Samstag, September 01, 2012

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Montag, August 20, 2012

Über Rücksichtnahme

Kürzlich wurde im Bekanntenkreis wieder über die anderen Verkehrsteilnehmer geschimpft. Ob es sich dabei um Fußgänger, Radfahrer oder die Lenker von Personenkraftwagen handelte, ist nebensächlich, denn ich führte diese Diskussion bereits x-fach mit unterschiedlichsten Akteuren und jedes Mal wurde ich an meinen Fahrlehrer erinnert, der mir damals etwas einbläute: Paragraph 1 der StVO: Gegenseitige Rücksichtnahme. Und er wies auch darauf hin, daß diese uneingeschränkt vom Gesetzgeber eingefordert wird. Also natürlich gerade dann, wenn  jemand einen schlechten Tag hat oder auch bewußt oder unbewußt einen Fehler macht. Eigentlich schlimm, wenn man sowas gesetzlich festhalten muß. Schlimmer, wenn man sich wünscht, daß man so eine Erinnerung an eine der Grundfesten des menschlichen Zusammenlebens auch für andere Bereiche hat. Etwa wenn der Nachbar in der Mittagsruhe bohrt, obwohl er weiß, daß es Kleinkinder im Haus gibt. Oder wenn der Vierjährige im Dachgeschoss nicht ein wenig tobt, sondern stundenlang über den Parkettboden springen darf, wohlwissend das dies die darunterlegenden Rentner nervt. Aber woher soll das Kind es besser wissen? Entgrenzte individuelle Entfaltung scheint heute oft höher im Wert zu stehen, als gegenseitige Rücksichtnahme. Jeder ist vielleicht irgendwann mal alt, krank, ein Elternteil, etwas trottlig oder einfach nur sensibel. Natürlich sollte Rücksichtnahme nicht zur totale Zurücknahme der eigenen Interessen verkommen. Die Lehren der Vergangenheit und ein weiter Blick gen Osten warnen vor dem Primat der ,Volksgemeinschaft'. Und trotzdem wünsche ich mir mehr Rücksichtnahme, auch wenn ich weiß, daß der Zeitgeist vielleicht ein anderer ist. Ich persönlich finde es schön, wenn Kinder als integraler Bestandteil einer Familie erzogen werden. Als Menschen, die auch Wünsche  haben, denen man versucht nachzukommen, ohne die Kinder ununterbrochen zum Mittelpunkt des Interesse macht oder sogar zu dem allem Strebens und Handeln der Eltern. Denn die Bedürfnisse von Eltern, Freunden, Vettern und Basen oder den Unbekannten auf der Straße sind zwar nicht mehr wert als die eigenen, aber auch nicht weniger. Wenn man das der nächste Generation mitgeben kann, dann gibt es vielleicht etwas mehr Gemeinschaftssinn und auch etwas mehr Rücksichtnahme.

Mittwoch, August 01, 2012

Furchtbar illegal

Wenn mich einst meine Kinder fragen, ob ich mal was furchtbar illegales getan habe, kann ich jetzt sagen: "Ja, ich habe mal in Singapur Kaugummi gekaut!". Angesichts meines frischen Atems soll noch jemand sagen, daß sich Verbrechen nicht auszahlt!