Samstag, Juli 05, 2025

Woche 21/2025 - Von Reisen und Mumins

Der Montag war der Auftakt zu den großen (Dienst-)Reisefestspielen: Vier Reisen innerhalb eines Monats gab es bei mir seit Corona nicht mehr. Ich habe es allerdings auch nur bedingt vermisst.

Gleich zum Anfang hatte ich eine große Konferenz vor der Brust, aber erstens hatte ich – obwohl ich zum Veranstalterteam gehörte – eher einen Beobachterstatus (größte Gefahr: Handgelenksschmerzen durch exzessives Händeschütteln), zweitens treiben solche Veranstaltungen in meiner dritten Dekade im Brotberuf kaum noch den Blutdruck hoch.

Die Anreise tat es allerdings. Da einige Fluglinien in Finnland streikten, mussten wir nicht nur um 03:00 Uhr aufbrechen, sondern auch noch einen Umweg über Riga einlegen. Dort hatten wir dann wenigstens zehn Stunden fürs Sightseeing und Teambuilding. Besonders schön: Meine Liebste, auch Kollegin, und ich waren in der gleichen Reisegruppe. (Die Schwiegereltern passten derweil auf unsere Hobbits auf.) Und tatsächlich waren wir noch nie gemeinsam in der lettischen Hauptstadt. So konnten wir uns gegenseitig Lieblingsecken zeigen, was nach 15 Jahren Beziehung schön ein wildes Gefühl war.

Irgendwann ging dann unser Trip weiter und wir kamen wir in Tampere an, das ich bisher nur vom Durchreisen kannte. Die Stadt machte einen sehr angenehmen Eindruck, ist aber momentan auch die hipste Location des Landes. Und die Finnen mag ich ja eh. Grundentspannt, professionell und wortkarg – da fühle ich mich als Norddeutscher wohl.

Der Konferenzverlauf war sehr viel „business as usual“, trotzdem gab es eine sehr angenehme Überraschung: Im gleichen Gebäude wie das Veranstaltungszentrum befand sich ein „Mumin“-Museum, das mir sehr gefallen hat. Die Innengestaltung gab die Atmosphäre der Bücher sehr schön wieder. Man hatte das Gefühl, sich in einem Märchenwald zu befinden, und die Idee, bekannte Szenen aus der Buchreihe von Tove Jansson mit 3D-Modellen und Dioramen wiederzugeben, hatte einen besonderen Charme.

Ich bin nicht der größte Fan der Trolle, finde es aber sehr interessant, wie sich das „Moomiversum“ seit dem ersten – nicht sehr starken – Band entwickelt hat. Und auch ich konnte mich dem besonderen Zauber einzelner Geschichten und Comic-Strips nicht entziehen. Da wurde wirklich etwas Einzigartiges, ganz Tolles geschaffen, das nicht nur die finnische Seele anspricht.

Und so passierte dann, was fast zu erwarten war: Als mich die Kolleg:innen mit Stift sahen, baten sie reihenweise um eigene Porträts mit den kleinen Trollen.

Sonntag, Juni 22, 2025

Woche 20/2025 - Elster, Samuel, Wann war es und die Boo Boos

Geärgert

Anscheinend war ich so blöd und habe mein Elster-Zertifikat auslaufen lassen. Ich könnte schwören, ich hätte es unlängst verlängert – hatte ich aber nicht. Oder so dumm abgelegt, dass ich es nicht wiederfinde. Dann warte ich jetzt mal auf den neuen Aktivierungsbrief und beiße zwischenzeitlich in meine Steuererklärung von 2005.

Gesehen 

Ich schwärmte hier ja schon von der Kurzserie „Samuel“ von Emilie Tronche. Keine lauten Twists, keine überinszenierte Dramatik – nur dieser Junge, der schreibt, während um ihn herum alles redet. Auch der Zeichenstil ist aufs Nötigste reduziert und verstärkt dadurch noch die erzählerische Kraft. Mittlerweile wurde die Serie für den Prix Europa nominiert, und nun gibt es davon auch eine Langfassung.

Gemacht

Im Blog von Roland stellten wir fest, dass uns ein Geschichtszahlenratequiz fehlt: Irgendetwas zwischen GeoGuessr und PastPuzzle... Knapp 24 Stunden später stand die erste Version von "Wann war es?" online. Mittlerweile wurden in den zwei Spielmodi fast 3000 Partien gespielt. Der Schwierigkeitsgrad ist eher knackig. Vielleicht ist es auch etwas für Euch? 


Gehört 

Ab und zu ein Song von E tut der Seele gut. Und jetzt scheint er auch Teil einer neuen Superband namens Boo Boos zu sein. Mir gefällt's, kommt in meine Sommer-2025-Playlist.

Samstag, Juni 21, 2025

Woche 19/2025 - Cervisia, Gutmarkiert und Billie Eilish

Gelernt

Seit Jahrzehnten dachte ich, es würde in allen Asterix-Heften von dem Cervisia gesprochen. Anschließend wild in alten Alben geblättert und tatsächlich immer die Cervisia gefunden. Wie konnte sich das so falsch und tief in mein Hirn graben? #MandelaEffekt

Geärgert

Schon im Kindergarten belabelten wir alles, was man so als Kind verlieren kann, mit den Textilaufklebern von Gutmarkiert. Die Qualität der Sticker stimmte, auch wenn es sicherlich günstigere Angebote auf dem Markt gibt. Aber auch nach x-mal Waschen und unter Dauerbelastung waren die Textilaufkleber immer noch gut lesbar. Wir hatten einen guten Lauf. Jetzt wurden aber die Designs der Dinger geändert und irgendwie kommen wir nicht mehr zusammen. Entweder ist der Farbcode nicht mehr eindeutig (Tochter: blau, Sohn: rot), oder die Schriftgröße ist nicht mehr richtig lesbar, oder es passen nicht mehr genug Zeichen (für meine Telefonnummer) auf die Aufkleber. Ich möchte was anzünden.

Gehört