Brecht ist für mich der wichtigste deutsche Dramatiker des 20. Jahrhundert. Niemand anderes faßte die Probleme seiner Zeit so konkret und vermittelte sie auch noch problemlos nachfolgenden Generationen. Und doch liebe ich auch seine Lyrik und nicht viele Gedichtbände machen mir so viel Freude, wie das Brechtsche, das ich ein schon vor einiger Zeit als Geschenk bekam:
Schwächen
Du hattest keine.
Ich hatte eine.
Ich liebte.
Friedman, Michel: Kaddisch im Morgengrauen, Aufbau-Verlag 2005, 17,90 EUR.
Kaddisch im Morgengrauen war für mich ein wichtiges Buch. Einfach um ein Phänomen zu verstehen, das oft aufgezeigt und selten erklärt wird: Die Folgen des Holocaust für die Kinder der Überlebenden. Ein emotionales, intimes Thema, welches in diesem kleinen Bändchen ebenso emotional wie intim behandelt wird. Da überrascht es schon, daß es vom streitbaren Journalisten Michel Friedman stammt. Und doch - oder gerade deshalb - ist es ein gutes Buch, auch wenn Friedman gelegentlich den Bogen überspannt und die Gefühlsbeschreibungen in seiner erdrücken Masse dann fast schwülstig wirken.
Saramago, Jose: Die Stadt der Blinden, Rowolth 1997, 21 EUR.
In einer namenlosen Stadt geht eine Seuche um, die Menschen auf einen Schlag erblinden läßt. Da es kein Heilmittel zu geben scheint, werden "Infizierte" in Lagern eingepfercht. Ein erschütternde, teilweise ekelerregende Schilderung darüber, was Menschen Menschen antun können. Ein Buch, das man wegen seines Inhalts eigentlich nicht mögen kann.
Neu im Bücherregal (VII) vom 1. Mai 2007.
Neu im Bücherregal (VI) vom 25. Februar 2007.
Neu im Bücherregal (V) vom 28. Dezember 2006.
Neu im Bücherregal (IV) vom 14. September 2006.
Neu im Bücherregal (III) vom 11. März 2006.
Neu im Bücherregal (IIb) vom 29. Oktober 2005.
Neu im Bücherregal (II) vom 13. Januar 2006.
Neu im Bücherregal (I) vom 08. September 2005.




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