Mittwoch, Mai 05, 2021

Woche 17/2021 - Impffreuden, Andrus Kivirähk, Dorfromantik, Pocket Tactics, Danger Dan

Die Arbeitswoche drohte wieder sehr stressig zu werden. Aber ich habe ja gelernt. Meine Gegenmaßnahmen: Päuschchen, wenn der Körper danach schreit; maximal ein Online-Meeting am Tag (Ausnahmen erlaubt, wenn sie Ausnahmen bleiben); keine "Sonderschichten am Abend". Bis jetzt klappt das ganz gut. 

Ansonsten nimmt die Anzahl der Geimpften im Umkreis zu: Oma, Mama, Papa, das Schwesterherz, Schwiegereltern, Schwägerin und Mann... und auch schon der eine oder andere gleichaltrige Kollege, der beim Hausarzt als "Einspringer" zum Zuge kam. Das gibt Hoffnung, daß wir bis zum Sommer vielleicht auch noch rankommen und dann vielleicht ein paar sehr ruhige Wochen mit Blick ins Tal in den Ausläufern der Kapaten verbringen könnten. Man wird ja wohl noch träumen dürfen.

Geärgert

Da mag man eine Webseite über Jahre und dann fährt jemand diese konzeptionell so richtig gegen die Wand. So geschehen bei "Pocket Tactics". Für Ewigkeiten war das meine Anlaufstelle für kurze, knackige Empfehlungen im Bereich der (meist rundenbasierenden) Taktikspiele. Gerade für casual gamer wie mich war das eine sehr angenehme Form der Informationsaufbereitung. 

Jetzt ist die Seite leider nur noch ein dampfender Haufen von Hundekot. Plötzlich kann man nicht mehr zwischen Werbung und Beitrag unterscheiden und auch thematisch geht es nun meist um Rollenspiele im Mangastyle. Warum macht man sowas? Weil man sich eine Bleivergiftung zugezogen hat? Schade, Schade, Schade. Ich habe jedenfalls wieder einen Platz frei in meinem RSS feed.

Gesehen

Letzte Woche lobte ich noch „The Falcon and the Winter Soldier“, nun muß ich feststellen, daß das  Ende (und v.a. die letzte Folge) bedeutend schwächer war als der Anfang. Aber wenigstens haben die Autor*innen gezeigt, daß sie es grundsätzlich drauf haben.

Gelesen

Estland ich nicht nur ein kleines Land in dem Digitalisierung groß geschrieben wird, nein, es ist auch die Heimat vieler hervorragender Sänger*innen und Kinderbuchautor*innen. Wir erfreuen uns seit einer ganzen Weile an "Der Schiet und das Frühjahr" von Andrus Kivirähk und hoffen, daß es davon bald eine Neuauflagen bei einem der großen, deutschen (Kinderbuch-)Verlage geben wird.

Gekocht

In dieser Woche war mal wieder Zeit für richtiges Soulfood. So bereitete ich einen groooßen Topf Hühnerfrikassee mit Möhren, Erbsen und Pilzen zu. Die Nachbarskinder bekamen auch noch was ab. Deren Mama meinte, ihr sei Hühnerfrikassee zu kompliziert. Ich mußte widersprechen, da ich grundsätzlich zwischen zeitaufwendigen (z.B. säubern, stückeln, ewig köcheln) und komplizierten (z.B. sieben verschiedene Zutaten mit unterschiedlichen Garpunkten müssen zur gleichen Zeit fertig sein) unterscheide.

Gespielt

Ich lobte schon kürzlich Dorfromantik

Und auch in dieser Woche spielte ich wieder die eine oder entspannte Runde. Einziger Minuspunkt bisher: Die Lernkurve existiert als Spieler fast nicht. In der dritten oder vierten Runde erreichte ich meinen bisherigen Highscore von 10.880 Punkten und konnte ihn bisher nicht überbieten.


Gehört 

In der letzten Woche habe ich mich ein bißchen am neuen Album von Danger Dan festgehört. "Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt  zeigt, daß das politische Lied in Deutschland doch noch relevant ist. Auch "Eine gute Nachricht" mag ich, allerdings würde es mir noch besser gefallen, wenn es vom Tempo etwas langsam wäre und der Vortrag nicht so stoccatoartig sein würde. Aber heh, die Fans von den Sportfreunde Stiller möchten ja auch auf ihre Kosten kommen. 

Mittwoch, April 28, 2021

Woche 16/2021 - Fremdsoftware, LOL, Wondrak

Nach einigen dunklen Tagen wagte ich mich wieder an Deck der M.S. Rpunkt. Der Boden schwankte noch ein bißchen unter den Füßen, aber ich startete dann doch für Donnerstag und Freitag einen "Arbeitsversuch", wie meine Hausärztin in die Krankenakte schrieb. Zum "Aufwärmen" gab es gleich sechs Onlinemeetings in zwei Tagen. Kraft und Ausdauer fehlen noch, aber wenigstens fiel ich nicht gleich ins nächste Burnout-Loch.

