Die Kinder (5 und 8) haben sich im Spielwarengeschäft unseres Vertrauens für 30 EUR einen Minitischkicker* gekauft. Ich war sehr erfreut, wie sie das "Projekt" in Angriff nahmen und wie zielgerichtet und fair die "Beschaffung" funktioniert. Wirklich sehr gut angelegtes Taschengeld, denn die Kinder spielen damit wirklich gern.
Auch ich war - trotz berechtigter Skepsis bei dem Preis - ganz angetan von dem Gerät: Montage, Verarbeitung und Bespielbarkeit erhalten (für die Preisklasse) die volle Punktzahl. Einziger Nachteil: Das Gerät steht natürlich nicht fest auf dem Tisch, so dass die Spielweise der beiden Mannschaften nicht allzu wild sein sollten.
Am Ostersonntag gab es hier im Hause nach dem Brunch ein 1 vs 1 - Turnier mit sechs Personen im Alter von 5 bis 78 Jahren und auch hier überzeugte das Spielgerät. Gespielt wurde eine Meisterschaft in dem Jede/r gegen Jede/n antrat. "Abgerechnet" wurde mit dem famosen Excel-Dateien von Hermann Baum. Ganz viel Liebe für diese kostenlose Tool
Gekauft
Gelegentlich werfe ich mal ein Video bei Youtube, TikTok und Instagram ein. So richtig wohl fühle ich mich in Sachen Urheberecht dabei nie, wenn TT und Insta Soundschnipsel vorschlagen. Da es bei meinen Bewegtbildern äußert selten um Tanzvideos geht, habe ich bei HumbleBundle einige als "royalty-free" gekennzeichnete Musikstücke gekauft. Ein paar Zweifel blieben, z.B. ob man bei Verwendung die Urheber nennen muss, daher wendete ich mich direkt an den Rechteinhaber und dieser gab schnell und kompetent Auskunft ("Man kann, muss aber nicht.). Super, so macht Contentcreation Spaß.
Gelesen
Bei dem Fastfoodrestaurant mit dem schottischen Familiennamen bekamen wir neulich das Buch "Bitte nicht öffnen, sonst Yeti, Ritter, Schneegewitter" als Gratisbeigabe. Tja, das war mal ein Volltreffer bei der Lektüreauswahl. Die Kinder waren hellaufbegeistert und auch bei uns Eltern setzten beim Vorlesen keine Störgefühle ein. Man darf das Buch (und seine Fortsetzungen) gern im Buchhandel erwerben.
Gehört
"Fußball ist (...) für untherapierte Männer häufig der einzige Ort, wo sie mit ihren eigenen Gefühlen so richtig in Berührung kommen." Mal wieder eine Klassefolge von "Ball you need is love", diesmal mit Paula Lambert.
Es muss das Wintersemester 2002/2003 gewesen sein, als ich, die anstehende Magisterarbeit und die Fahrbahn im Blick, mit dem Personenkraftwagen aus Richtung Süden kommend, irgendwo im Berliner Umland einen der Hauptstadtsender ins Radio bekam.
Eine enthusiastische Radiomoderatorin - oder auch Moderator, so gut ist mein Gedächtnis nun wirklich nicht - erzählte, dass diese "Guten Tag" die nigelnagelneue Single einer noch unbekannten Nachwuchsband sei und legte sie gleich noch ein zweites Mal auf. Und wenige Minuten später dann tatsächlich noch ein drittes Mal. Verrückt. So etwas hatte ich noch nicht erlebt. Und so blieb mir das Ereignis bis heute in Erinnerung.
Irgendwann wurde "Reklamation" von "Wir sind Helden" gekauft, denn coole, deutschsprachige Popmusik war ja schon immer eine Ausnahme. Ein richtiger Fan - im Sinne von: Wenn sie in der Nähe sind, müssen wir wirklich Karten kaufen! - war ich dann mit dem zweiten Album "Von hier an blind", das in seiner Gänze bis heute zu meiner ganz persönlichen, nie angefochtenen Top 5 gehört. Album drei mochte ich auch noch, bei Nummer 4 fehlte mir dann die Unbeschwertheit - trotz auch da aller vorhandenen Kontraste - der ersten Erscheinungen.
Trotzdem wurde mir ganz schwer ums Herz, als die Band ihre - als Langzeitpause verklausulierte - Trennung verkündete.
In meinem Weltschmerz legte ich die Musik weiterhin gerne auf - meine Lieblingsnichtmuttersprachlerin wurde dadurch fast ein größerer Fan als ich - und schaute das eine oder andere alte Musikvideo oder das schon fast legendäre "Durch die Nacht mit... Judith Holofernes und Lewis Trondheim".
Im letzten Jahr erschien "Die Träume anderer Leute*", die autobiographische Erzählung der Frontfrau über die letzten Jahre in der Band - als Mutter zweier kleiner Kinder - und die sehr aufreibenden Jahre danach. Meine Liebste verschlang das Buch und war hellauf begeistert, ich quälte mich eher hindurch. Nicht weil es schlecht geschrieben war, sondern weil es so schonungslos, so persönlich, eine solch tiefgreifende Selbstanalyse war, dass es für jemanden wie mich, der praktisch veranlagt ist und oft in "Möglichkeiten" und wenig in "Optimalzuständen und Träumen" denkt, stellenweise sehr schwer zu ertragen war. Trotzdem war und ist es eine Bereicherung und gerne habe ich das Buch mehrmals verschenkt. Ähnlich wie die Autobiographie von Michael Caine zeigt der Band sehr gut, was für ein Kampf auch ein sehr erfolgreiches Künstlerleben ist. Dinge, die sich oft auch auf die eher generisches Existenz von uns Angestellten übertragen lassen: Wo beginnen wir mit der Aufgabe unserer Ideale und Ziele? Sind Kompromisse Verrat? Wenn ja, wo? Im Leben generell? In Beziehungen? Im Künstlerischen?
