Die heutige Montagsfrage lautet: Gab es schon einmal einen auf einem Buch basierten Film, den du besser fandest als das Buch?
"Aber natürlich!", lautet meine Antwort auf die Frage, die auf den alten Mythos "Das Buch ist immer besser als der Film." anspielt. Ich erinnere mich zum Beispiel mit Grauen an Winston Grooms Vorlage* für Forrest Gump und weigere mich auch nur ein Wort über dieses Buch zu verlieren.
Die Verfilmung hingegen ist bestes Popcornkino. Und wenn ich heute etwas mehr Zeit hätte, würde ich jetzt ein Loblied auf Robert Zemeckis anstimmen...
Montag, September 17, 2018
Montag, September 10, 2018
Die Montagsfrage #2 – Hörbuch
Die heutige Sonntagsfrage lautet: Ist Hörbuch-Hören für dich mit ’klassischem’ Lesen gleichzusetzen? Oder ist beides für dich grundverschieden?
Ich muß sagen, ich finde die Frage etwas schräg. Wenn ich eine schlechte Faust-Aufführung sehe, wird die literarische Vorlage nicht schlechter. Ich glaube, das ist ein Umstand, den ein "geschulter" Leser problemlos erkennt. Umgekehrt wird aus einen furchtbaren Buch auch kein Meisterwerk, selbst wenn es Stephen Fry oder Otto Mellies einlesen.
Ich höre eine handvoll Podcasts - am liebsten das Zeitzeichen - und zusätzlich vielleicht ein bis zwei Hörbücher pro Jahr. Sie sind dabei immer Begleitmedium, v.a. beim Kochen und Putzen. Es muß sich dabei bei mir aber um ungekürzte Ausgaben handeln. Hörspiele kommen mir nur ganz, ganz selten auf die Ohren. (Für Karl May mache ich da mal ne Ausnahme.) Besonders gerne höre ich Autorenlesungen. Ganz vorne dabei sind hier die Bücher von Sven Regener, wie z. B. Neue Vahr Süd*. (Ich könnte dem Mann tagelang zuhören und tue es auch.)
Ich muß sagen, ich finde die Frage etwas schräg. Wenn ich eine schlechte Faust-Aufführung sehe, wird die literarische Vorlage nicht schlechter. Ich glaube, das ist ein Umstand, den ein "geschulter" Leser problemlos erkennt. Umgekehrt wird aus einen furchtbaren Buch auch kein Meisterwerk, selbst wenn es Stephen Fry oder Otto Mellies einlesen.
Ich höre eine handvoll Podcasts - am liebsten das Zeitzeichen - und zusätzlich vielleicht ein bis zwei Hörbücher pro Jahr. Sie sind dabei immer Begleitmedium, v.a. beim Kochen und Putzen. Es muß sich dabei bei mir aber um ungekürzte Ausgaben handeln. Hörspiele kommen mir nur ganz, ganz selten auf die Ohren. (Für Karl May mache ich da mal ne Ausnahme.) Besonders gerne höre ich Autorenlesungen. Ganz vorne dabei sind hier die Bücher von Sven Regener, wie z. B. Neue Vahr Süd*. (Ich könnte dem Mann tagelang zuhören und tue es auch.)
Donnerstag, September 06, 2018
Journalismus gegen Geld? Gern, aber bitte nicht so! #SpiegelPlus #Blendle
Der Strukurwandel in den Printmedien ist ein altes Thema. Zudem ist es so unterhaltsam wie die die alljährliche Zahnarztuntersuchung. Und um beides kommt man selten rum.
Ich lese schon lange und oft SPIEGEL. Online, offline. Ich fühle mich informiert, ärgere mich aber dann auch regelmäßig, wenn dank des nächsten Skandals zum 10. Mal in diesem Jahr der Weltuntergang ausgerufen wird. Trotzdem: Das Blatt bleibt für mich von Interesse. Gerne bezahle ich auch für guten Content, der mich interessiert. Wenn ich denn den Preis angemessen finde. Und da fängt mein Dilemma an. Im Mai hatten die Hamburger, mit relativ kurzer Vorwarnzeit, ihr Abomodell umgestellt. Einzelne Artikel legal und gegen Cash zu lesen ist unmöglich. Ich muß ein Abo für 20 bis 35€ abschließen. Mein Probemonat beim sogenannten Spiegel+ war dann auch ernüchternd. Ich las ca. 4 Artikel pro Woche. Ja, ich hätte grundsätzlich auch mehr Interessantes gefunden, wenn ich Zeit gehabt hätte, aber darum geht es nicht. Ich habe auch noch andere Nachrichtenquellen. Vielmehr werde ich dazu gezwungen für ein Abendessen für zwei Personen bei dem Kroketten die Beilagen sind, einen Sack Kartoffeln zu kaufen. Und das jeden Monat wieder. Sehr unbefriedigend das Ganze.
