Samstag, April 17, 2021

Woche 13/2021 - Ostern, Mitternachtsbibliothek, Pilzburger, Beforeigners

Die Osterfeiertage wurden hier sehnsüchtig erwartet. Endlich mal ein paar Tage ohne Erwerbsarbeit, um den Kopf frei zu bekommen. Die zwei Zusammentreffen mit der Familie erfolgten in kleinen, coronoconformen Gruppen und waren kurz, aber auch sehr schön. So langsam vermissen auch passionierte Einsiedlerkrebse wie ich soziale Kontakte sehr.

Gelesen

Als jemand, der immer viel Freunde an "Was wäre wenn..."-Szenarien hat, sprach mich die Eingangsidee von "Die Mitternachtsbibliothek*" natürlich sofort an: Die Protagonistin hat nach einem Versuch ihr Leben selbst zu beenden, noch einmal die Möglichkeit in verschiedene Alternativen ihrer Existenz einzusteigen.

Das Buch ist über weite Strecken gut geschrieben und besagte Idee wird niemals totgeritten, allerdings ist die Umsetzung oft sehr glatt und seicht und die vielen Kalenderblattweisheiten und gelegentlich recht schiefen sprachlichen Bilder brachte mich zwei, drei Male an den Rande des Abbruchs der Lektüre. Die schlimmsten fünf Formulierungen:

  • ,Wenn man irgendetwas anders macht, ist es oft das gleiche als ob würde man alles anders machen.‘
  • ,Du bist der Bibliotheksausweis.‘
  • ,Die folgende Sätze waren wir Wildtiere, die überraschend vor ihr Auto sprangen.‘
  • ,Ein Bauer ist eine Königin im Wartestand.‘ über Schach
  • ,Nora spürte schmerzlich wie die Hand sich entspannte, so natürlich wie eine Perle in einer Muschel.'

Am Ende war der Roman doch unterhaltsam, aber ich würde es auch nicht bereuen, hätte ich ihn nicht gelesen. Und ich wüßte ehrlicherweise auch nicht, welcher Leserschaft ich ihn empfehlen sollte. 

Gekocht

In dieser Woche hat meine Liebste mal etwas neues am Herd ausprobiert: Super leckere Pilzburger. Wer braucht da Fleich zwischen den Brötchen?!

Gesehen

Zufällig stieß ich auf die Norwegische SciFi-Serie "Beforeigners". Durch Zeitportale gelangen Menschen aus der Vergangenheit unkotrollierbar in das heutige Oslo. Dies bringt natürlich soziale, politische und wirtschaftliche Probleme mit sich. Sehr unterhaltsam, nicht zu anspruchsvoll, toll gespielt. Diese großartige Unterhaltung mit leichten "Äkta människor"-Vibes gibt es kostenfrei in der ARD-Mediathek

Gezeichnet




Dienstag, April 06, 2021

Rpunkt spielt(e)... Super Mario Bros. 35 (Switch)

Ich berichtete ja vor kurzem, daß ich bei Fifa, den Online-Modus eher meide. Anders ist die Sachlage bei Super Mario Bros. 35. Bis zu seiner Abschaltung - unten mehr dazu - schob ich gelegentlich eine Runde des Jubiläumsspiels ein, das weitestgehend auf dem Klassiker aus dem Jahre 1985 basierte. Und Dank der in den frühen 90er Jahren von mir investierten Stunden vor dem NES, hatte ich tatsächlich regelmäßig Chancen gegen die 12jährigen auf den Nintendoserver.



Das Spielprinzip war relativ einfach. Man trat in den Level aus dem Originalspiel gegen 34 Mitspieler*innen an. Allerdings nur für einen sehr kurzen, mit einer Stopuhr festgehalten Zeitraum. Für jede getretene Schildkröte oder zermatschten Pils bekommt man Extra-Sekunden für das eigene Zeitguthaben, während zusätzliche Gegner auf den Bildschirmen der Konkurrenz erscheinen. Wer am Ende übrig blieb, gewann.

