Montag, November 09, 2020

8. November 2020 - LFC, Falscher Prinz, Twitch, Kinderbuch

Nachgedacht 

Ich habe da so eine Sehnsucht. Nicht nur nach den Freunden in Australien und Estland, die wir mittlerweile 1 1/2 bzw. fast 3 Jahre nicht gesehen haben, sondern eine etwas seltsamere: Die Sehnsucht nach dem Internet von 2005. Einem Ort, wo alles etwas heimlicher war, persönlicher, weniger überrannt, nicht ganz so oberflächlich. Einen Platz, wo man sich über jeden guten Content freute (und auch nicht ewig danach suchen mußte). 

Klar, ein paar Blogs schaffen noch, dieses Gefühl zu vermitteln,  etwa der des Herrn Buddenbohm, der von Mr. Fantastisches Bloggen, dem lieben Roland oder der von Kiki*. Letztere schrieb allerdings kürzlich einmal mehr darüber, daß sie mittlerweile weniger Spaß am Schreiben hat als ich am Lesen. Was kann man da tun? Dankbar sein für die vielen schönen Texte? Ja. Traurig sein? Vielleicht. Aber man kann sich auch an die eigene Nase fassen, und vielleicht auch ein bißchen von dem Content erstellen, den man im Netz selbst mehr sehen würde. 

Ich werde mich also im November mal mit täglichen Tagebuchbloggen versuchen und wenn das Experiment gelingt, es 2021 fortführen. 

Und vielleicht haben ja auch andere Lust meinem Beispiel im neuen Jahr zu folgen? (Ich winke mal der lieben Fi, Herrn Kowski und Merlin.)

Zubereitet

Die polnischen Freunde hatten sich angekündigt, also beschloss ich fix einen "Falschen Prinzen" (manche nennen ihn auch Teufelskuchen) zusammenzurühren. Ein Rezept, welches in unserer Familie seit 40 (?) Jahren allerdings mit Zuckerguß (und nicht mit Schokoladenguß) gebacken wird: Immer ein Hit. 

Angesehen

Nachdem gestern der Besuch gegangen war habe ich das erste Mal mit beiden Kindern eine Halbzeit Fußball gesehen. Es spielte die Citizens gegen "meinen" LFC. Das Spiel war spannend genug, um wenigstens die Große (5) zu begeistern. Sie möchte unbedingt mal wieder ins Stadion. Ich hoffe, das ist im Frühling wieder ohne allzu schlechtem Gewissen möglich. (Mir reichen momentan schon die Massen beim Lebensmitteleinkauf.) Während des Spiels fiel mir auf, daß ich nach langer Zeit mal wieder einen wirklichen Lieblingsspieler habe: Mo Salah. Fußball ist halt immer noch wichtig. 


Am Abend schaute ich das zweite Mal im meinem Leben auf Twitch vorbei, denn Scheinprobleme versuchte sich an Die Sims 4. Ich hatte zwar nur 20 Minuten Zeit, aber diese waren doch sehr unterhaltsam. Vor 30 Jahren war beim Spielen zusehen nicht so unterhaltsam. Ich mochte das Rumgeblödel im Chat, er tröstete auch darüber hinweg, daß ich meine gut gefüllte Steam-Binliothek  seit fünf Jahren nicht angefaßt habe. Aber irgendwann sind die Kinder auch größer. 

Projekte 

Manchmal muß man nur einen Absatz neu schreiben und schon hat man beim ganzen Kapitel ein besseres Gefühl. So ging es mir heute beim Herzensprojekt, dem Kinderbuch. Ich nehme mir immer viel mehr vor, als ich umsetzen kann, aber am Wochenende könnte das Manuskkript tatsächlich zum Lektorat gehen. (Und natürlich zu meinem Illustrator des Herzens <3)

Fußnoten

*Ja, mir fällt auf, daß ich im letzten Jahr sehr häufig auf Kikis Blog Bezug nehme. Ich finde ihn immer inspirierend, schön geschrieben, toll gestaltet mit ihren Fotos und Zeichnungen und gern auch mal streitbar. Ich kann andere Meinungen sehr gut aushalten, wenn die Gegenseite an echtem Austausch interessiert ist. Das Gefühl habe ich bei Kiki immer. 

P.S. 

Gewöhnt Euch schon mal an fehlende Endungen, Tippfehler etc. Das wird definitiv nicht besser, wenn ich hier jetzt versuche jeden Tag ein paar Zeilen, d.h. deutlich weniger als bei diesem ersten Eintrag, ins Netz zu tippen. Aber die neue, kurze Form führt vielleicht auch dazu, daß weniger Posts im Entwürfeordner verrotten, sondern gleich das Licht der Internetwelt erblicken.

Samstag, Oktober 17, 2020

Star Trek: Discovery - Staffel 3 = Auwei?

Star Trek: Discovery war ja schon mehrfach Thema hier und obwohl mir einzelne Elemente der ersten zwei Seasons gefielen (Mirror Universe in der ersten Staffel) oder sogar Begeisterungsstürme bei mir entfachten (Spock! Pike!! Number One!!! in Staffel 2) hat es "Disco" bisher nicht in die Top 4 meiner liebster Star Trek Serien geschafft.

