Der Verwaltungsangestellte (Heh!! Nicht lachen!!) Anton L. wacht eines morgens auf und stellt fest, daß alle seine Mitmenschen spurlos verschwunden sind. In den folgenden sehr unterhaltsamen 337 Seiten macht er sich auf, die Ursache der Katastrophe, seine Umwelt und sich selbst zu erkunden. Von der einen oder anderen unappetitlichen Stelle mal abgesehen, habe ich lange kein Buch mehr in der Hand gehabt, daß sich so gut an einem Stück lesen läßt.
Feuerstein ist wieder da. Nicht nur im TV mit "Pssst!" - wobei ich allerdings Elke Heidenreich sehr vermisse - sondern auch in den Buchläden mit "Frauen fragen Feuerstein". Na gut, der Band erschien schon im Februar des letzten Jahres, aber bisher hörte man nicht viel davon. Und ich muß sagen: Zurecht! Wer von "Feuersteins Reisen" begeistert war, ist von der lieblosen Zusammenstellung verschiedener Kolumnen und Artikel der letzten 40 Jahre - mit wenigen Ausnahmen - ziemlich schnell angenervt. Der negative Höhepunkt: Die namensgebende Kolumne "Frauen fragen Feuerstein".
Engelmann, Harri: Signale im Regen, Berlin 1988.
Wenn ich an einem Autoren einen Narren gefressen habe, gebe ich erst Ruche, wenn ich sein Gesamtwerk erschlossen habe. Mein jüngstes Opfer: Harry Engelmann und sein 1988er Debut "Signale im Regen" mit 12 herrlich unaufgeregten Charakterstudien. Da man diesen Band nur noch antiquarisch beziehen kann - meiner stammt ursprünglich aus der Stadt- und Kreisbibliothel Bitterfeld - würde ich, wenn ich die Wahl hätte einem Autoren einen Vertrag bei eimen der großen Verlage zu geben, nicht zögern und Herrn Engelmann vorschlagen. Allerdings sollte man bei dieser Gelegenheit auf die grässlichen Illustrationen der Erstauflage verzichten.
Neu im Bücherregal (V) vom 28. Dezember 2006.
Neu im Bücherregal (IV) vom 14. September 2006.
Neu im Bücherregal (III) vom 11. März 2006.
Neu im Bücherregal (II) vom 13. Januar 2006.
Neu im Bücherregal (I) vom 08. September 2005.



