Donnerstag, November 12, 2020

12. November 2020: Digitalisierung, Leev & Hoppe und Die Ärzte

Nachgedacht

"Digitalisierung in Deutschland" ist eines dieser Aufregerthemen. Zumindest für mich, denn genau damit beschäftige ich mich beruflich in der öffentlichen Verwaltung. Besonders blutdruckfördernd wird das Thema, wenn man sich auch noch im Privaten damit beschäftigen darf, so wie ich heute.

Eigentlich wollte ich nur in der Mittagspause meinen Anwohnerparkausweis verlängern. Bei der Recherche der Öffnungszeiten des Amtes informierte die Behördenwebseite: "Wir haben digitalisiert!".

Das ist normalerweise eine Botschaft, die modern und hoffnungsvoll klingt, aber in den tiefen Wäldern Germaniens ist so manches anders als im Rest der Welt. Denn mit Digitalisierung ist natürlich nicht die Antragstellung via Webseite gemeint und auch nicht die Verknüpfung von Daten der Zulassungsstelle mit denen des Einwohnermeldeamts. Warum auch? Die Freiheit jedes Einzelnen wird von den deutschen Datenschutzbeauftragten verteidigt und diese haben bekanntlich noch nichts von "Let data travel, not people!" gehört. 

Auch in meinem Fall war das so. Lediglich die Terminverwaltung ist jetzt digital. Noch letzte Woche mußten sich der Bürger anstellen und kam dann erst 15 oder 20 Minuten später dran. Seit Montag ist alles besser: Eingeloggt, Termin gebucht und *zack* schon in vier Wochen darf ich vorstellig werden. Der Fortschritt läßt sich nicht aufhalten! Oder wie man im Osten sagt: Es entwickelt sich, Genossen Bauern. Das Flugwesen.

Getrunken

Von der guten Freundin wurde ich letzte Woche mit "Leev & Hoppe" angefixt. Die wahrscheinlich beste "Apfelschorle" der Welt. <3

Angesehen 

Irgendwie wurde dieses gut gealterte Rumgeblödel der Ärzte von der DVD  Rock'n'Roll Realschule* in meine YouTube-Liste gespült und und ich habe beim Anschauen genauso gelacht, wie beim ersten Mal schauen im Jahre 1834. 

Mittwoch, November 11, 2020

11. November 2020 - Regeln, Kinderbuch, Fasching

Nachgedacht

In der KITA wurde ich heute zweimal dafür "gelobt", daß ich vor der Tür der Umkleiden gewartet habe, damit die Maximalanzahl von "zugelassenen Personen" darin nicht überschritten wird.

Irgendwie habe ich das Gefühl, daß jeder in Sachen Covid nur noch das macht, was er/sie will. Aber wo enden wir bitten, wenn jeder nur noch die Regeln befolgt, die er nicht doof findet? Sicherlich nicht bei der Philosophenherrschaft, welche IMHO, sicherlich auch nicht funktionaler wäre als das aktuelle Gesellschaftssystem. Natürlich soll man in freien Gesellschaften zweifeln und hinterfragen, aber irgendwie gibt es momentan schon eine Schräglage. Hier an der Küste hat man den Weihnachtsmarkt abgesagt, was eine gute Entscheidung war. Allerdings nutzen die Bewohner momentan jede andere Möglichkeit sich abends gesellig "zusammenzurotten". Das ist menschlich nachvollziehbar, aber auch immens blöd. Und die Stadtverwaltung macht... wenig.

Ja, die aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln sind teilweise unlogisch und ändern sich ständig. Natürlich wäre es einfacher die Leute einfach sterben zu lesen. Oder nach australischem Vorbild alles einmal komplett runterzufahren. Dann muß man auch nicht fragen, was erlaubt ist. Beides will auch keiner. Also müssen wir mal aufhören zu heulen und das umsetzen, was es zu umsetzen gilt, damit möglichst viele Menschen gesund bleiben. Das ist jetzt nicht die schlechteste Motivation, oder?

 "If you're going through hell, keep going.", sagte schon Winston Churchill, wobei die aktuelle Situation um einiges schlimmer sein könnte, aber wir sind halt alle manchmal hysterische Schneeflocken. 

Laßt uns alle an die Regeln halten. Bitte.

Projekte

Das Kinderbuchprojekt ist nun so weit, dass es heute an den Illustratoren und zum Lektorat ging. Rund 162.000 Anschläge sind es geworden. Jetzt geht es an den sprachlichen Feinschliff, das Drucken, den Verkauf. Ich bin gerade glücklich aber auch ziemlich müde.

Angehört

Sonstiges

 

Dienstag, November 10, 2020

10. November 2020: USA, Discgolf, Flick Fleck & #KaufmehrKunst

Nachgedacht

Kaum ist die Orange abgewählt, erhöht sich bei mir deutlich die Lust wieder mal in die USA zu reisen. Das letzte Mal ist nun schon zehn Jahre her. Eigentlich wollten wir dort 2014 unsere Flitterwochen verbringen. Es sollte mit dem California Zephyr von Chicago nach San Francisco gehen. Leider hatte der doofe Arbeitgeber etwas entgegen. Aber mit dem (Nacht-)Zug von Kronstadt über Budapest und Prag nach Berlin hatte auch was, v.a. weil wir mit den Freunden unterwegs waren, die immer die beste Reisebegleitung sind. Jetzt, wo die Kinder größer werden, wird das Szenario von einem romantischen Wochenende in NYC jedenfalls wieder realistischer.

Gespielt

In der Mittagspause gab es eine halbe Runde Discgolf. Während unsere Freundin in den letzten Wochen extreme Fortschritte gemacht hat und uns mittlerweile drastisch an die Wand spiel, ging bei mir heute gar nichts. Zumindest waren wir an der frischen Luft. Wenigstens bleibt mir mein erster Birdie von letzter Woche.

Abends spielten wir mit der 5jährigen Flick Fleck*, eine puzzelartiges Brettspiel, dass ich zu 100% für Kinder in dem Alter empfehlen kann. (Man kann es aber auch allein und als Erwachsener spielen, wenn man gerade etwas Zen braucht.)



Eingekauft

Traditionell besorge ich so >95% der Weihnachtsgeschenke für Freunde und Familie. Einfach, weil es mir unendlich Spaß macht zu wichteln, während meine Liebste dadurch einfach nur gestresst werden würde. Heute habe ich bei zwei Künstlern eingekauft. Ich sage ja immer "Kauft mehr Kunst!", das gilt 2020 sicherlich noch mehr als in anderen Jahren. Also: Macht es mir nach!