Donnerstag, Februar 08, 2018

Mein Herz, ein Ort an dem die olympische Flamme lodert

Als jemand, der in den letzten Tagen der 1970er Jahre geboren wurde, sehe ich mich nicht unbedingt als DDR-Kind. Ich glaube, daß mich die Nachwendejahre mit seiner  - teils chaotischen - Transition vielmehr geprägt haben als die zehn Jahre meiner jüngsten Kindheit.

Es gibt da gewiss Ausnahmen, so weiß ich natürlich noch was Knusperflocken, Schlangestehen oder Pioniernachmittage sind. Und alle zwei Jahre kommt so eine Vorfreude in mir hoch: Die olympischen Spiele stehen vor der Tür!

Ja, ich gebe es zu: Mein Herz ist ein Ort, in dem die olympische Flamme lodert. Die Jugend der Welt kommt an einem Platz zusammen, zelebrieren Völkerfreundschaft, erweitern ihren Horizont und messen sich in fairen Wettkämpfen. Welch' schöner Traum! Ein Traum, den man bisher weder Sponsoren mit ihrer dümmlichen Werbung, noch Dopingvergehen, politischen Irrungen und Wirrungen oder auch fehlender Nachhaltigkeitskonzepte madig machen konnten.

Das erste sportliche Großereignis, daß ich bewußte wahrnahm und heute auch noch erinnere, waren die Spiele von Calgary 1988: Matti Nykänen, Wolfgang Hoppe, Bogdan Musiol und Jens Müller hießen meine Helden. Als 8jährigen schrieb ich jeden Tag den Medaillenspiegel in ein kleines Buch mit hartem, blauem Einband.

Und so sitze ich seitdem bei allen Spielen, ob Sommer, ob Winter vor dem Fernseher. Und freue mich auf Momente wie, die Siege von Bjørn Dæhlie...



... die Wiederauferstehung von Hermann Maier...



... die Tränen von Gunda Niemann....



... und zwischendurch vielleicht der eine oder andere musikalische Beitrag, den man sich sonst nicht anhören würde:



Halten Sie mich verrückt, aber ich freue mich verrückt auf die nächsten zwei Wochen und schaue schon mal sehnsüchtig auf das Autogramm von Oskars Melbardis und seiner Crew an meiner Pinwand.

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