Geärgert
Ein dienstliches Projekt, daß uns vor zwei Jahren aufgezwungen wurde und in das ich viel zu viel Zeit für Nichts investieren mußte, implodiert gerade. Und das so richtig. Und genau so, wie ich es 2018 vorher gesagt hatte. Aber es war für einige Personen im Management einfacher, die Augen zu verschließen und meine Warnungen als Paranoia oder Pessimismus abzutun. Oder einfach bis zum bitteren Ende an der eigenen Interpretation der Wirklichkeit festzuhalten, weil alles andere sehr unangenehm gewesen werden. Nun stehen wir vor einer sehr unangenehmen Situation, die nur auf höchster Ebene gelöst werden kann. Daß dies zu unserem Gunsten passiert, ist sehr unwahrscheinlich und würde voraussetzen, daß man die eigene Machtposition mal realistisch einschätzt und nicht ,wie stets in unserer Organisation, viel zu hoch. Das werden bzgl. dieses Vorgangs noch ein paar unangenehme Monate.
Gelesen
Zu unserem Abendritual gehört das Lesen von Gute-Nacht-Geschichten. Das große Kind - mittlerweile schon 5 - folgt dabei schon seit einer ganzen Weile längeren Geschichten, was dazu führt, daß ich die Gelegenheit habe, Bücher, die ich seit Jahrzehnten nicht mehr in der Hand hatte bzw. teilweise noch gar nicht kenne, erneut oder erstmalig vorzulesen.
Abgeschlossen haben wir gerade James Krüss' "Die Glücklichen Inseln hinter dem Winde*", ein wundersames Buch über eine ungewollte Seereise zu einer Inselgruppe mit sprechenden Tieren, ungewöhnlichen Bräuchen und aberwitzigen Transportmethoden. Auch 60 Jahre nach der Veröffentlichung funktioniert das Buch wunderbar. Nur die Gestaltung des Umschlags und die Illustrationen der aktuellen Ausgabe fallen weit hinter den Büchern aus den 1960er zurück.
Anschließend wollten wir mit der "Smaragdenstadt-Reihe" von Alexander Wolkow beginnen, aber das war dem Kind noch zu gruselig, also machen wir erstmal mit den "Geschichten aus dem Mumintal*" weiter. Tove Jansson geht immer, auch wenn die späteren Werke eher doch "Kinderbücher für Erwachsene" sind..