Freitag, April 02, 2021

Woche 12/2021 - Bohnenmasala, Asterix, Ringelnatz und Kopfhörer

Geärgert

Über irgendetwas hatte ich mich in der vergangenen Woche geärgert. (Also zusätzlich zu dem Frust über den zögerliche Pandemiebekämpfungsanstz der Regierenden.) Es kann aber nicht so wild gewesen sein, da ich mich nicht mehr daran erinnere und auch keine Notiz gemacht habe. Glückliches Ich!

Gekocht

Zum zweiten Mal das vegetarische Bohnenmasala aus "Das Veggie Familien Kochbuch" zubereitet. Sehr, sehr schmackhaft. (Und Mozarella und Cashews kann man sehr gut weglassen.) Man sollte bloß unbedingt bevor man die Bohnen hinzugibt überprüfen ob man die Grundsoße schon zerkleinert hat. Sonst hat man einiges an Mehrarbeit. (Bitte hier einen tiefen Stöhner einfügen.)

Gesehen

Mit dem großen Kind den Animationsfilm "Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks" angeschaut. Die Slapstickpassagen saßen, aber die Story war dann doch etwas sehr wirr. (Den Part mit den Römern hätte man zudem komplett streichen können und der Film hätte trotzdem nicht schlechter funktioniert.) Außer den Anleihen ans aktuelle, amerikanische Actionkion gibt es wirklich nichts Neues. Ich gebe sehr wohlwollende 2 1/2 von 5 Hinkelsteinen.

Viel besser gefiel mir Folge 1 der neuen "Chez  Krömer"-Staffel. Es ging fast ausschließlich um das Thema "Depressionen". Danke, Kurti.

Dazu habe ich "Das Hausboot" bei Netflix geschaut. Nachdem ich einige Rezensionen gelesen habe, dachte ich, Olli Schulz wäre mit einem Vorschlaghammer (wahlweise: Flammenwerfer) auf Fynn Kliemann los. Aber dann war Olli doch nur so, wie ich es nach langjärigem Saft&Sorgfältig/Fest&Flauschig-Hören erwartet hatte: Ein unterhaltsamer Chaotnik mit cholerischen Phasen dem man auf keinem Fall Geld anvertrauen sollte. Mein Mitleid hielt sich für die beiden Protagonisten auch etwas in Grenzen, wer nicht auf den ersten Blick gesehen hat, daß das Hausboot Schrott ist, dem ist auch nicht zu helfen.

Gelesen 

Passend zum Film habe ich mit dem großen Kind "Wie Obelix als kleines Kind in den Zaubertrank geplumpst ist" gelesen. Tolle Zeichnungen in ungewöhnlichen Stil gibt es in dem Sonderheft aus dem Jahr 1989. Die Story ist dann wieder sehr dünn.

Jemand hatte in der Nachtbarschaft Ringelnatz' "Hafenkneipe" ausgesetzt und da ich als Bibliothekarinnennachwuchs kein Buch zurücklassen kann, nahm ich es mit ins warme Heim. Ich bin ja nicht der Lyriker, aber "Das Schiff" (und weniges anderes) gefiel mir dann doch. 


Ausprobiert

Ich verliere ja gern Kopfhörer, also habe ich mal günstige Earbuds von Lenovo ausprobiert, um rauszufinden, ob ich mich der Technologie per se anfreunden kann. Die Funktionalität der Geräte stimmt, aber der Klang ist halt nicht besser als man für 10€ erwarten kann. Außerdem fallen die Dinger gern aus meinem linken Ohr. (Und nur aus dem linken!) Mal sehen, ob ich mir mal teuere Earbuds leiste oder es bei dem Experiment belasse.

Rpunkt spielt.... Fifa 21 (Switch)

Was kann ein in die Jahre gekommener "Casual Gamer" Neues über einen Branchenprimus sagen, der schon x-mal von Profis rezensiert wurde? Nicht so richtig viel, aber vielleicht gibt es für die geneigte Leserschaft doch das eine oder andere interessante Details, daß sich aus meiner Spielerhistorie ergibt. 

Mein erstes Fifa spielte ich 1996 auf dem PC, aber nicht als Vollversion, sondern als das berühmt-berüchtigte Brasilien gegen Italien-Demo bei dem man eine Halbzeit gegeneinander zocken durfte. Im Jahr darauf kaufte ich dann den Vollpreistitel zusammen mit einem eigenen EA-Sports Controller-Set, welches man über die parallele Schnittstelle des PCs andrösel mußte, denn USB war gerade erst frisch erfunden. 

In der darauffolgende Dekade zockte ich jedes Jahr den neusten Titel bis ich eine genauso lange Pause einlegte. Mit Fifa 21 habe ich also nach langer, langer Zeit erstmals wieder mein Lieblingsfußballliveactionspiel vor mir. (Diese Einschränkung muß sein, denn es gibt ja auch noch das eher simulatorische Hattrick und Anstoss.)

Mein Lieblingsbug im Spiel: Ein mit Rot vom Platz gestellter Spieler
- hier Luka Modrić, der Gruselgrätscher aus Zadar - ist immer noch
auf dem Feld sichtbar und wird sogar in Manndeckung genommen,
während später jeder Ball durch ihn durchrollt und er unbeweglich
dasteht wie Mario Gomez, der auf eine Torchance wartet.