Ich bin mir sicher, Judith Holofernes' künstlerischer Weg wird weiterhin - in seiner ganzen Verschlungenheit - ein absolut geradliniger sein. Momentan schreibt sie viel, wie man bei Patreon verfolgen kann, aber ihr famoses zweites Soloalbum "Ich bin das Chaos*", eine Zusammenarbeit mit Teitur lässt mich irgendwann auf einen Nachfolger hoffen. Auch oder gerade weil dieser dann wieder genug Reibungsfläche bieten wird und ich mich erst einmal ein halbes Jahr frage "Was mag ich davon und warum?".
"Die Träume anderer Leute" ist - zumindest für mich - keine einfache Unterhaltung, aber ein Buch, über das ich oft und lange nachgedacht habe, viele Gespräche mit der Liebsten geführt habe und über das Leben (und wohl auch mich selbst) gelernt habe.
Und kriminellen Elementen
Nahezu zeitgleich zu dem Buch von Judith Holofernes "arbeitete" ich mich durch den ganz einzigartigen Podcast "Narzissen und Kakteen" von "Element of Crime". Obwohl Leadsänger Sven Regener zu meinen absoluten Lieblingsautoren gehört, war mir die Musik seiner bereits seit den 1980er Jahren bestehenden Band eher als Begleit- - um nicht zu sagen Rausschmeißmusik - diverser WG-Parties bekannt. Im heimischen Plattenregal befindet sich tatsächlich nur "Mittelpunkt der Welt*" mit dem von mir heiß und innig geliebten "Wenn der Winter kommt".
In je einer Folge des Podcasts erzählen die drei Kernmitglieder die Begleitumstände der Entstehung jedes der 15+ Alben der Band, immer in sehr angenehmen, entspannten Plauderton. Man lernt, wie die Band sich langsam ein immer größeres Publikum "erspielte", bis man künstlerisch "ankam" und tatsächlich von seiner Musik leben konnte. Ähnlich wie bei Judiths Buch schält man so manche Schicht vom glamourösen Rock'n'Roll-Image ab, bis man sehr Persönliches erfährt.
Zeitgleich nahm ich den Podcast zum Anlass, mal das komplette Oeuvre der Band durchzuhören und mir ein kleines, aber feines Best-of, in Form einer Spotify-Playlist, zusammenzubasteln. Anscheinend mag ich die langsamen, nostalgischen Stücke am Liebsten. Na was für eine Überraschung! "Element of Crime" ist trotzdem keine Lieblingsband geworden, aber ich habe den Podcast sehr genossen, werde trotzdem die Musik häufiger auflegen und sicherlich nun auch mal das Gesamtwerk anderer Künstler und Bands gezielt durchhören. Wenn ich es schaffe, werdet ihr hier davon lesen.
Die Kinder haben die ersten zwei Bände der Idefix-Comicbuchreihe* geschenkt bekommen, die nichts mit den beiden anderen Reihen von Idefix-Büchern aus den 1970er- und 1980er-Jahren zu tun hat, sondern Geschichten aus der Zeit erzählt, als der Hund noch nicht zu Obelix gestoßen war.
Mit dem Setup, Charakterdesign und den Zeichnungen hat man sich sehr viel Mühe gegeben, aber ich glaube nicht, dass Leser*innen außerhalb der eigentlichen Zielgruppe etwas verpassen, wenn sie die Hefte nicht kennen. Eine Fernsehserie gibt es wohl auch. (Aber das macht es meistens ja nicht besser.)
Gesehen
Mit dem großen Kind (8) habe ich einen meiner allerliebsten Lieblingsfilme geschaut: Hook. Ich finde diesen weiterhin sehr liebevoll gemacht, relativ gut gealtert und absolut unterschätzt. (Nur die Besetzung von Jack finde ich weiterhin nicht sehr gelungen. Der Junge ist einfach nur creepy.)
Gekauft
An einer sehr schönen Kinderjacke ist uns der Zipper vom Reißverschluss kaputt gegangen. Da die Jacke gebraucht wurde und der lokale Schneider zwar gute Arbeit leistet, aber ständig überlastet ist, gab ich ZlideOn* eine Chance, einem Zipper, den man direkt auf die Jacke "klickt", ohne den Reißverschluss komplett ersetzen zu müssen. Ich habe sehr genau geprüft, welche Größe in Frage kam, und war zudem sehr skeptisch. Allerdings total unberechtigterweise: Der "Einbau" dauerte keine drei Minuten, die Jacke öffnet und schließt perfekt und das auch nach Wochen kindlicher Dauernutzung: Eine gute Investition in ein nicht ganz günstiges Produkt.
"Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau herausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch noch etwas Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. - Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist."