Dienstag, Dezember 29, 2020

21.-28.12.2020 Weihnachtszeit

Die Feiertage waren in unserem Hause sehr beschaulich. Und ich hoffe, die gemütliche Zeit unter dem Weihnachtsbaum wird noch ein bißchen fortgeführt.

Dabei kam natürlich das #Tagebuchbloggen etwas zu kurz. Ein paar Dinge, die mir aus der letzteb Woche im Gedächtnis blieben, halte ich hier trotzdem fest.

Geschrieben

Bei der Weihnachtspost war ich 2020 sehr lahm. Die letzten Karten werden erst jetzt das Hause verlassen. Aber ich bin mir sicher, daß bei unseren Freundinnen und Freunden der Gedanke zählt und nicht unbedingt der Poststempel.

Die vielleicht coolste Jahresendpost, die mich selbst erreichte, kam von Herrn Kowski. Ganz viel Liebe hierfür.


Gefeiert

Wie alle verantwortungsvolle Menschen haben wir die sozialen Kontakte über die Feiertage minimiert. Trotzdem war es toll mit den Freunden von der südlichen Erdhalbkugel zu sprechen oder die engste Familie zu sehen.

Geschenkt

Präsente gab es en masse. Die Kinder freuten sich über eine Lego-kompatibles Octopod und ich über ein Akupressurmatte, einen Raspberry Pi und wir alle über jede Menge Lesestoff. (Dazu ein anderes Mal mehr, wenn ich meinen Stapel "abarbeite".)

Gespielt

Das größere Kind bekam auch noch die Junior-Variante von Catan geschenkt, deren Regeln sie mit ihren 5 1/3 Jahren schon gut folgen kann. Vier Runden spielten wir in den ersten zwei Tagen. Ein großer Spaß und eindeutig eine Empfehlung! 

Geschlemmt

Am Heiligabend gab es für mich Magenschmerzen, aber Mamas leckere Gans am 1. Weihnachtstag habe ich - Mops sei Dank - trotzdem nicht verpasst. Am 25. habe ich dann Moussaka zubereitet, in Anbetracht der verspeisten Mengen, war diese wohl auch nicht so schlecht.

Ausprobiert

Als Werbemaßnahme für das 2021 erscheinende Kinderbuch habe ich mich etwas ausgiebiger mit Twitch beschäftigt. Bei der ersten Lesung hatte ich zwischendurch bis zu 36 Zuschauer und über 70 Personen haben sich innerhalb des ersten Tages die Aufzeichnung der "Veranstaltung" angesehen. Aber nicht nur die "Flächenwirkung" war sehr erfreulich. Dank der Freunde aus D, FI, AUS, RO, EE etc. pp. gab es eine wohlige Atmosphäre, so wie man es von einem virtuellen Lagerfeuer erhofft. Ich habe mich sehr gefreut und aufgrund des sehr positivem Feedbacks folgt definitiv eine fortsetzung.

Rein technisch ist Twitch (und das kostenlose OBS Studio) sehr stabil und einfach zu bedienen, wenn man sich ein bißchen für Soft- und Hardware interessiert. Nur den Delay zwischen Audio und Video muß ich beim nächsten Mal abstellen. 

Montag, Dezember 21, 2020

20.12.2020 Sonntag

Frikassee gekocht, drölfhundert Geschenke eingepackt und unterm Weihnachtsbaum zwei Fälle aus Sherlock Holmes Abschiedsvorstellung gelesen. 



Sonntag, Dezember 20, 2020

19.12.2020 - Weihnachtsbebaumt

Ich machte am Freitagnachmittag den strategischen Fehler, dem Kind (5) zu sagen, daß wir beide am Samstag einen Weihnachtsbaum kaufen werden. Nächstes Mal konsultiere ich vor solchen Aussagen besser noch einmal meinen Pressesprecher, denn nach meiner Ankündigung gab es kein Halten beim Kind mehr, Aufregung pur. (Dabei hatte ich definitiv nicht „Das tritt nach meiner Kenntnis … ist das sofort, unverzüglich.“ gesagt.)

Eigentlich hätte man sich das trotzdem denken können, denn in unserem Hause gibt es nur alle zwei Jahre einen Baum und zwar in den Jahren, wenn wir die Weihnachtsfeiertage in Deutschland verbringen. Bei der Familie in den Karpaten wird der Baum allerdings auch nicht gekauft, sondern wird dort - zusammen mit den Geschenken - fertig geschmückt von den Weihnachtsengeln gebracht. (Für unsere Kinder klappt es übrigens gut, daß es hier einen Weihnachtsmann und dort die Engel gibt. Es existieren so viele Dinge, die in beiden Kulturen anders sind, da kann man diesen einen weiteren Unterschied wohl ebenfalls problemlos akzeptieren.) 

Jedenfalls war das Kind so aufgeregt, daß wir zwei Stunden nach meiner Ankündigung in das Familienraumschiff steigen mußten, um auf einer Außenmission zur nahen Weihnachsbaumverteilstation ein Gehölz zu besorgen. Als Altbaumieter (Anmerkung für die Leserschaft: Kein doppeltes "M" hier!) hatte ich einen Baum im Visier, der meinem Ebenbild entsprach: Groß und schlank! *hust* 

Das passende Objekt war schnell gefunden, auch weil wir die einzigen Kunden waren. Was ich nicht bedacht hatte war, daß ich den langen Baum, mich und zudem auch das Kind noch irgendwie in den Wagen bekommen mußte. Ja, das Kind war das schwächste Glied in der Kette, aber es hier zurückzulassen, war dann doch keine Option. Einerseits hatten wir uns sehr an sie gewöhnt und zweitens würden beim Baumschmücken noch alle Hände gebraucht werden. Das Kind wurde also auf den anderen, viel zu kleinen Kindersitz gesetzt, ordentlich vertaut und - um die Meckerei zu unterbinden - mit einer Tüte Pommes versorgt. Pädagogik, StVO und Erziehung kann ich!

Daheim angekommen erzählte das Kind allerdings trotzdem, daß ihr geliebter Vater einen viel zu großen Baum gekauft hätte, weil das Kind selbst fast gar nicht mehr in das Auto gepaßt hätte. Wenigstens war es spät genug, den Nachwuchs sogleich ins Bett schicken zu können. 

Am nächsten Morgen wurde dann bereits ab 7 Uhr alle 15Min gefragt, wann der Baum endlich geschmückt werden könne. So haben wir also schon am 19.12. eine volldurchdekorierte Tanne im Wohnzimmer stehen. Und Dank des Enthusiasmus des Kindes dürfte die Masse des Schmucks das Eigengewicht des Gehölzes um das 3- bis 4-fache übersteigen. Aber neben dem Kater bin ich wohl der einzige im Haus, der es mag, wenn man zwischen Lichtern und Deko noch ab und zu eine grüne Tannennadel sieht. 

Apropos Kater, dieser hat die Erstbesteigung des Baums auch erfolgreich hinter sich gebracht. Die Tanne steht noch, TÜV bestanden!