Geärgert

Grundsätzlich ist eh schon nervig, wenn elektronische Neugeräte, wie Festplatten und Notebooks mit irgendwelcher Fremdsoftware vollgerotzt sind. Noch nerviger ist es, wenn diese irgendwelche Testversionen sind, die ab einem bestimmten Punkt anfangen nach Vollversionen schreien. Absolut dreist wird es, wenn man diese nicht ohne Zusatzprogramm unter Win10 deinstallieren kann. Das gibt es? Ja. Das McAfee Security Center ist solch ein Software aus dem digitale Fegefeuer. Dreckszeug.

Gesehen
Mittlerweile habe ich die ersten fünf Folgen von "The Falcon and the Winter Soldier" gesehen. Ich bin ja kein soooo großer Fan von Comicactionserien, aber man muß schon sagen, daß diese hier ziemlich gut geschrieben und umgesetzt wurde. (Nicht ganz s gut, wie WandaVision, aber schon ganz ordentlich.) Ich wünschte, daß sich zum Beispiel die Autoren von Star Trek Discovery mal ein Stück davon abschneiden würden.

Dann gehöre ich zu den 143 Milliarden Deutschen, die sich bei "LOL" amüsiert haben. Geschmunzelt habe v.a. ich über die Angestrengtheit der Beteiligten jede Form von Lachen zu unterbinden. Interessant war auch das letzte Drittel, in dem das Format in Richtung "psyhologische Studie" abdrifftete. Aber so richtig, richtig gelacht habe ich ehrlicherweise schon seit Ewigkeiten bei TV-Comedies nicht mehr. Aber mich amüsiert, wie bei dieser. Scrooge McR. ist also noch nicht ganz verloren.

Ach, bei "News of the World" habe ich auch noch reingeschaut: Tom Hanks souverän wie immer (er spielt aber schon meist sich selbst) und Helena Zengel einfach hervorragend. Die Geschichte des Westerns trägt auch. Also mir hat es gefallen. Das war schon ganz ordentlich.

Gelesen

(Vor)Gelesen wurde hier auch wieder einiges. Besonders empfehlen möchte ich diesmal zwei Titel für Kinder im Alter von ca. 3 Jahren: Einmal das auperkalifragilistikexpialigetisches Mitmachbuch "Nicht drücken!*" von Bill Cotter und zweitens, daß supersüße "Nachts, wenn alle schlafen*" von Kazuo Iwamura in dem Eichhörnchenkinder auf nachtaktive Eulen treffen. Das Buch hat unsere ganze Familie verzaubert. 

Apropos "verzaubert". Ein ganz besonderes Buch ist meiner Meinung nach auch Janoschs "Wondrak für alle Lebenslagen*", welches es für sehr, sehr schmale sechs Euronen gibt.  Das sehr gelungene Nachwort von Tillmann Prüfer faßt das Wesen der Janoschken Charaktere, die immer auf der Suche nach dem "kleinen Glück" sind, sehr gut zusammen: Wir lassen uns von unserer eigenen Machtlosigkeit nicht unterbekommen. 

In diesem Zusammenhang: Paßt gut auf Euch auf!


Samstag, April 17, 2021

Woche 14 & 15 - Und plötzlich geht nichts mehr...

Als braver Norddeutscher mit preußischen Genen schließt man ja normalerweise für 362 Tage im Jahr seine Gefühle in ein kleines Kästchen ein und versteckt dieses gut, etwa zwischen den Berg mit Steuerunterlagen. Aber wenn ich ehrlich zu mir bin, deutete es sich schon seit Anfang Januar an, daß ich emotional momentan irgendwo zwischen Rudi Reschke und Klaus Kinski zu verorten war.

2020, das alte Coronodrecks*ujahr, hatte doch ein paar seelische Spuren hinterlassen. Und ja, fluchen ist hier wirklich angebracht, denn obwohl ich an den schönen Weihnachtsfeierntage darüber freute wie gut wir die anstrengenden letzten 12 Monaten hinter uns gebracht hatte, grätschte mich ein paar schlechte Nachrichten und ein generell anstrengender Jahresbeginn letzte Woche Sergio-Ramos-mäßig ab.

Körper auf dem Sofa, Blick auf die Wand, Blutdruck um die 170. Nichts ging mehr. 

Mein internes MHN übernahm und so trapte ich brav zur Hausärztin meines Vertrauens. Dort gab es ermunternde Worte, kassenbezahlte Blutdruckmedikamente und eine Überweisung zum Psychotherapeuten. Was für Tony Soprano gut ist, kann für Herrn R. nicht schlecht sein. 

Mittlerweile geht es mir um einiges besser. Schön eine geduldige und verständnisvolle Familie zu haben. Der Rest kommt hoffentlich auch noch. Ein Hoch auf die moderne Medizin. Paßt auf Euch auf