Montag, Oktober 22, 2018

Montagsfrage #8 – Bibliothekennutzung

Leihst du Bücher aus Bibliotheken aus? Wenn ja: warum, wenn nein: warum nicht? 

Ja! Denn wir haben eine wunderbare öffentliche Bibliothek: Nettes Personal, ein kleines aber feines Sortiment und angenehme Öffnungszeiten (samstags!). Entleihen tue ich v.a. Fachliteratur (Stadtgeschichte), online oder fürs Kind. Also eher Dinge, die ich nicht kaufen würde (da ich sie nur einmal lese) oder kann (Fachliteratur ist manchmal schweineteuer oder auch einfach vergriffen).

Mittwoch, Oktober 17, 2018

Montagsfrage #7 - Rezensionen

Es ist zwar nicht mehr Montag, aber immerhin auch ein Wochentag mit "M". Warum also nicht noch schnell die "heutige" Frage beantworten:

"Schreibst du überwiegend Rezensionen über Bücher, die dir gefallen, oder auch über Bücher, die dir nicht gefallen?"

"Rezension" ist vielleicht etwas hochtrabend für die kurzen Einschätzungen, die ich - früher im Blog und auf Lovelybooks, heute bei Goodreads - im Internet festhalte, aber ja, jedes Buch, das ich gelesen habe, bekommt eine kurze Bewertung. Denn obwohl ich, wie der Herr Kowski, ordentlich vorfiltere, gibt es doch ab und zu etwas, was ich ganz schrecklich finde. In diesem Jahr ist mir etwa "Dienstags bei Morrie*" in außerordentlich schlechter Erinnerung geblieben.

Ein netter Nebeneffekt ist, daß solche Listen auch eine toller Erinnerungsstüze für einen selbst sind, z.B. wenn man ein gutes Buch als schnelles Geschenk sucht. (An dieser Stelle fiel mir zum ersten Mal ein, daß man vielleicht bestimmten Menschen im Umfeld auch einfach super schlechte Bücher schenken könnte...)

Mittlerweile  führe ich sogar über die Kinderbücher "Protokoll", vielleicht folgen auch irgendwann mal eine "Sammelempfehlung" im vernachlässigten Elternblog.

Insgesamt betrachtet ist meine Leseliste ein sehr bunter Haufen, da ich selbst meine gelegentlichen Ausflüge in die Comicwelt - zuletzt las ich mich ein bißchen in Spirou ein - dort verzeichnet sind.

P.S. Für Filmrezensionen verwende ich übrigens Letterboxd. Auch ganz nett!

Dienstag, Oktober 09, 2018

Stöckchenrevival #ourhouse

Früher - also so um 2005 - flogen ab und zu Stöckchen durch die Blogosphäre. Das war ein schöner Brauch, denn so kam man ins Erzählen mit den paar Verrückten, die wie man selber, regelmäßig ins Internet schrieben. Kürzlich weinten Hulalena und ich dieser Tradition hinter. Warum diesen Brauch also nicht wieder aufnehmen? Am liebsten mochte ich Stöckchen, die (vielleicht schon fast etwas zu) persönlich waren, bei denen man etwas über die Menschen und ihre Lebenssituation erfuhr. Also habe ich so ein Stöckchen rund ums Wohnen gestrickt. Kürzlich berichtete ja das Wortschnittchen  Interessantes über ihre Wohnsituation und auch bei mir war das schon einmal Thema.

Ich wohne zur Miete auf 95qm mit meiner Frau, zwei Kindern, einer Katze und ziemlich viel Büchern und Legosteinen.

Ich mag besonders die hohen Decken, den Zuschnitt der Zimmer, den Parkettboden, die dicken, gemauerten Wände, den großen Dachboden (20qm!) und die Innenstadtlage durch die man alles fußläufig erreicht.

Dahingegen nerven die Parkplatzsituation, der fehlende Aufzug (72 Stufen, fast immer mit einem der Kinder auf dem Arm), eine ausstehende Sanierung des Bads und der Toilette durch den Vermieter (zuletzt ca. 1998), sowie die halbjährliche Überflutung des Kellers nach Starkregen.



Mein Lieblingsplatz ist auf der Couch mit dem Blick auf die Häuser auf der anderen Straßenseite. Ja, ich bin eher von der gemütlichen Sorte..

Der seltsamste Gegenstand in meiner Wohnung ist dieses Inklinometer. Als mein Vater noch zur See fuhr, brachte er allerlei ausgemustertes seemännisches Gerät mit: Ein Fernrohr, eine alte Schiffsuhr, diverse Seekarten, einen Kartenzirkel...



Die Nachbarn setzen sich bei uns aus zwei alten Ehepaaren, zwei WGs, einer alleinstehende alte Dame, drei Familien mit kleinen und zwei mit großen Kindern zusammen. Die Seele des Hauses ist Herr H., ehemaliger Ingenieur, 88 Jahre alt und munterer Zeitgenosse, der mit wunderbaren thüringischen Dialekt auch nach Jahrzehnten im Norden immer noch einen "Schönen guden Dag!"wünscht und den man oft laut lachen hört. Er betont immer, daß er nicht seit Anfang an in unserem Haus wohnt, sondern erst seit 1960.
Von eher nerviger Natur ist Frau M. Mitte 70, mit wenigen Hobbies außer dem einen: Sich hinter verschlossener Tür zu verstecken und darauf zu warten, daß ein Nachbar vorbeiläuft um ihm dann ein Gespräch z. B. über ihren letzten Zahnarztbesuch aufzudrängen. Man würde sie ja trotzdem  mal zum Kaffee einladen, wäre sie nicht zusätzlich sehr aufdringlich und anmaßend. Letztes Jahr hatte sie sich ein Bein gebrochen. Sie ist aber inzwischen genesen. Es sind nur böse Gerüchte, daß sie jemand die Treppe heruntergeschubst haben soll...

Der letzte Umzug war ziemlich verrückt und beinhaltete das Streichen einer kompletten 65qm Wohnung innerhalb eines Tages, der Ankunft in der neuen Wohnung und den Abflug nach Australien innerhalb von 1 1/2 Tagen. Ein Megastress, trotz Umzugsfirma, auch weil unsere Vormieterin uns erst eine Woche nach dem vereinbarten Termin in die neue Wohnung ließ.

Der nächste Umzug läßt hoffentlich noch auf sich warten. Allerdings bräuchten wir ein Zimmer mehr, wenn das große Kind in ein paar Jahren in die Schule kommt. Wir haben zwar eine große Grundfläche, aber die Wohnung ist für zwei Kinderzimmer zu ungünstig geschnitten.

Ich werfe dieses Stöckchen zu Hulalena (der guten alten Zeiten Willen) und zu Herrn Kowski (weil er mich sonst immer zu irgendwelchem Quatsch anstiftet) und hoffe, daß es beide aufnehmen. Natürlich dürfen auch alles anderen Leserinnen und Leser den Faden hier aufnehmen!