Dienstag, Dezember 31, 2019

Jahresabschlußgedanken #bestof2019

Das Jahr 2019 trudelt so langsam aus. Das nehme ich mal wieder zum Anlaß ein paar Gedanken (v.a. bezüglich meines Medienkonsums und der Netzwelt im allgemeinen) einzufangen. 

Beruflich war dieses Jahr sehr anstrengend. Der Weggang der Lieblingskollegin war wie erwartet nicht nur ein menschlicher Verlust, auch brauchten wir 13 Monate und drei Stellenausschreibungen, um jemanden zu finden, der mich im Büro unterstützt. Es wird immer schwerer qualifizierte Leute zu finden, wenn irgendwas im Gesamtbild der Stelle (Gehalt, Aufstiegschancen, Befristungen o.ä.) nicht stimmt. Der Mehrbelastung machte sich in Form von Überstunden, ungenutzten Urlaubstagen und erhöhtem Zuckerkonsum bemerkbar. Im Dezember hatte ich allerdings eine sehr, sehr gute Fortbildung, die inhaltlich voll überzeugte und bei der ich eine ganze Reihe neuer, kompetenter und netter Kolleginnen und Kollegenen kennenlernen durfte. Mal ganz davon abgesehen, daß sich durch sie vielleicht noch andere berufliche Perspektiven eröffnen.

Die beschränkte Freizeit versuchte ich so gut es ging zu nutzen: Weniger mit Netflix und Kino, sondern vor allem mit der Familie und den Freunden. Bei dem wenigen Filmen, die ich in diesem Jahr gesehen habe, war nichts dabei was ich unbedingt empfehlen würde, allerdings gab es ein paar Serien, die mir gut gefallen haben, v.a. das brillante "Fleabag*". Darüber werde ich kürze im Podcast ein paar Worte verlieren.

Ja, der Podcast war sicherlich eine der schönsten Überraschungen der letzten Monate. Sich mit einem netten Menschen über nerdige Themen austauschen zu können und dann auch noch ein paar Zuhörer zu haben ist eine sehr befriedigende Angelegenheit. Gleiches gilt für die Fertigstellung das kleinen Bilderbuchs, welches das Töchterchen zum Geburtstag bekam.


Gelesen habe ich 2019 v.a. Kinderbücher und Graphic Novels. Ich wurde schon schlechter unterhalten. Sehr empfehlen möchte ich die Hilda-Reihe von Luc Pearson, die Moomin-Klassiker zum Vorlesen, das wunderbare Bärenbuch von Kiki und das bewegenden und informative Agentterrorist* von Deniz Yücel.  

Gespielt wurde 2019 auch wenig. Es gab ein bißchen Anno im Frühling, Super Mario im Sommer und ansonsten eine gelegentliche Runde Concrete Jungle und Dominion (online). 

Sehr zufrieden war ich mit meinem Schreibpensum bis zum Winter: Die anvisierten 100 Blogbeiträgen lagen in greifbarer Nähe  bevor quasi acht Wochen lang immer irgendwer in der Familie krank war und sich das Zeitfenster für die Bloggerei fast vollständig schloß. Gerade auf dieser Plattform hier hätte ich mich gern noch häufiger geäußert. Ich werde aber auch im kommenden Jahr versuchen am "Dreistelligen" zu kratzen. Dabei werde ich noch öfter lieber Halbgares veröffentlichen, bevor am Ende des Jahres die Liste der "fast fertigen" Posts länger ist als die der tatsächlichen geposteten.


Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch! Wir lesen uns!

Freitag, Oktober 11, 2019

Tipp: Wie man sich die erste Folge der neuen Short Treks ansehen kann


Als wäre es nicht schon blöd genug, den zweiten Tag total verrotzt im Bett rumzuliegen, da muß man auch noch überall auf den einschlägigen Seiten die Reviews für die neuen Star Trek: Short Treks umschiffen. Wie auch im letzten Jahr gibt es wieder keine Möglichkeit sich außerhalb von Nordamerika die neuen Folge legal anzuschauen und selbst in den schmuddligeren Ecken des Netzes - wie gut, daß ich hier anonym blogge und deshalb hier berichten kann - sieht es momentan mau aus.

