

Kundenservice

Ich liebe es wenn der Tag so beginnt:
Es klingelt an der Büroeingangstür. Es klingelt ein zweites Mal. Oh, unsere Sekretärin Fr. Z. ist nicht da, denke ich und gehe zu Tür. Eine unbekannte Frau tritt herein.

Frau: (ohne Begrüßung, ziemlich arrogant): Ist Frau Z. da?

Ich: Guten Tag, Frau Z. ist momentan leider nicht da.

Frau: (arroganter) Wann ist sie wieder da?

Ich: Das weiß ich nicht.

Frau: (noch arroganter) Wer nimmt immer die Zeitung aus dem Briefkasten?

Ich: Normalerweise Frau Z.

Frau: (pampig) Wer nimmt immer die Zeitung aus dem Briefkasten?

Ich: Ich sagte, doch: Normalerweise Frau Z.

Frau: (wird zunehmend hysterischer) Irgendjemand muß doch die Zeitung aus dem Briefkasten nehmen? Ich stecke sie doch jeden Tag in den Briefkasten.

(Mir geht so langsam ein Licht auf. Die Dame, die weder gegrüßt, noch sich vorgestellt hat, ist wohl die Zeitungszustellerin.)

Ich: Das macht normalerweise Frau Z., ansonsten der Kollege, der den Schlüssel hat.

Frau: (Brüllt mich an.) Das kann doch nicht sein, irgendjemand muß doch die Zeitung aus dem Briefkasten nehmen. Ich frage Sie und bekomme nur dumme Antworten.

(Frau rennt brüllend auf den Flur und läßt die Eingangstür hinter sich zufallen. Ich zögere zwei Sekunden. Öffne die Tür und rufe ihr hinterher.)

Ich: Sagen Sie, mal, ist daß die neue Art, wie man mit Kunden umgeht?

Frau: (fängt an zu heulen) Das ist keine Art, wie man mir umgeht, mein Job ist in Gefahr und ich bekomme nur dumme Antworten.

Ich: (überwinde mich und bitte die Frau nochmal herein) Sagen Sie doch mal bitte, was denn nun eigentlich Ihr Problem ist!

Frau: Ich habe hier ein Schreiben von meinem Chef. Sie würden seit Anfang des Jahres keine Zeitung mehr bekommen, obwohl Sie dafür bezahlen. Ich stecke Sie doch jeden Tag in Ihren Briefkasten.

Ich: Ach so. Ich kann Ihnen damit nicht weiterhelfen, schreiben Sie mir bitte Ihre Telefonnummer auf. Ich gebe sie Frau Z. und diese ruft Sie dann zurück.

(Die Dame schreibt ihre Nummer auf und verläßt das Büro ohne sich zu bedanken, zu entschuldigen oder sich zu verabschieden.)

Drei Stunden später erfahre ich von unserer Sekretärin: Wir haben zum Kundenservice der Zeitung letzte Woche ein Fax mit der Nachricht geschickt, daß wir zum Anfang des Jahres die betreffende Zeitung abbestellt haben, sie aber noch jeden Tag im Briefkasten haben.

Wer so schlecht seine Probleme artikulieren kann, wie die Zeitungszustellerin, versteht auch keine Faxe von seinem Chef.