Mein erstes Fazit: Fifa ist immer noch Fifa. Der Spielfluß stimmt, die Einstellungsmöglichkeiten, Spieler und Mannschaften sind mannigfaltig. Einen Sprung in Gameplay und Darstellung konnte ich nicht feststellen. Aber mit dem Taschengeldgrab FUT, wo man für erspielte oder erkaufte Coins anhand von Sammelkarten Spieler freischaltet, gibt es einen Spielmodus, den ich noch nicht kannte. Aber wie gesagt, der alte Mann war ja schon eine Weile weg. Kein Wunder, daß ich nach einer kurzen Testphase dem Onlinemodus lieber meide, da mich mittlerweile jeder 12Jährige auf dem virtuellen Kanalsdeckel naß macht. Im Gameplay legen die Fifa-Entwickler meiner Meinung nach viel zu viel Wert auf Dribblings und Ballbesitz, ein Fetisch den wir wohl der "Generation Tuchel" verdanken. Trotzdem macht das Spiel viel Spaß und meine Kritikpunkte sind eher Kleinigkeiten:

  • Die Kommentare sind gelegentlich immer noch sehr unpassend und wiederholen sich häufig. Statistik und situationsbedingte Kommentare ("Heute haben wir ein Nord-/Süd-Ostderby.", "Erleben sie den aktuellen Torschützenkönig in Aktion." o.ä. fehlen mir.)
  • Leider fehlt auf der Switch die Möglichkeit Videos aus dem Spiel zu speichern oder sogar zu exportieren. 
  • Bälle werden im Strafraum viel zu häufig geblockt. Feldspieler bleiben zu oft liegen, während Torhüter sich erheben wie Springfiguren.
  • Die Gesichteranimationen amüsieren hier und da, etwa wenn Marco Reus schon mal aussieht wie Simon Pegg.
  • In Sachen Animation des Publikums hat sich - bis auf die Auflösung vielleicht - seit einer Dekade nichts getan.
  • Ich hätte gern wieder Halbzeitlängen von 2min, den ich habe nicht immer viel Zeit.
Besonders positiv aufgefallen ist mir, daß die "Zeit des Zirkuses" in Fifa vorbei ist, d.h. es gibt keinen Fokus mehr auf Hundertausend individueller Tricks der "Superstars", obwohl gerade beim Fußball ersichtlich ist, wie sehr sich in der Vermarktung und Wahrnehmung von Mannschaftssportarten der Schwerpunkt von Vereinen auf Individuen verschoben hat. Auch die Möglichkeit sich die Titel des berühmten Fifa-Soundtracks seperat in einem integrierten Player anzuhören, finde ich großartig, auch wenn mein heutiger Musikgeschmack nicht mehr unbedingt kompatibel ist. 

Kurzum: Ich hatte trotz megadurchgestylten Marketingprodukt Fifa 21 viel Spaß mit dem Titel und es besteht die Gefahr, daß ich mir am Ende des Jahres auch den Nachfolger gönnen werde.

Donnerstag, März 25, 2021

Woche 11/2021 - Aliexpress, Lime Ginger Pulled Chicken und dem Winter Soldier

Was war letzte Woche los? Ich weiß es nicht. Einfach zu viel zu tun im Büro. Mein Körper schickt erste Signale mit der Bitte etwas herunterzuschalten, ich hoffe, mein Kopf und die angeschlossenen Organe halten sich dran. 

Geärgert

So einfachen Kabelkram und anderes Kleinzeug (RFID-Aufkleber zum Beispiel) kaufe ich schon mal gerne aus Kostenersparnis via Aliexpress direkt aus der Volksrepublik. Die Qualität stimmt eigentlich immer und langen Lieferzeiten rechne ich mit ein. Bisher kam die Ware immer an und ich war zufrieden. Allerdings ist die Webseite gelegentlich schlimm. Da springt das Frontend schon mal gern zwischen deutscher, portugisischer und französischer Sprache. Aber der Erasmusbug ist nicht wirklich schlimm, viel mehr nervt es, wenn Artikel gelegentlich doppelt in der Historie gelistet werden: Einmal als unbezahlte Bestellung und einmal als beglichener Auftrag auf dem Weg zu mir. Beinahe hätte ich nämlich die Ware doppelt bezahlt.

Gekocht

Kennt ihr Gerichte bei denen ihr vergeßt, wie gern ihr sie mögt bis zum dem Zeitpunkt, daß ihr es wieder mal esst? Hier kürzlich geschehen mit dem Lime Ginger Pulled Chicken. Super einfach, super günstig, super lecker, super gesund.

Gesehen

Himmel, ist Wonderwomen 84 schlimm. Die Story, die CGI, die Charaktere. Das gibt nur eins von fünf möglichen Superheldenkostümen für den süßen Akzent von Gal Gadot.

Besser macht Marvel es in der ersten Folge von "The falcon and the winter soldier". Eigentlich verbindet mich mit beiden Figuren nichts, aber man muß zugegeben: Da hat jemand ein ziemlich gutes Drehbuch verfasst. Ich bleibe dran.

Gezeichnet