Dachte ich zumindest.



Dann entdeckte ich, daß man bei CTV in Kanada ohne Zahlung/Registrierung, die erste Folge namens "Q&A" schauen kann. Man braucht nur ein VPN-Programm mit einem Server in Kanada (wie den großartigen Tunnelbear, dessen kostenloses Volumen von 500 MB pro Monat problemlos dafür ausreicht) und schon kann die Reise in 23. Jahrhundert losgehen.

(Und die erste Folge lohnt sich wirklich!)

P.S. Spoiler: Wie geil ist bitte der eigentliche Name von "Number One"?!

Donnerstag, Oktober 10, 2019

Rpunkt spielt... Anno 1404

Nach anderthalb Jahrzehnten Bloggerei habe ich mich entschlossen unter "Rpunkt spielt..." eine neue Kolumne zu starten. Ich bin überzeugter Gelegenheits-PC- und Brettspieler, eine Nische, die bei Reviews im Netz viel zu selten bedient wird. (Sorry, ich habe keine 20 Stunden die Woche Zeit alle Sidequests in irgendwelchen mittelmäßigen Titeln abzugrasen.) Daher werde ich versuchen 2-3 Mal im Jahr meine 2cents zum Thema beizutragen. Mal sehen, wie lange ich durchhalte. 

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In meiner Nachwendejugend gab es nicht allzu viel elektronisches Gerät im Freundes- und Bekanntenkreis. Der Nachbarsjunge unter uns hatte einen C64, die Patentante einen Atari und nach der Jugendweihe besaß auch der liebe M. ein IBM-kompatiblen PC. Und da der M. ein netter Mensch war, scharrten wir uns um den Bildschirm und spielten in den Ferien tagelang zusammen Anstoss (er mit Schalke, ich mit Werder Bremen) und Colonization. So haben mich seit 1994 Aufbaustrategiespiele, am liebsten rundenbasiert, fest in ihren Bann gezogen.

Im Frühling stieß ich vermehrt auf Werbung für das neue Anno 1800* und da ich über Ostern zwei Wochen  "Strohwitwer" war, beschloß ich, der Reihe mal wieder eine Chance zu geben. Den letzten Teil, den ich noch nicht gespielt hatte, war 1404, so freute ich mich, daß ich ihn bereits für ein Zehner bei Steam erwerben konnte.

Der Spaß konnte beginnen. Das dachte ich zumindest. Ich Naivling! Denn wer wäre darauf gekommen, daß Steam/Ubisoft ein Spiel vertreibt, daß unter Windows 10 nicht laufen würde. Und dies zudem ohne Warnung. Am ersten Tag gab es gleich zwei Probleme zu lösen: Das Erste bestand darin, die Software so zum Laufen zu bringen, daß man alle Bildschirmbereiche klicken konnte, was mir nach viel Rumprobieren mit folgenden Systemeinstellungen gelang:


Kaum lief das Spiel, trat Problem Nr. 2 auf den Plan: Alle paar Minuten lief der Hauptspeicher voll. Die Verwendung von 64Bit-Systemen hatte bei Ubisoft niemand vorhergesehen. (Und auch keinen Fix bereitgestellt, obwohl man das Projekt bis heute weiter vertreibt.) Aber diese Links aus dem Netz halfen mir weiter (Link 1, Link 2, Link 3).

Das Spiel als solches ist gewohnt großartig, aufgrund der oben beschriebenen Schwierigkeiten sollte man aber vielleicht doch eher zu einem der aktuelleren Titel der Reihe greifen. Es muß ja nicht jeder so bekloppt sein, wie ich.