Da mich auch Picard nicht wirklich vom Sessel gerissen hatte, dachte ich schon, ich bin jetzt vielleicht in dem Alter angelangt, wo man allem Neuen mit Verbitterung begegnet und auch sonst die Freude an allem Schöne und dem Leben an sich verliert. ;)

Aber nein, die erste Staffel der neuen Serie Star Trek: Lower Decks brachte mein Fanherz zum freudigen Hüpfen. (Ein Umstand, den ich sicherlich noch an anderer Stelle thematisieren werde.) 

Und so machte ich mir große Hoffnung, daß durch die erste Folge der dritten Staffel von Discovery vielleicht auch der Funke zu mir überspringen würde. (So waren etwa die geschätzten Herren Merlin & Kowski Disco bisher aufgeschlossener gegenüber als ich.)  Die Chancen auf einer Meinungsänderung meinerseits  standen dafür gut, denn jetzt wo sich Burnham und Co. sich weit entfernt von Heimat und dem eigenen Jahrhundert befanden, mußten sich die Showrunner auch nicht mehr so extrem mit dem Star Trek Kanon herumschlagen, der für diese anscheinend immer mehr Last als Arsenal für neue, tolle Geschichte war. Die Landschaft ist also quasi geebnet, die Möglichkeit da neue Erzählgebäude zu errichten.

(Spoiler!) Die Erzählung der neuen Staffel setzt auch sofort da ein, wo wir die DISCO-Crew zuletzt verlassen hatten. Burnham fällt mehr durch ein Wurmloch als sie durchfliegt, kollidiert mit einem fremden Raumschiff und stürzt auf einem Planeten ab, nicht ohne das andere Raumschiff mit "abzuschießen". Book, der fremde Raumschiffpilot und sie begeben sich auf der Suche nach dem nun dringen benötigten Dilithium, um sein Fluggerät zu reparieren...

Ich würde gerne vor Freude in die Hände klatschen, aber dieser Staffelbeginn war sehr mau. Ich wäre schon erfreut, wenn mein einziger Kritikpunkt die weiterhin "seltsame" Optik der Serie wäre. (Diesmal hat man das Erscheinungsbild der Andorianer verhunzt.) Viel schlimmer finde ich, daß die Drehbuchautoren weiterhin nicht in der Lage sind, dem Hauptcharakter Burnham irgendwie Leben einzuhauchen. Das ist echt eine Leistung das bei einer Schauspielerin dieses Kalibers hinzubekommen. Die Hintergrundgeschichte der vulkanische Erziehung führt einfach nur dazu, daß fast jede Regung der Figur zu hölzern, zu ernst, zu aufgesetzt wirkt. Hätte man aus dem Charakter eine "richtige" Vulkanierin gemacht, wäre meine emotionale Distanz zu Figur vielleicht nicht ganz so groß. So finde ich so irreal, daß ich nicht mal glaube, daß sie z.B. irgendwann mal auf Klo muß. Das Fehlen des Rests der Crew macht die Sache noch schlimmer. 

Worüber habe ich mich noch geärgert? Zum Beispiel über exzessive, sinnlose Ballerei bei dem 20 Söldner nicht in der Lage sind die beiden Helden auszuschalten. Könnte ich das noch als Tribut an die Fernsehgewohnheiten der Gegenwart akzeptieren, fand ich den zusätzlichen, triefenden Sternenflottenpathos fast unerträglich. 

Gefallen hat mir allerdings der Charakter des Book, die Idee des Umweltschutzes und die der Sternenflotte als Bewahrerin von Werten in der Galaxie und natürlich Andorianer und Morns Verwandtschaft. 

Natürlich werde ich Discovery weiterschauen. Erstens weil die Qualität bei der Serie bisher ein einziges auf und ab ist und weil ich natürlich wissen möchte, wie es mit dem Star Trek Universum weitergeht. Wenn Discovery allerdings keine Star Trek Serie wäre, wäre ich nach dieser Episode ausgestiegen. Es war alles zu hölzern, zu pathetisch, zu gediegen und allgemein hat man das Gefühl, daß sich die Serie einfach selbst viel zu ernst nimmt. 

Aber das ist meine Meinung über die ich sehr gerne diskutiere. Hier in den Kommentaren oder auf Twitter.

Samstag, September 05, 2020

Rpunkt spielt... Townscape (Steam)

Zur Entspannung am Abend kann man sich auf der Couch fläzen, oder puzzeln, oder zeichnen, oder abwaschen, oder Yoga machen oder einfach zu "Townscape" greifen.

Ja, ein Computerspiel wäre jetzt auch nicht mein erster Gedanke gewesen, wenn man auf der Suche nach Zen ist, aber dann ist mir Townscape über den Weg gelaufen, welches eher Spielzeug als Spiel ist.

Für ganze 4,99€ bekommt man ein Game, daß ganz ungewöhnlich beginnt. Man hat eine Wasseroberfläche, seine Maus und eine Farbpalette. Und dann klickt man irgendwo hin und beginnt somit seine eigene Inselwelt zu erschaffen. Keine Feinde, keine Ressourcen, keine Punkte. Entspannend und süchtig machen zugleich. Wer z.B. auf Twitter nach Townscape sucht, wird viele, viele tolle Fotos von Inseln finden. 

Aber laßt Euch am Anfang davon nicht "einschüchtern" sondern klickt auf Eurer eigenen Insel einfach mal fröhlich drauf los! Es ist ein entspannender Mordsspaß!

(P.S. Bad North vom gleichen Macher ist übrigens für Strategiefreunde auch zu empfehlen.)