Ein Vogel fliegt vorbei.
Meine Nichte (19 Monate alt): "Krah!"
Meine Schwester: "Nein, das ist keine Krähe, sondern eine Möwe!"
Meine Nichte: "Uuuaaahhh!"
Meine Schwester: "Nein, nicht Löwe, M-Ö-W-E!
Dienstag, Juli 19, 2005
Montag, Juli 18, 2005
Es sollte nicht sein
Warum prallt ein Tourfavorit vor Beginn des Etappenfahrt in die Heckscheibe von Kummers Kombi? Warum wird er auf der 9. Etappe von einer Windböe erfasst, stürzt und zieht sich nochmals schmerzhafte Verletzungen zu? (...) Ein Esoteriker würde diese merkwürdige Pannenserie sofort entsprechend einordnen und behaupten: Ullrich war für den Toursieg nicht bestimmt.Und trotzdem war dies eine phantastische sportliche Leistung. Und es gab schon mal jemanden, der konnte seinen sportlichen Gegner nicht besiegen, "nur" bei der Popularität bei den Massen:
Es gab in Frankreich Radstars wie Jacques Anquetil, Louison Bobet und Bernard Hinault, alles mehrfache Tour-de-France-Sieger, und dennoch heißt der populärste Radrennfahrer aller Zeiten im Land der Gallier Raymond Poulidor. Die Grande Nation nennt den heute 68-Jährigen seit Ewigkeiten aber nur bei seinem von einem Journalisten erfundenen Kosenamen liebevoll "Poupou".
Keiner hat bislang so oft auf dem Podium in Paris gestanden wie Poulidor. Dreimal war er Zweiter, fünfmal Dritter bei seinen insgesamt 14 Rundfahrten zwischen 1962 und 76. Insgesamt 56.000 Kilometer hat er dabei zurückgelegt, sieben Etappen gewonnen, aber nie das Gelbe Trikot getragen. Einmal, 1973 beim Prolog in Scheveningen, fehlten ganze 80 Hundertstel einer Sekunde. Es waren die Anquetils, Aimars, Merckxs, Gimondis, Thevenets und Van Impes, die in Paris stets vor ihm jubelten.
Zur Legende ist die Rivalität zwischen Poulidor und Anquetil geworden. Immer schlug Maitre Jacques, "der Fahrer mit dem Rechenschieber", Poupou ein Schnippchen. Nur einmal war es umgekehrt: Als Anquetils kleine Tochter Sophie sprechen lernte, da war ihr erstes Wort nicht etwa Papa, sondern Poupou.
Rund 15 000 Autogramme schreibe er während einer Tour, erzählte einst Poupou, und laut Umfrage wünschten sich einmal 48% der Franzosen ihn als Gast zum Weihnachtsfest.
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