Dienstag, März 25, 2008

Test - Philips Streamium Wireless Music System WACS 7500

Nachdem ich geschlagene 6 Jahre lang Musik aus einer Anlage des großen Hamburger Kaffeerösters "genossen" habe, wurde es mal Zeit für eine Investition. Und ich muß sagen, ich bin zufrieden!

Obwohl die UVP bei 1.000 EUR liegt, bekommt man die Streamium schon für ein Viertel weniger ins Haus geliefert. Das Design gefällt mir persönlich sehr gut, die Verarbeitung ist solide. Das ganze Set (bestehend aus einem Center und einer Station) ist auf Nutzer zugeschnitten, die a.) viel Internetradio hören, b.) viele mp3s besitzen und c.) die an unterschiedlichen Standorten in der Wohnung Musik (in meinem Fall Wohnzimmer und Küche/Eßecke) genießen wollen, nichts verkabeln wollen und eine ordentlichen, wenn auch kein High-End-Klangerlebnis erwarten.

Die Festplattengröße von 80GB ist sicherlich nicht üppig, aber ausreichend. Der Datentransfer vom Rechner auf die Anlage klappt problemlos. Allerdings funktionierte in meinem Fall die WLAN-Verbindung erst, nachdem ich die Rechner zunächst einmal kurz per Kabel verbunden hatte. Die ganze Netzwerkinstallation ist sicherlich nichts für Laien und auch die Einprogrammierung der Internetradiostationen über eine Philipswebsite ist kompliziert, funktioniert aber wenigstens.

Das einzige große Minus des Produkts ist der unzureichende Umfang der Webstream-Audioformate. Die Streamium kann (momentan?) weder rm noch die wma-Formate mms und rtp verarbeiten, so daß (in meinem Fall gut die Hälfte meiner Favouriten) einer Vielzahl von Internetradiostationen nicht erreichbar sind. Durch die UPnP-Unterstützung der Streamium und der Verwendung von TVersity kann man diese allerdings problemlos via Rechner/Notebook an die Anlage schicken. Philips umgeht da meiner Meinung nach mit letzter Not ein "Disqualifikation", denn Firmen wir TerraTec mit ihrem NOXON haben das technisch besser gelöst und spielen in einer anderen Klasse.

Das Rippen von CDs direkt auf dem Center funktioniert allerdings fehlerfrei und in einem angemessenen Zeitrahmen. Sehr gut finde ich auch, daß man mp3-Tags seiner Sandlung auch noch per WLAN auf der Festplatte der Anlage ändern kann. Leider kann man einmal auf der Anlage gespeicherte mp3s nicht wieder zurück auf den Rechner kopieren. (Da hatte sicherlich die Musikindustrie ihre Finger im Spiel!) Allerdings ist ein komplettes Backup möglich.

Ebenfalls problemlos funktioniert die Funkübertragung zwischen Station und Center, die in meiner Wohnung etwa 7m auseinander stehen. Diese Distanz - inklusive zweier massiver Wände - wird ohne Komplikationen überbrückt. Der Broadcast-Funktion (identisches Programm auf Station und Center) wurde von einer internationalen Jury bereits die Partytauglichkeit bestätigt. ;o)

Ich bin nach den ersten 14 Tagen sehr zu frieden, auch wenn es ein paar Kleinigkeiten, wie die bereits erwähnte "Beschränktheit" bei den Internetradiosendern und der gelegentliche Ausfall der 2-Wege-Fernbedienung für das Center, zu bemängeln gibt.

7 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Glückwunsch! Ich schwöre ja weiterhin auf ne Soundbridge von Roku/Pinnacle, die sich von einem kleinen Stream-Server im Arbeitszimmer bedienen lässt.
Welche Verschlüsselungen beherrscht denn der Philips?

r. hat gesagt…

Danke. Die Streamium beherrscht WPA und WPA2. Die Soundbridge und auch die Noxon hatte ich mir angesehen und mich nur deshalb dagegen entschieden, da ich eh ein komplett neues System und die Anzahl der Geräte minimieren wollte.

Unknown hat gesagt…

Man kann Files vom WACS auf den PC übertragen und zwar mit der Freeware WACHandler http://www.lucia-mathias.com/wacs

r. hat gesagt…

Vielen Dank für den Hinweis, Ananda! :o)

Anonym hat gesagt…

Hi, trage mich auch gerade mit dem Gedanken mir dieses System anzuschaffen. Wie sind Deine Erfahrungen damit inzwischen? Ich habe mir auch mal das Noxon und die Soundbridge angesehen, aber beide kommen ja noch nicht mal ansatzweise an die Möglichkeiten der Streamium Anlage. Hat sich inzwischen mit den unterstützten Formaten etwas getan? Vielen Dank für Deinen Bericht.

Anonym hat gesagt…

Im Prinzip stellt man sich damit doch quasi noch einen Computer in die Wohnung... Bin auch schon lange am Überlegen, wie ich meine Musikdateien am sinnvollsten in der Wohnung erklingen lasse und eigentlich warte ich noch auf die perfekte kabellose Boxenlösung. Aber da kann ich wohl auch noch eine ganze Weile warten. Das heir scheint ja auch schonmal eine nette Lösung, ich habe nur wie gesagt keine Lust, all meine Musik auf zwei Geräten zu verwalten.

Anonym hat gesagt…

Hi, ich habe mir die Anlage gerade erst gekauft. Leider bin ich sehr entäuscht von dem Ding, weil man sich vor dem Konfigurieren entscheiden muss, ob man Internetradio hören will oder eine Streaming-Verbindung zwischen Center und Station haben möchte.

Wenn man z.B. nach dem Einrichten der Verbindung zwischen Station und Center, das Center zum WLAN-Heimnetzwerk hinzufügt, geht die vorher eigerichtete Verbindung verloren und kann nicht wieder hergestellt werden. Dazu müssen die Geräte dann erst wieder auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt werden.

Das ist quasi wie ein Handy, bei dem man sich vor dem Einschalten überlegen müsste, ob man ins Fest- oder Mobilfunknetz telefonieren will.

Philips kann mir auch nicht weiterhelfen. Ich habe seit 5 Tagen schon 4 mal den Kundenservice kontaktiert, die mir bestätigen, dass ich alles richtig gemacht habe und selbst nicht mehr weiter wissen.

Habt Ihr die gleichen Probleme? Kann man nun Streamen und Internetradio hören oder tatsächlich nur eines von beiden?

Ich kann mir das nicht vorstellen, dass ein Gerät so unausgereift so lange auf dem Markt bleibt.

Hat jemand eine Lösung für das Problem?