Leider gibt es wenig Alternative. Grundsätzlich mag ich Blendle sehr gern. Und das obwohl die Preise für die Artikel nicht gerade günstig sind- Aber wenn ich mir mein Angebot selbst zusammenstellen möchte, bin ich bereit das zu zahlen. Leider bietet Blendle nicht alle Artikel von Spiegel+ zum Kauf an. Auch ist die ZEIT wohl letztes Jahr aus dem Angebot gestiegen. Und die BlendleApp wurde wohl von Taugtnix, dem gallischen Cousin des vierten Apokalyptischen Reiters, entworfen. Costumization ist ein Fremdwort. Zudem kann man versehentlich Artikel kaufen, da schon ein (!) falscher Klick für einen Kaufvorgang genügt. Und haben Sie schon die Suchfunktion gefunden? Ich auch nicht. Die scheint es nur im Desktopbrowser zu geben. Kuratierte Artikel sind ja toll, aber selbst entscheiden, was ich lesen möchte, möchte ich dann doch noch. Aber sobald es nicht besseres gibt, werde ich wohl trotzdem Kunde bleiben (müssen).
Ich lese schon lange und oft SPIEGEL. Online, offline. Ich fühle mich informiert, ärgere mich aber dann auch regelmäßig, wenn dank des nächsten Skandals zum 10. Mal in diesem Jahr der Weltuntergang ausgerufen wird. Trotzdem: Das Blatt bleibt für mich von Interesse. Gerne bezahle ich auch für guten Content, der mich interessiert. Wenn ich denn den Preis angemessen finde. Und da fängt mein Dilemma an. Im Mai hatten die Hamburger, mit relativ kurzer Vorwarnzeit, ihr Abomodell umgestellt. Einzelne Artikel legal und gegen Cash zu lesen ist unmöglich. Ich muß ein Abo für 20 bis 35€ abschließen. Mein Probemonat beim sogenannten Spiegel+ war dann auch ernüchternd. Ich las ca. 4 Artikel pro Woche. Ja, ich hätte grundsätzlich auch mehr Interessantes gefunden, wenn ich Zeit gehabt hätte, aber darum geht es nicht. Ich habe auch noch andere Nachrichtenquellen. Vielmehr werde ich dazu gezwungen für ein Abendessen für zwei Personen bei dem Kroketten die Beilagen sind, einen Sack Kartoffeln zu kaufen. Und das jeden Monat wieder. Sehr unbefriedigend das Ganze.
Leider gibt es wenig Alternative. Grundsätzlich mag ich Blendle sehr gern. Und das obwohl die Preise für die Artikel nicht gerade günstig sind- Aber wenn ich mir mein Angebot selbst zusammenstellen möchte, bin ich bereit das zu zahlen. Leider bietet Blendle nicht alle Artikel von Spiegel+ zum Kauf an. Auch ist die ZEIT wohl letztes Jahr aus dem Angebot gestiegen. Und die BlendleApp wurde wohl von Taugtnix, dem gallischen Cousin des vierten Apokalyptischen Reiters, entworfen. Costumization ist ein Fremdwort. Zudem kann man versehentlich Artikel kaufen, da schon ein (!) falscher Klick für einen Kaufvorgang genügt. Und haben Sie schon die Suchfunktion gefunden? Ich auch nicht. Die scheint es nur im Desktopbrowser zu geben. Kuratierte Artikel sind ja toll, aber selbst entscheiden, was ich lesen möchte, möchte ich dann doch noch. Aber sobald es nicht besseres gibt, werde ich wohl trotzdem Kunde bleiben (müssen).
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