Nachgedacht
"Digitalisierung in Deutschland" ist eines dieser Aufregerthemen. Zumindest für mich, denn genau damit beschäftige ich mich beruflich in der öffentlichen Verwaltung. Besonders blutdruckfördernd wird das Thema, wenn man sich auch noch im Privaten damit beschäftigen darf, so wie ich heute.
Eigentlich wollte ich nur in der Mittagspause meinen Anwohnerparkausweis verlängern. Bei der Recherche der Öffnungszeiten des Amtes informierte die Behördenwebseite: "Wir haben digitalisiert!".
Das ist normalerweise eine Botschaft, die modern und hoffnungsvoll klingt, aber in den tiefen Wäldern Germaniens ist so manches anders als im Rest der Welt. Denn mit Digitalisierung ist natürlich nicht die Antragstellung via Webseite gemeint und auch nicht die Verknüpfung von Daten der Zulassungsstelle mit denen des Einwohnermeldeamts. Warum auch? Die Freiheit jedes Einzelnen wird von den deutschen Datenschutzbeauftragten verteidigt und diese haben bekanntlich noch nichts von "Let data travel, not people!" gehört.
Auch in meinem Fall war das so. Lediglich die Terminverwaltung ist jetzt digital. Noch letzte Woche mußten sich der Bürger anstellen und kam dann erst 15 oder 20 Minuten später dran. Seit Montag ist alles besser: Eingeloggt, Termin gebucht und *zack* schon in vier Wochen darf ich vorstellig werden. Der Fortschritt läßt sich nicht aufhalten! Oder wie man im Osten sagt: Es entwickelt sich, Genossen Bauern. Das Flugwesen.
Getrunken
Von der guten Freundin wurde ich letzte Woche mit "Leev & Hoppe" angefixt. Die wahrscheinlich beste "Apfelschorle" der Welt. <3
Angesehen



