Donnerstag, Mai 03, 2007

Familäre vs. externe Zwänge

(Junge, weibliche) Flughafensicherheitsbeamtin: Würden Sie bitte Ihren Gürtel öffnen?

Kollege: Würde ich ja gern, aber dann bekomme ich daheim Probleme mit meiner Frau...

Mittwoch, Mai 02, 2007

Endlich...

... mal 'ne Wiederholung die Spaß macht!

Dienstag, Mai 01, 2007

Neu im Bücherregal (VII)

Fforde, Jasper: Der Fall Jane Eyre, München 2004, 14,90 EUR.
Thursday Next heißt die Heldin der Romanreihe des walisischen Kameraassistenten Jasper Fforde. Spezialagentin Thursday Next, in etwa eine Mischung aus Lara Croft, Dana Scully und dem Wortschnittchen, ist in einem Groß Britanien tätig, das sich immer noch im Krimkrieg befindet, in dem man Luftschiffe Flugzeugen vorzieht und in dem das Buch das Referenzmedium ist und nicht das Fernsehen. Kein Wunder, daß es eine Spezialabteilung des Geheimdienstes SpecOps gibt, die sich "literarischen Verbrechen" widmet. In dieser etwas anderen Welt enfaltet Fforde eine spannende, erheiternde und phantasievolle Geschichte ohne so abgedreht und effekthascherisch zu sein wie Terry Pratchett oder Douglas Adams. Und wer von hintersinnigem Zitaten, wie "Können Sie sich einen Roman vorstellen, in dem die CHaraktere tatenlos herumsitzen und auf das Eintreffen der Hauptfigur warten? Das wäre wie Hamlet ohne den Prinzen!" nicht genug bekommen kann, dem sei gesagt: Es sind bereits drei Nachfolge Romane zu "Der Fall Jane Eyre" erschienen.

Boyes, Roger: My dear Krauts. Wie ich die Deutschen entdeckte, Ullstein 2006, 9 EUR.
Boyes, seit 1993 Korrespondent der The Times in Deutschland, geht in seiner Erzählung auf Entdeckungstour im deutschen Alltag. Allerdings lotet er nicht die Untiefen der intensiven deutsch-englischen Hassliebe aus, sondern stochert in langweiligen Klischees, wie der deftigen deutschen Küche, wie sie so wohl nur noch in einigen geschützten Reservaten vorkommt. Auch sonst wirkt das Buch unkreativ und unmotiviert und ist schlichtweg weder interessant noch erheiternd. Mal wieder ein klarer Elfmeter, der von englischer Seite verschossen wird.

Eisner, Will: Das Komplott. Die wahre Geschichte der Protokolle der Weisen von Zion, Dva 2006, 19,90 EUR.
Der 2005 verstorbene Will Eisner, Vater der "graphic novel", liefert mit "Das Komplott. Die wahre Geschichte der Protokolle der Weisen von Zion" erneut ein fest für die Augen. Leider verkommt die Abrechnung mit einer der abstoßensten Schmähschriften der Menschheitsgeschichte zu einem bloßen Abspulen von Namen und Jahreszahlen, ein mitreißender Plot fehlt. Der dauerhaft erhobene Zeigefinger stört, die ganze Darstellung wirkt verkrampt. Eigentlich wird im Band selbst nicht mehr Information gegeben, als das Umberto Eco schon in seinem Vorwort tut. Man kann sich ab da fast auf das Betrachten der erstklassigen Zeichnungen beschränken und sollte anschließend die Fachliteratur zu rate ziehen.

Neu im Bücherregal (VI) vom 25. Februar 2007.
Neu im Bücherregal (V) vom 28. Dezember 2006.
Neu im Bücherregal (IV) vom 14. September 2006.
Neu im Bücherregal (III) vom 11. März 2006.
Neu im Bücherregal (IIb) vom 29. Oktober 2005.
Neu im Bücherregal (II) vom 13. Januar 2006.
Neu im Bücherregal (I) vom 08. September 2005.