Samstag, Oktober 17, 2020

Star Trek: Discovery - Staffel 3 = Auwei?

Star Trek: Discovery war ja schon mehrfach Thema hier und obwohl mir einzelne Elemente der ersten zwei Seasons gefielen (Mirror Universe in der ersten Staffel) oder sogar Begeisterungsstürme bei mir entfachten (Spock! Pike!! Number One!!! in Staffel 2) hat es "Disco" bisher nicht in die Top 4 meiner liebster Star Trek Serien geschafft.

Da mich auch Picard nicht wirklich vom Sessel gerissen hatte, dachte ich schon, ich bin jetzt vielleicht in dem Alter angelangt, wo man allem Neuen mit Verbitterung begegnet und auch sonst die Freude an allem Schöne und dem Leben an sich verliert. ;)

Aber nein, die erste Staffel der neuen Serie Star Trek: Lower Decks brachte mein Fanherz zum freudigen Hüpfen. (Ein Umstand, den ich sicherlich noch an anderer Stelle thematisieren werde.) 

Und so machte ich mir große Hoffnung, daß durch die erste Folge der dritten Staffel von Discovery vielleicht auch der Funke zu mir überspringen würde. (So waren etwa die geschätzten Herren Merlin & Kowski Disco bisher aufgeschlossener gegenüber als ich.)  Die Chancen auf einer Meinungsänderung meinerseits  standen dafür gut, denn jetzt wo sich Burnham und Co. sich weit entfernt von Heimat und dem eigenen Jahrhundert befanden, mußten sich die Showrunner auch nicht mehr so extrem mit dem Star Trek Kanon herumschlagen, der für diese anscheinend immer mehr Last als Arsenal für neue, tolle Geschichte war. Die Landschaft ist also quasi geebnet, die Möglichkeit da neue Erzählgebäude zu errichten.

(Spoiler!) Die Erzählung der neuen Staffel setzt auch sofort da ein, wo wir die DISCO-Crew zuletzt verlassen hatten. Burnham fällt mehr durch ein Wurmloch als sie durchfliegt, kollidiert mit einem fremden Raumschiff und stürzt auf einem Planeten ab, nicht ohne das andere Raumschiff mit "abzuschießen". Book, der fremde Raumschiffpilot und sie begeben sich auf der Suche nach dem nun dringen benötigten Dilithium, um sein Fluggerät zu reparieren...

Ich würde gerne vor Freude in die Hände klatschen, aber dieser Staffelbeginn war sehr mau. Ich wäre schon erfreut, wenn mein einziger Kritikpunkt die weiterhin "seltsame" Optik der Serie wäre. (Diesmal hat man das Erscheinungsbild der Andorianer verhunzt.) Viel schlimmer finde ich, daß die Drehbuchautoren weiterhin nicht in der Lage sind, dem Hauptcharakter Burnham irgendwie Leben einzuhauchen. Das ist echt eine Leistung das bei einer Schauspielerin dieses Kalibers hinzubekommen. Die Hintergrundgeschichte der vulkanische Erziehung führt einfach nur dazu, daß fast jede Regung der Figur zu hölzern, zu ernst, zu aufgesetzt wirkt. Hätte man aus dem Charakter eine "richtige" Vulkanierin gemacht, wäre meine emotionale Distanz zu Figur vielleicht nicht ganz so groß. So finde ich so irreal, daß ich nicht mal glaube, daß sie z.B. irgendwann mal auf Klo muß. Das Fehlen des Rests der Crew macht die Sache noch schlimmer. 

Worüber habe ich mich noch geärgert? Zum Beispiel über exzessive, sinnlose Ballerei bei dem 20 Söldner nicht in der Lage sind die beiden Helden auszuschalten. Könnte ich das noch als Tribut an die Fernsehgewohnheiten der Gegenwart akzeptieren, fand ich den zusätzlichen, triefenden Sternenflottenpathos fast unerträglich. 

Gefallen hat mir allerdings der Charakter des Book, die Idee des Umweltschutzes und die der Sternenflotte als Bewahrerin von Werten in der Galaxie und natürlich Andorianer und Morns Verwandtschaft. 

Natürlich werde ich Discovery weiterschauen. Erstens weil die Qualität bei der Serie bisher ein einziges auf und ab ist und weil ich natürlich wissen möchte, wie es mit dem Star Trek Universum weitergeht. Wenn Discovery allerdings keine Star Trek Serie wäre, wäre ich nach dieser Episode ausgestiegen. Es war alles zu hölzern, zu pathetisch, zu gediegen und allgemein hat man das Gefühl, daß sich die Serie einfach selbst viel zu ernst nimmt. 

