Ab wann spricht man von einer "Tradition"? Reichen drei Jahr ein in Folge? Auch 2023 reiste meine Liebste vor ins Sommerhaus der Schwiegereltern nach Transilvanien, wo wir bald drei Urlaubswochen zusammen verbringen werden. Während sie vor Ort home office macht, habe ich die Wohnung sieben Tage für mich allein und versuche im Büro Herr der Lage zu werden. Mittlerweile sind wir in meiner kleinen Abteilung seit einem Jahr unterbesetzt und man merkt es täglich. Was ich auch merke ist, dass man die gewohnten Stunden von Lohn- und Carearbeit nicht komplett auf Bürojob schwenken sollte, das ist zwar beides lang und anstrengend aber bei letzterem kommt dann doch noch eine ganz andere, innere Leere dazu, wenn man innerhalb einer Woche 50+ Stunden abreißt.
Nunja, es sind in den letzten sieben Tagen auch tolle Dinge geschehen: Broileressen mit der Ex-Lieblingskollegin inklusive langem Spaziergang und Feierabendrhabarberschorle am Strand und gestern gönnte ich mir - allein - den neuen Indiana Jones im Kino. Das Publikum war im Schnitt deutlich über 40, wenn nicht sogar über 50 Jahre alt. Aber trotzdem quasi alle im Grundschulalter im Vergleich zu Mr. Ford. Der Film plätscherte so dahin. Ich war mäßig gut unterhalten, denn wenn wir ehrlich sind, gibt es eh nur einen richtigen guten Film der Reihe, oder? Der Rest ist schon immer eine ziemliche Schleife, so handlungsmäßig. Trotzdem war das "Rad des Schicksals" - mal wieder ein selten dämlicher Titel - um Längen besser als "The Equalizer", den ich in dieser Woche auch erdulden mußte. Unglaublich, dass sich Denzel mittlerweile für solch voll verblödeten Gewaltp*rno hingibt.
So: Nun ist aber Urlaub. Also fix noch aufräumen, Sachen packen und los geht's!




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