Wie gesagt, mir machte der Spielmodus sehr viel Spaß und Super Mario Bros. 35 zeigt, wie alte Spielideen auch heute noch viel Freude machen können. Leider wurde das Spiel inzwischen vom Server genommen, was so manche Nintendofreunde verärgerte. Ich finde es auch ein bißchen Schade.

Freitag, April 02, 2021

Woche 12/2021 - Bohnenmasala, Asterix, Ringelnatz und Kopfhörer

Geärgert

Über irgendetwas hatte ich mich in der vergangenen Woche geärgert. (Also zusätzlich zu dem Frust über den zögerliche Pandemiebekämpfungsanstz der Regierenden.) Es kann aber nicht so wild gewesen sein, da ich mich nicht mehr daran erinnere und auch keine Notiz gemacht habe. Glückliches Ich!

Gekocht

Zum zweiten Mal das vegetarische Bohnenmasala aus "Das Veggie Familien Kochbuch" zubereitet. Sehr, sehr schmackhaft. (Und Mozarella und Cashews kann man sehr gut weglassen.) Man sollte bloß unbedingt bevor man die Bohnen hinzugibt überprüfen ob man die Grundsoße schon zerkleinert hat. Sonst hat man einiges an Mehrarbeit. (Bitte hier einen tiefen Stöhner einfügen.)

Gesehen

Mit dem großen Kind den Animationsfilm "Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks" angeschaut. Die Slapstickpassagen saßen, aber die Story war dann doch etwas sehr wirr. (Den Part mit den Römern hätte man zudem komplett streichen können und der Film hätte trotzdem nicht schlechter funktioniert.) Außer den Anleihen ans aktuelle, amerikanische Actionkion gibt es wirklich nichts Neues. Ich gebe sehr wohlwollende 2 1/2 von 5 Hinkelsteinen.

Viel besser gefiel mir Folge 1 der neuen "Chez  Krömer"-Staffel. Es ging fast ausschließlich um das Thema "Depressionen". Danke, Kurti.

Dazu habe ich "Das Hausboot" bei Netflix geschaut. Nachdem ich einige Rezensionen gelesen habe, dachte ich, Olli Schulz wäre mit einem Vorschlaghammer (wahlweise: Flammenwerfer) auf Fynn Kliemann los. Aber dann war Olli doch nur so, wie ich es nach langjärigem Saft&Sorgfältig/Fest&Flauschig-Hören erwartet hatte: Ein unterhaltsamer Chaotnik mit cholerischen Phasen dem man auf keinem Fall Geld anvertrauen sollte. Mein Mitleid hielt sich für die beiden Protagonisten auch etwas in Grenzen, wer nicht auf den ersten Blick gesehen hat, daß das Hausboot Schrott ist, dem ist auch nicht zu helfen.

Gelesen 

Passend zum Film habe ich mit dem großen Kind "Wie Obelix als kleines Kind in den Zaubertrank geplumpst ist" gelesen. Tolle Zeichnungen in ungewöhnlichen Stil gibt es in dem Sonderheft aus dem Jahr 1989. Die Story ist dann wieder sehr dünn.

Jemand hatte in der Nachtbarschaft Ringelnatz' "Hafenkneipe" ausgesetzt und da ich als Bibliothekarinnennachwuchs kein Buch zurücklassen kann, nahm ich es mit ins warme Heim. Ich bin ja nicht der Lyriker, aber "Das Schiff" (und weniges anderes) gefiel mir dann doch. 


Ausprobiert

Ich verliere ja gern Kopfhörer, also habe ich mal günstige Earbuds von Lenovo ausprobiert, um rauszufinden, ob ich mich der Technologie per se anfreunden kann. Die Funktionalität der Geräte stimmt, aber der Klang ist halt nicht besser als man für 10€ erwarten kann. Außerdem fallen die Dinger gern aus meinem linken Ohr. (Und nur aus dem linken!) Mal sehen, ob ich mir mal teuere Earbuds leiste oder es bei dem Experiment belasse.