Samstag, Januar 18, 2025

Woche 1/2025 - Zwei Blicke nach vorn und einer zurück

Mittlerweile bin ich in dem Alter, da wechselt man die Kalender an der Wand häufiger als den Lieblingswitz*.

Und während des Dauerlaufs, der sich Alltag nennt, könnte man leicht den Eindruck gewinnen, dass man in den vergangenen zwölf Monaten so gar nichts gebacken bekommen hat.

Gut, dass es Blog, One line a day und 1sec gibt, die mir anschaulich darlegen, dass dem dann doch nicht so war und wie viele schöne Stunden, Tage, Ereignisse und Begegnungen es im letzten Jahr gab.

Da war im Herbst meine erste Buchmesse als Autor, die zwar ökonomisch ein Fehlschlag war, mir aber ein paar tolle, neue Kontakte bescherte und ein weiteres Beispiel dafür ist, was für tolle Dinge passieren können, wenn man seine Komfortzone verlässt.

Froh bin ich auch darüber, dass ich in diesem Jahr gleich zweimal zu Gast bei der Bundesakademie sein konnte (etwas, was ohne die tolle Unterstützung meiner Liebsten nicht möglich gewesen wäre).

Und dann konnten wir 2024 unser Hörbuch fertigstellen. Auch etwas, von dem ich vor ein paar Jahren noch nicht zu träumen gewagt hätte.

In Richtung Jahresende bemerkte ich wieder, wie sehr mich Zeichnen gut tut und wie es fehlt, wenn ich in stressigen Wochen so gar nicht dazu komme. Dabei war die Briefmarkenserie im Frühjahr ein tolles Projekt. Ich mochte es sehr, dass ich zusammenhängende Motive entwickeln konnte, über die Art der Präsentation nachdachte und einen guten Weg fand, aus den digitalen Bildern ein schönes, physisches Objekt zu machen. Und auch der Zuspruch tat mir wirklich gut. (Danke euch allen.)


Was sind meine Pläne fürs neue Jahr?

Das neue Pelipontalusbuch soll endlich fertig werden und dann würde ich gern noch zwei kleinere Schreibprojekte beenden, die sich in der zweiten Jahreshälfte aber wahrscheinlich doch hinter dem nötigen Buchmarketing einreihen müssen. Aber man muss ja auch träumen.

Mindestens einmal möchte ich wieder nach Wolfenbüttel, wenn die Zeit es zulässt, und ein semidienstlicher Besuch auf der Re:Publica wäre auch wieder einmal fällig.

Im Bereich "Hobbys" würde ich gern in das Studium von Charakterposen einsteigen und lernen wie man mit Lorcana-Karten spielt (und nicht nur sammelt). Bei Pokémon hat dies 2024 – dank der Kinder, denn für sämtliche Hypes um die Viecher war ich zu alt – auch gut geklappt.

Euch allen ein fantastisches 2025!



*Meiner ist seit Jahren: "Wie war der Name noch gleich?" – "Ramses." – "Wie schreibt man das?" – "So wie man's spricht: Welle, Auge, Typ mit Peitsche, Skarabäus, Skarabäus."

Samstag, Januar 04, 2025

Woche 52/2024 - Webring, Landnama, Ludwig und Bonuscontent

Ich weiß nicht, ob es sich schon um ein gemeinsamen Retro-Trip der Millennials in meinem Umfeld handelt, aber ich beobachte vermehrt zurückkehrende Blogs (etwa von Pia <3), erneute Nutzung von Newslettern als Kommunikationskanal und auch Webringe scheinen wieder ein Ding zu sein. So gehöre ich jetzt auch zu uberblogr und ein Hauch von 2005 weht durch meinen Browser.

Gesehen
Ich habe die letzten zwei Folgen von Ludwig gesehen, die leider in der Qualität etwas abfielen, aber trotzdem freue ich mich auf die angekündigte zweite Staffel. Trotzdem hätte ich mir einen besseren Plot-Twist gewünscht. So war dieser das schwächste Element der ganzen Show.

Gespielt
SpOn empfahl das Wikinger-Strategiespiel Landnama. Die Rezension las sich so, als ob die iOS-App alles beinhaltete, was mich in diesem Genre reizt. Eine Fehlinvestition würde ich die Anschaffung nicht nennen, aber nach meinem Geschmack ist die Glückskomponente einfach zu groß. Ich bleibe bei meinem alten Urteil: Es gibt viel zu wenig gute Vollpreistitel für mobile Endgeräte. (Wenn ihr es anders seht, packt einfach iOS-Empfehlungen in die Kommentare.)

