Mittwoch, März 28, 2018

Verbrauchertipps - Frühjahr 2018

Das Hasenfest nähert sich mit großen Schritten. Und obwohl ich den meisten Ausprägungen von Konsumwahn kritisch gegenüberstehe und auf jeden Fall verhindern möchte, daß sich Ostern zu Weihnachten II entwickelt, sehe ich mich aus familienpolitischen Gründen (Eltern! Schwester!) doch stets gezwungen ein paar Kleinigkeiten für die Lieben zu besorgen. So auch 2018. Und da ich immer hoffe, mit meinem Leid nicht der Einzige zu sein, möchte meine Ostereinkaufsideen an dieser Stelle mit Euch teilen.

[Wenn Du, liebe Leser, willensstärker bist als ich oder sogar Posts mit bösen, bösen Affilate-Links - man achte auf das * - umgehen möchtest, halte hier an und lies anderenorts ein paar Dilbert Cartoon.]

BÜCHER
Viel Spaß hatte ich im Winter beim Lesen der Biographien von Feeling B/Rammstein-Keyboarder Flake. Und das obwohl ich mit seiner Musik nichts bis gar nichts anzufangen weiß. Während der erste Band "Tastenficker"* sehr unterhaltsam, aber auch sehr chaotisch, ist - nicht nur ich bräuchte dringend einen Lektor oder besser eine Lektorin - ist der zweite Band "Heute hat die Welt Geburtstag"* viel geschliffener, aber auch etwas erkenntnisärmer. Wem Flakes Besuch in der Hörbar Rust oder die Arte-Doku gefallen hat, kommt voll auf seine Kosten.

Das Buch der Stunde - und nicht nur weil es hasentechnisch so toll zu Ostern paßt - kommt natürlich von einem John Oliver & Team: Marlon Bundo* ist mein Held.



BRETTSPIELE
Beim Besuch meiner Lieblingsesten haben wir wieder einige Brettspiele ausprobiert, etwas das mir sehr fehlt seit sie weg sind und meine sozialen Aktivitäten familienbedingt etwas eingeschränkt sind.
In "Azul"* habe ich mich gleich verliebte: eine tolle Mechanik, schöne Spielsteine und ein Konzept, daß der Vorgabe "Easy to learn, hard to master" kompromisslos folgt. Eine Empfehlung für alle, die Jaipur* und Carcassonne* mögen.
Zum Aufwärmen hatten wir das Exit-Game "Die verlassene Hütte*" gespielt. Exit-Games verhalten sich wie Exit-Rooms: In einer Gruppe von Personen, muß man Rätsel lösen, um der Situation zu entkommen und das Spiel zu gewinnen. Man kann das Spiel genau einmal spielen, weil man es teilweise zerstören muß. Das ist aber nicht schlimm: Ein Preis von 10 bis 15€ für eine Stunde Spielspaß in einer größeren Gruppe fand ich angemessen.
Wer grundsätzliche beim Brettspielkauf ein paar Euro sparen möchte, empfehle ich Brettspiel-Angebote.de. Einer tollen Plattform mit gut funktionierendem Preisvergleich zwischen den vielen Anbietern.
Leuten, den der Spielpartner fehlt, möchte ich noch mal die App-Version von Star Realms ans Herz legen: Ein Deckbuilder, der mich schon seit Jahren fesselt. Und das für sehr wenige Euro. Es gibt kein Abo oder so ein Mist. Die Server sind fast immer online und selbst auf dem iPhone spielt sich das Spiel sehr zügig. (Dafür sollte man aber schon die Karten kennen.)

ELEKTRONISCHES
Wer ganz viel Kohle für sich oder andere ausgeben möchte, sollte das beim Pjöni tun. Dieser bastelt nämlich seit kurzem tolle Handhelds auf denen viele Spieleklassiker von PS1 über Gameboy bis C64 zocken kann. Einfach toll.

KUNST
Mein letzter Tipp ist gar kein geheimer. "Kauft mehr Kunst!", rufe ich ja schon seit Jahren in die Welt und das es große Meisterwerke für wenig Geld gibt, zeigt immer wieder Kiki mit ihrem Bärenabo. Kauft es, verschenkt es und macht die Menschheit glücklich damit!

Donnerstag, März 08, 2018

Tipp: Mediatheken

Die Software MediathekView ist gefühlt seit Bismarckszeiten kein Geheimtipp mehr. Mit ihr kann man fix und sorglos Inhalte aus den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Anstalten herunterladen.

Was zumindest mir neu war, daß es auch ohne Installation geht. Nämlich mit Hilde der Webseite Mediathekviewweb.

Ganz viel Liebe für das Tool und die dazugehörende Webseite!

Donnerstag, Februar 08, 2018

Mein Herz, ein Ort an dem die olympische Flamme lodert

Als jemand, der in den letzten Tagen der 1970er Jahre geboren wurde, sehe ich mich nicht unbedingt als DDR-Kind. Ich glaube, daß mich die Nachwendejahre mit seiner  - teils chaotischen - Transition vielmehr geprägt haben als die zehn Jahre meiner jüngsten Kindheit.

Es gibt da gewiss Ausnahmen, so weiß ich natürlich noch was Knusperflocken, Schlangestehen oder Pioniernachmittage sind. Und alle zwei Jahre kommt so eine Vorfreude in mir hoch: Die olympischen Spiele stehen vor der Tür!

Ja, ich gebe es zu: Mein Herz ist ein Ort, in dem die olympische Flamme lodert. Die Jugend der Welt kommt an einem Platz zusammen, zelebrieren Völkerfreundschaft, erweitern ihren Horizont und messen sich in fairen Wettkämpfen. Welch' schöner Traum! Ein Traum, den man bisher weder Sponsoren mit ihrer dümmlichen Werbung, noch Dopingvergehen, politischen Irrungen und Wirrungen oder auch fehlender Nachhaltigkeitskonzepte madig machen konnten.

Das erste sportliche Großereignis, daß ich bewußte wahrnahm und heute auch noch erinnere, waren die Spiele von Calgary 1988: Matti Nykänen, Wolfgang Hoppe, Bogdan Musiol und Jens Müller hießen meine Helden. Als 8jährigen schrieb ich jeden Tag den Medaillenspiegel in ein kleines Buch mit hartem, blauem Einband.

Und so sitze ich seitdem bei allen Spielen, ob Sommer, ob Winter vor dem Fernseher. Und freue mich auf Momente wie, die Siege von Bjørn Dæhlie...



... die Wiederauferstehung von Hermann Maier...



... die Tränen von Gunda Niemann....



... und zwischendurch vielleicht der eine oder andere musikalische Beitrag, den man sich sonst nicht anhören würde:



Halten Sie mich verrückt, aber ich freue mich verrückt auf die nächsten zwei Wochen und schaue schon mal sehnsüchtig auf das Autogramm von Oskars Melbardis und seiner Crew an meiner Pinwand.