Mittwoch, September 10, 2008
Bleibt alles anders
Heute haben wir uns in der Mittagspause intensiv darüber unterhalten, welche radikale Wandlung unsere Arbeitswelt unterlegen ist, die teilweise unsere Eltern nicht verstehen. Wir haben es das Auswachen der Grenze zwischen privater und Arbeitswelt genannt. Business-E-Mails werde ohne Druck von außen auch am Wochenende oder am Feierabend beantwortet, da man sich so einfach besser fühlt. Dafür haut' man im Büro auch schon mal während der Dienstzeit eine CD nebenbei ins Laufwerk, um bei den wenigen stupiden Arbeiten (Stempeln, Lochen, Abheften) mal in Schwung kommt. Der eine oder andere nutzt auch Skype nicht nur zu dienstlichen Zwecken, dafür werden dann auch ohne Murren unbezahlte Überstunden gemacht. So ist das moderne Leben in der öffentlichen Verwaltung. Und das nicht nur in den "oberen" Chargen, sondern auch bei den "qualifizierten Sachbearbeitern", wie es der M. gerne nennt.
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3 Kommentare:
Auch neu: Man kann noch so gute Arbeit abliefern; wenn das Management meint, die Abteilung aus strategischen Gründen schließen zu müssen, ist man arbeitslos.
Stimmt, wer so mit Arbeitnehmern umgeht, braucht sich nicht wundern, wenn diese sich dann auch wie Söldner benehmen.
Eben. Nur ist die Sölnermentalität die einzige, die man selbst als Mittel gegen "die Globalisierung" einsetzen kann.
Allerdings fällt das mit Familie irgendwann flach, weil irgendwann die Frau meutert, wenn man dauernd umziehen muss.
Und was die Chefs vergessen: Sie leben davon, dass es Leute gibt, die nicht wie sie sind. Die brauchen schließlich jemanden, der ihre Ideen auch umsetzt. Aber das wird von manchen vergessen und den Mitarbeitern dann auch noch zum Vorwurf gemacht.
Würde jeder Indianer Häuptling werden wollen, dann wäre das denen aber auch nicht recht. Dann ging es zu wie auf einem klingonischen Schlachtkreuzer oder wie beim Terranisches Imperium im Spigeluniversum
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