Bonuscontent
Weihnachten ist Knuddelzeit. Zumindest bei uns. Daher hatte ich fristgerecht zum Fest eine Anleitung für das fachgerechte Umarmen von Großmüttern entwickelt, die ich hiermit mit Euch teile.

1. Vorbereitung
Zunächst nähern Sie sich der Oma langsam. Dabei sollte man etwas stampfen, damit sich die Ankunft auditiv ankündigt und niemand erschreckt wird. Anschließend sollte ein Kompliment erfolgen, damit sich das zu knuddelnde Gewebe lockert. Empirische Studien haben den positiven Effekt von Sätzen wie: "Du riechst heute so frisch wie eine Ostseebrise!" und "Dein Grünkohl ist wirklich lecker, wenn man so verrückt ist, Grünkohl zu mögen." bescheinigt.

2. Einschätzung der Knuddeltauglichkeit
Bevor Sie die Knuddelung beginnen, prüfen Sie die Tagesform der Oma. Ist sie gerade beim Hausputz? Oder beim Kochen? Probt sie im Wohnzimmer gerade eine Trapeznummer? Falls sie mindestens eine der Fragen mit "ja" beantworten können, verschieben Sie die Knuddelung. Eine abgelenkte Oma ist eine unbequeme Knuddelpartnerin.

3. Der eigentliche Knuddler
Umfassen Sie die Oma mit beiden Armen, aber achten Sie auf die richtige Druckdosierung. Zu wenig Druck, und die Oma fragt sich, ob Sie heute noch nicht geduscht haben. Zu viel Druck, und die Oma kann sich unangenehm verziehen und Druckstellen bekommen.

4. Der Abschluss
Lösen Sie den Knuddelkontakt langsam und würdevoll. Auf das Setzen eines Telemarks oder einer tiefen Verbeugung kann unter Umständen verzichtet werden.

Gezeichnet


Montag, Dezember 30, 2024

Woche 51/2024 - OTFs, Kein Pardon, The Holdovers und Star Trek

Die vorletzte Woche des Jahres haben wir intensiv mit Erkältungsbekämpfung und Geschenkeinpackungsorgien verbracht. Unser Sidequest war es, dies so entspannt wie möglich zu gestalten. Denn wir hatten ein paar Tage frei, bevor die Ferien der Kinder begannen.

Geärgert
Mit Verärgerung habe ich festgestellt, dass PPT keine (oder nur begrenzt) OTF akzeptiert. Dabei hatte ich gerade das beste XMAS-Sweater-Stitch-Font der Welt gefunden. Natürlich gibt es online OTF-zu-TTF-Konverter, aber ich bezweifle mal, dass deren Einsatz bei "nicht eigenen" Schriften legal ist.

Gesehen
Da wir beim Geschenkeeinpacken etwas Zeit hatten, haben meine Liebste und ich ein paar Filme geschaut. Zunächst amüsierte sie sich erstmalig bei Kein Pardon mit Geburtstagskind Hape. (Was man halt so verpasst, wenn man nicht im deutschen Sprachraum aufwächst.)

Dann schauten wir uns endlich The Holdovers an, der sich sofort in die Top 10 meiner liebsten Filme einreiht. Er hat das Zeug zu einem wirklichen Weihnachtsklassiker! Die Story, die Charaktere, die Schauspieler, die Kinematographie und der wahnsinnig gute Soundtrack. Dass es so einen tollen, neuen Streifen gibt! <3

Nachgedacht
Vielleicht noch ein abschließendes Wort zu Star Trek: Picard und Discovery. Ich stolperte über dieses Zitat aus Nemesis und es beschreibt meiner Meinung nach ganz gut, was mich schon seit Voyager, der letzten Dominion-War-Staffel von DS9 und den jüngeren TNG-Filmen nervt: dieser Shift hin zu actiondominierten Plots. Klar, Star Trek war immer auch Knall-Boom, aber viel weniger als andere Franchises. Und ich finde, Strange New Worlds, Lower Decks und auch die ersten Staffeln von Enterprise (bevor das Xindi-Desaster begann), machen das viel besser. Für meinen Geschmack. (Denn das ist es: eine reine Geschmackssache und kein Kulturkampf.)