Samstag, Juni 26, 2021

Woche 23/2021 - Impftermine, Abiturfreier und Kicktipp

Erst war ich euphorisiert als uns unsere Betriebsärztin einen Impftermin anbot. Zweimal 200km auf der Straße, für eine Spritze? Egal, Hauptsache etwas Sicherhei! Und dann passierte das, was nach großen Ankündigungen im Öffentlichen Dienst so oft passiert: Nichts. Keine Rückmeldung, kein Termin, keine Perspektive. Ähnliches bei der Anmeldung über der reguläre Onlineimpfportal des Bundeslandes. Völlig frustriert griffen wir zum Telefonhörer und bekamen sofort einen Termin für nächste Woche! Juchu! Ich werde berichten.

Zweites, positives Ereignis war die (online) Abiturfeier der Lieblingsnichte. Anschließend gab es im kleinen Kreis Bier und Kartoffelchips am Strand. Ach, dem Kind hätte ich eine große Sause gegönnt. Oder jemand, der sie auf dem Avernerschild durchs kleine gallische Dorf trägt. Und das mindestens drei Runden lang.

Ach, und Eurofußball gibt es auch wieder. Das Töchterchen ist ganz fasziniert und genießt das gelegentliche Spieleschauen mit mir. Mit Freunden und Kollegen haben wir wieder - wie zu jedem Turnier seit 2006 - eine Onlinetippgemeinschaft aufgesetzt und sammeln für den guten Zweck. Die Plattform Kicktipp ist nicht nur absolut stabil, nutzerfreundlich und nahezu werbefrei, sondern mittlerweile auch für große Gruppen kostenlos. Eine absolute Empfehlung!

Gezeichnet

Mittwoch, Juni 09, 2021

Woche 22/2021 - Fuchskostüme, Star Trek: Beyond und Kunstworte

Die Woche 22 brachte erst einen Noro-Virus für die ganze Familie und dann den Sommer in den Norden. Als wir am Samstag endlich alle gesundet waren wurde angegrillt und am Sonntag folgte dann gleich drei unterschiedliche Sozialkontakte. So viele, wie seit Monaten nicht mehr. Die Coronazahlen und die steigende Zahl der Geimpften im Umkreis ließen es zu. 

Genäht 

Nachdem Fasching ausfiel, wurde in der KITA beschlossen, den Internationalen Kindertag mit Kostümen zu feiern. Das große Kind wünschte sich, ein Fuchs zu sein. Nachdem ich letztes Jahr etwas Erfahrung mit einem Dinokostüm gesammlt hatte, griff ich auch dieses Jahr zu Nadel und Faden. Für die Ohren baute ich eine Unterkonstruktion aus festem Karton, die ich auf einen Haarreifen zog. Diese wurde dann mit orangen Stoff überzogen und mit der Hand vernäht. Ein paar weiße Stoffreste wurden darauf als "Applikationen" befestigt. 

Dann rannte ich durch alle Kindergeschäfte der Innenstadt bevor ich bei Ernsting's endlich ein oranges T-Shirt für 8 Euronen schießen konnte. Darauf vernähte ich dann einen weißen Bauch und hinten bekam das Kind aus orangem und weißen Stoff einen schönen buschigen Schwanz. 

Das Ergebnis sah ziemlich gut aus. Die offensiven, sichtbaren Nähte sind ein schönes Stilmittel (um sie richtig zu verstecken, fehlen mir eh die Mittel) und v.a. die Ohren sind sehr stabil und halten intensives Bespielen stand. Mein Materialeinsatz dürfte bei 20€ gelegen haben, zudem habe ich (mit Shopping) gute vier Stunden investiert. 

Bis sich das Kind ein Kostüm aus LoR wünscht, beherrsche ich hoffentlich endlich eine Nähmaschine.


Gespielt

Zum Spielen fehlt mir momentan Zeit und Ruhe, denoch konnte ich den Highscore in "Dorfromantik" ersmals jenseits der 12.000er Marke verschieben. 