Aber das ist meine Meinung über die ich sehr gerne diskutiere. Hier in den Kommentaren oder auf Twitter.

Samstag, September 05, 2020

Rpunkt spielt... Townscape (Steam)

Zur Entspannung am Abend kann man sich auf der Couch fläzen, oder puzzeln, oder zeichnen, oder abwaschen, oder Yoga machen oder einfach zu "Townscape" greifen.

Ja, ein Computerspiel wäre jetzt auch nicht mein erster Gedanke gewesen, wenn man auf der Suche nach Zen ist, aber dann ist mir Townscape über den Weg gelaufen, welches eher Spielzeug als Spiel ist.

Für ganze 4,99€ bekommt man ein Game, daß ganz ungewöhnlich beginnt. Man hat eine Wasseroberfläche, seine Maus und eine Farbpalette. Und dann klickt man irgendwo hin und beginnt somit seine eigene Inselwelt zu erschaffen. Keine Feinde, keine Ressourcen, keine Punkte. Entspannend und süchtig machen zugleich. Wer z.B. auf Twitter nach Townscape sucht, wird viele, viele tolle Fotos von Inseln finden. 

Aber laßt Euch am Anfang davon nicht "einschüchtern" sondern klickt auf Eurer eigenen Insel einfach mal fröhlich drauf los! Es ist ein entspannender Mordsspaß!

(P.S. Bad North vom gleichen Macher ist übrigens für Strategiefreunde auch zu empfehlen.)

Freitag, Juli 10, 2020

Rpunkt kann nicht zeichnen... (möchte es aber lernen) - Teil 2

Kürzlich berichtete ich, wie ich begann, zum Zeichenstift zu greifen.

In der Tate Gallery findet man von mir leider immer noch nichts, aber ich merke, wie entspannend das Ganze ist und daß die Zeichnerei tatsächlich ganz langsam teil meiner Alltagsroutine wird. Anscheinend kann man im Alter nicht nur negative Angewohnheiten entwickeln.

Ich erwähnte ja schon, daß ich zunächst mit dem Finger auf dem iPad/iPhone (Tayasui Sketches) zeichnete. Mittlerweile nutze ich aber mein Lenovo Yoga mit Stift und meistens dem kostenlosen Autodesk SketchBook. Natürlich hat das Zeichnen mit Soft- und Hardware-Unterstüzung Nachteile, wie Kiki hier schön, augenzwinkernd darstellt:



Aber mir - Was ist das Gegenteil von Naturtalent? Zeichnerischen Rumpelfuß? -  gab die Möglichkeit von Strg-Z und dem Zwischenspeichern genug Selbstvertrauen, um in der Anfangszeit viel herumzuprobieren.

Und da ich gelegentlich zu Übermut und Größenwahn neige, versuchte ich mich letztes Jahr gleich an einem kleinen Büchlein, daß unsere Tochter  zum vierten Geburtstag bekam.


Das war ein anstrengendes Projekt, aber ich fand es auch sehr befriedigend mich einmal nicht nur durchs Geschriebene auszudrücken.

Seit dem Herbst nehme ich nun auch häufiger "richtige" Stifte in die Hand. Wobei ich mich langsam von dem sehr günstigen Zeichenschrott von FlyingTiger zu besseren Materialien wie einem - inzwischen innig geliebten - Platinum Füller* vorarbeite.

Als hilfreiche Anleitung empfinde ich dabei "Die große Zeichenschule" von Hans Daucher und auch den einen oder anderen Kurs bei Domestika.

Und damit mir nicht langweilig wird, bekam ich von meiner lieben Frau zu Weihnachten die nächste kreative "Zeichenaufgabe" gestellt. Für das Sketchbookproject der Brooklyn Art Library muß ich bis August ein Skizzenbuch füllen und nach NYC senden. Fortschritte könnt ihr Euch zukünftig auf einem eigenem Instagramaccount anssehen.

Und vielleicht probiere ich auch anschließend weiter dort herum und berichte gelegentlich auch mal wieder im Blog über meine Fortschritte.

Ich persönlich freue mich jedenfalls, daß ich nicht der Einzige bin, der sich auf Papier ausprobiert und grüße hiermit herzlich die #kleineKunstklasse.