Mittwoch, Juni 02, 2021

Woche 20/2021 - Re:Publica, Fußball, Captain Berlin und Twin

Die Woche 20 war von zwei Großbveranstaltungen geprägt, die unterschiedlicher nicht sein konnten. 

Zuerst erfreute ich mich an der Re:Publica und das natürlich das zweite Jahr in Folge online. Gern schmiss ich für mein Ticket ein paar Euro in den Klingelbeutel. Es ist so wichtig, daß dieses Event "überlebt". Schön war es, ein paar bekannte Gesichter, wie das vom Nuf und von Marcus Richter zu sehen, aber irgendwie fehlten mir in diesem Jahr die wirklich spannenden Vorträge. Die #RP war für mich immer ein Platz der Inspiration und des Austauschs und diesmal war alles so problembehaftet und coronafixiert... Ich hoffe, es ist nächstes Jahr wieder anders und ich schaffe es nach Berlin. Und dann war noch das Danger Dan-Konzert am Abend. Schon deshalb hatte sich der Ticketkauf gelohnt.


Die zweite Großveranstaltung an der ich teilnahm, war ein Fußballspiel meines örtlichen Herzensverein. Fast auf den Tag 30 Jahre nachdem mein Schwesterherz mich zum ersten Mal mit ins Stadion genommen hatte. Damals wurde noch DDR-Oberliga-Fußball gespielt. Es war schon sehr seltsam in einem viertelleeren, aber sich trotzdem irgendwie voll anfühlenden, Stadion zu sein. Die Stimmung war großartig und ich hatte es noch nie, daß ich für Stadionwurst bzw. Pipipause nicht anstehen mußte. Wobei 1997 als "wir" in der 1. Runde gegen einen Bundesligisten spielten, kamen dank TV-Live-Übertragung und damals noch erfolgsverwöhntem Publikum auch nur 5.000 Leute ins Stadionrund. Apropos Stadionrund: Dies hätte nach 20 Jahren auch mal wieder eine Renovierung nötig. Man ist zwar noch nicht ganz wieder beim "Assi-Chic" der 90er Jahre angelangt, aber Sitzschalen, Toiletten etc. könnten doch mal wieder gemacht werden. Aber wenigstens gibt es noch "authentische" Fußballorte, wo nicht nur durchgestylte Events stattfinden. Man kann das auch positiv sehen. 

Mein Fazit nach beiden Großveranstaltungen: Endlich wieder normale Leute.

Gelesen
Nachdem ich beim Gratis Comic Tag 2019 (?) ein Probeheft von "Captain Berlin" ergattert hatte, habe ich mir endlich mal den ersten Sammelband der Serie zur Gemüte geführt. Worum geht es? In bester Pulp Parodie Tradition kämpt der Superheld "Captain Berlin" im und nach dem 2. Weltkrieg gegen Nazischergen. Was in einem Heft sehr unterhaltsam daherkommt, strengt über die Dauer eines ganzen Bandes dann doch etwas an. Ja, ich fühlte mich gut unterhalten, aber ein dauerhafter Freund der Reihe werde ich nicht. 

Gesehen
Ich habe mir Dir erste Folge der norwegischen Serie "Twin" in der Mediathek von der ARD angeschaut. Hauptdarsteller und Drehbuchautor ist der aus GoT bekannte Kristofer Hivju. Thema ist ein klassisches "Verwechselspiel" um sehr unterschiedliche Zwillingsbrüder. Ich konnte dem ganzen wenig abgewinnen: Die Geschichte zu bekannt und mit den Charaktere wurde ich nicht warm. Das kann durchaus an meinem ganz eigenen Geschmack liegen. Die FAZ etwa mochte die Serie bedeutend mehr. 

Gezeichnet 

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