Geschaut

Auch diese Woche gab es einen Rewatch. Star Trek: Beyond war besser als ich ihn in Erinnerung hatte, obwohl einige Actionscenen, v.a. die auf dem Motorrad, nervten. Das Set-Design war auf jeden Fall um Längen besser als das von Discovery. (Die Neuinterpretation der Brücke der NCC-1701 in DISCO mal abgesehen.) Und Chris Pine ist William Shatner vom Typ schon erschreckend ähnlich. (Das sah man im letzten Wonderwoman-Film allerdings noch besser.)

Gelesen

Im Postillion gab es mal wieder wunderbar unterhalsame, eingedeutsche Begriffe. Diesmal mußte das Italienische daran glauben.

Grundsätzlich mag ich ja Kunstworte. Wenn es nach mir ginge, könnte man z.B. Computer auch "Erm" nennen (Kurzform für  "Elektronische Rechenmaschine"). Ein Notebook wäre dann ein Klapp-erm oder auch "Kerm". "Och, meine Batterie ist schon wieder fast alle und ich habe das Ladekabel für meinen Kerm vergessen!", klingt doch super. (Das muß ich vielleicht mal in eine Geschichte einbauen.)

Woche 21/2021 - Plattdeutsch, Nolans Batman, Lyle Lovett & Das unsichtbare Raumschiff

Nachgedacht

Früher hörte man in der Stadt noch öft Plattdütsch. Mittlerweile ist die letzte Generation, die Platt noch als Muttersprache hat, fast aus dem alltäglichen Leben verschwunden. Sie verbringt den Lebensabend nicht mehr unbedingt im öffentlichen Leben. Im ehemaligen Fischerdorf am Meer gab es in meinen Kinder- und Jugendjahren immer Menschen, die etwa auf dem Markt oder im Fotofachgeschäft nur so mit ortsansäßigen Kunden und Touristen sprach. Mir fehlt das. Der Dialekt wird sicherlich bleiben, aber die Sprache an sich stirbt gerade aus.

Geschaut

Ich habe mit zehn Jahren Abstand den ersten Nolan-Batman noch einmal geschaut. Die erst 1/3 mit dem Kalenderblattgeschwarfel von Liam Neeson sind schon ziemlich lahm, der Rest des Film ist dann aber schon ganz okay. 

Ich glaube ja, daß die Nolan-Reihe aus zwei Gründen so hochgejubelt wurde: (1) Gab es vorher kaum vernüpftige Comic-Verfilmungen (Ja, ja. Sin City und die Burton-Fledermausfilme...) (2) War der zweite Teil dieser Reihe ziemlich gelungen. 

Den dritten Teil fand ich ziemlich überfrachtet und aufgebläht. Aber vielleicht lag es auch an der Auflösung. Wir sahen den Streifen im damals größten IMAX der Welt in Sydney. Die Bildschirmdiagonale war 35x29 m und wir saßen in der ersten Reihe. 

Gehört 

Lyle Lovett hat sich irgendwie wieder in meine Playliste reinrotiert. Im Juli 2011 hatte ich das vergnügen ihn in Hamburg live zu sehen. Vollgepumpt mit Ibuprofen erlebte ich das vielleicht beste Konzert, das ich jemals gesehen habe. (Knapp dahinter sind bei mir die Kings of Leon angesiedelt, die ihre Programm, wie auf der Platte runterspielten. Unglaublich. Und Hugh Laurie war auch gut. Und Sting mit und ohne Paul Simon und Gröni mit seiner "Bleibt alles anders"-Scheibe und....)


Gelesen 

Im Comicbuchladen meines Vertrauens habe ich "Das unsichtbare Raumschiff" entdeckt. Eine kurze, sehr humoristische, Sci-Fi Geschichte um ein - Trommelwirbel! - unsichtbares Raumschiff. So setzt man witzige Anfangsideen um: konsequent, liebevoll und mit einem wachen Auge dafür, wann der Plot auserzählt ist.