Dienstag, Dezember 22, 2009

Samstag, Dezember 19, 2009

Neu im Bücherregal X

Bittrich, Dietmar: Böse Sprüche für jeden Tag, 2003, 4,45 EUR.
Ein erheiternder Strauß voller Bosheiten. Allerdings ähneln sich viele der Zitate in ihrer Aussage, gelegentlich sogar im Wortlaut. Eine striktere Auswahl hätte noch mehr Lesespaß bedeutet.

Becker, Jurek: Jurek Beckers Neuigkeiten an Manfred Krug&Otti, 1999, gebraucht ab ca. 5 EUR.

Ein wunderbares, intelligentes und herzerwärmendes Buch über einen der bedeutendsten deutschen Schriftsteller Nachkriegsdeutschlands und eine wahre Freundschaft. Die Postkarten von Jurek Becker und die Erläuterungen von Manfred Krug ergänzen sich wunderbar und erlauben auch viele private Einblicke in das Verhältnis zwischen Dichter und Schauspieler.

Drews, Jörg: Das zynische Wörterbuch. Ein Alphabet harter Wahrheiten, 2008, 7,90 EUR.
Eine Fundgrube sehr schöner Zitate, leider keine sehr ergiebige. Doch wer fleißig gräbt, findet das eine oder andere Juwel.

Augustin, Eduard; von Keisenberg, Phillipp; Zaschke, Christian: Fußball unser. Was man nicht alles wissen muß, 2008, 9,90 EUR.
Das "Gebetsbuch für den Fußballfan". Liebevoll, selbstironisch und lehrreich, im Stile von Schotts Sammelsurium verfaßt.

Schopenhauer, Arthur: Eristische Dialektik oder Die Kunst, Recht zu behalten, 2009, 4,95 EUR.
Ein unterhaltsames, gut lesbares und intelligentes Kleinod.

Schott, Ben: Schotts Sammelsurium, 2004, gebraucht ab 1 EUR.
"Eine wunderbare Sammlung unentbehrlicher Trivialitäten." Da stimme ich Stephen Fry voll zu.

Becker, Jurek: Lieber Johnny. Jurek Beckers Postkarten an seinen Sohn Jonathan, 2004, 7.99 EUR.
Ziemlich ermüdent sind bereits nach wenigen Seiten Jurek Beckers Postkarten an seinen Sohn Johnny. Man merkt leider schnell, daß der Adressat der Nachrichten des Schrifstellers ein Kleinkind ist. Was in einem Familienalbum vielleicht süß und herzerwärmend ist, wird hier schnell langweilig, sogar ermüdent. Ganz im Gegenteil hierzu Beckers Karten an seinen 'Busenfreund' Manfred Krug.

Kehlmann, Daniel: Ich und Kaminski, 2009, 7 EUR.
Sebastian Zöllner, ein junger, aufstrebender Kunstkritiker, erhofft sich von dem Verfassen der Memoiaren, des einst sehr bekannten, heute nahezu vergessenen Malers Kaminski einen ungeheuren Karriereschub. Zöllner ist arrogant, egozentrisch, anmaßend und redet jeden nach seinem Mund, wenn es ihm nur nützt: "(...) Man muß vielmehr stets und in allen Dingen der gleichen Meinung sein, wie die Kollegen" (S.122). Auch stiehlt er schon mal das Auto seiner
Ex-Freundin oder schleppt den todkranken Kaminski in eine Ausstellung, nur um sich mit ihm schmücken zu können.
"Kaminski und ich" ein brillanten Debüt, auch wenn mich persönlich das Auftreten von Kehlmann in den Medien, v.a. zuletzt bei der Präsentation seines dritten Werks "Der Ruhm", befremdet hat.


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