Montag, März 17, 2025

Woche 7/2025 - Bücher, Duolingo und Origami-Katzen

Gelesen

Für Stammleser:innen ist es sicherlich eine richtige Überraschung: Bücher sind immer wieder ein Thema hier. Zuletzt berichtete ich etwa darüber, wie ich begonnen habe, meine heimische Bibliothek via Strichcode zu erfassen.

Leider beschränkt sich mein Buchbestand auch auf einige Kisten politikwissenschaftlicher und historischer Fachliteratur, die sich auf dem Dachboden befinden. Leider hatte ich noch keine Idee, wie ich mich von diesen trennen kann. Kiki beschreibt das ganze "bildungsbürgerliche Dilemma" ganz anschaulich in ihrem Blog.

Als Bibliothekarinnenkind KANN ich Bücher nicht entsorgen. Bisher wurde verschenkt, verkauft oder bei Tauschticket hinterlegt. Letzteres kann wirklich Jahre dauern.

Grundsätzlich verfolge ich die Regel, dass alles rausfliegt, was ich nicht mag, nicht noch mal anschauen würde oder keinen emotionalen Bezug dazu habe. Bisher klappt das ganz gut, wir müssen uns platzmäßig allerdings auch nicht wirklich einschränken.

Genervt

2025 muss ich mit meiner (Frei-)Zeit noch besser haushalten als in den Vorjahren. Beide Kinder gehen neuerdings Sportarten nach, die momentan noch viel Fahrdienst und Beaufsichtigungstätigkeiten mit sich bringen.

Eigentlich wollte ich wieder mal an meinem Ungarisch feilen, aber dafür habe ich gerade keine Kapazität. Mir ist aber das erste Mal bewusst geworden, wie schrecklich toxisch all diese Nachrichten von Duolingo sind. Und mich ganz persönlich die Software mehr stresst als motiviert. Ich glaube, ich setze mal ein Jahr aus.

Gelernt

Ich musste kürzlich ein paar kleine Änderungen an einer SVG-Datei durchführen, hatte aber nicht den richtigen Rechner mit der richtigen Software zur Hand. Doch online fand ich dieses Tool, das kostenlos alles tat, was ich brauchte. Das hat mich sehr gefreut. [Tipps]

Zu wissen, wie man eine Origami-Katze herstellt, ist auch sehr nützlich und erbauend. (Ich habe den Schwanz und die Sitzfläche mit zwei zusätzlichen Falzen modifiziert. Wenn ihr Euch mein Bild unten anschaut, erschließt es sich Euch, wie ich es gemacht habe.)




Sonntag, März 16, 2025

Woche 6/2025 - Mit der Bahn nach Paris (Teil 1: Buchung)

Um die Jahrtausendwende war ich viel mit der Bahn unterwegs. Dinge, die man tut, wenn die Freundin 600+ km weit weg wohnt oder das Ehrenamt ruft. Auch meine "Auslandssemester" in Heidelberg führten dazu, dass ich mich regelmäßig in Züge setzte: Entweder auf einem bequemen ICE-Sitz oder doch irgendwo auf dem Boden, weil damals noch viele Wehrdienstleistende zwischen Wohnort und Kaserne hin- und herpendelten.

Mit meiner Verwaltungstätigkeit wurden die Fahrten kürzer. Im Wesentlichen pendelte ich zwischen Flughafen und Büro, gelegentlich unterbrochen von längeren Dienstfahrten nach Brüssel oder Nordfrankreich. Auch in den Flitterwochen waren wir mit dem Zug unterwegs: Von Kronstadt aus ging es nach Budapest, Prag, Berlin und zurück nach Hause, wo der Kater schon auf uns wartete.

Seit Corona ist die Reisetätigkeit im Büro weniger geworden. Hier hat es tatsächlich die Pandemie gebraucht, um zu begreifen, dass man für einen halben Tag voller Vorträge vielleicht nicht immer gleich 40 Leute aus allen Ecken Europas einfliegen muss.

Als Familie mit Kindern waren wir in Sachen Zug eher regional unterwegs – ein Umstand, den wir gerne ändern möchten, wenn wir über Ostern auf den szekler-französischen Neffen aufpassen, während meine Schwägerin auf einer Konferenz ist. Ein Trip nach Paris – über Hamburg oder Berlin – lautet unser Vorhaben.

Die Reisezeiten und Preise auf der Bahnwebseite klangen ganz vernünftig, alles andere, was man aktuell über die DB hört, leider nicht. Und ich muss tatsächlich sagen, dass die Webseite (und/oder deren Algorithmus) eine mittlere Katastrophe ist: Vorgeschlagene Umsteigefenster von 8 (in Worten: acht) Minuten; buchbar angezeigte Züge, die erst unbuchbar waren, wenn man zahlen wollte; und eine Eingabemaske, die einen für jede mögliche Verbindung erneut nach den Geburtsdaten aller Reisenden fragte. Sagen wir es so: Mein Buchungserlebnis war eher so "mittel".

Am Ende hatten wir allerdings unsere Tickets. Und das zu einem sehr vernünftigen Preis. Und das finde ich schon toll. Zudem bin ich gespannt, wie die Reise wird. In Sachen "Buchung für Züge nach Paris" gebe ich noch für alle Interessierten ein paar Tipps mit.

Bei der Bahn werden Züge nach/aus Frankreich gern als buchbar angezeigt, obwohl keine Sitzplatzreservierungen mehr vorhanden sind. Die sind aber zwingend nötig. Ihr müsst euch also immer bis zum Ende durchklicken, um herauszufinden, ob die Verbindung wirklich buchbar ist.

Die Deutsche-Bahn-Seite "bockte" mehrmals beim Buchen für die Rückreise. Greift im Zweifelsfall einfach auf die Webseiten der SNCF oder Eurostar zurück und bucht dort (zumindest die Strecke bis über die Grenze).

Manche Langstreckenverbindungen filtert bahn.de aus irgendwelchen Gründen heraus. Schaut euch mögliche Streckenverläufe an und setzt im Suchfenster Wegpunkte (in unserem Fall Mannheim/Karlsruhe/Berlin/Hamburg), dadurch werden euch auch bedeutend bessere Routen und Alternativen angezeigt.

Auch eine Überprüfung der Umsteigezeiten lohnt sich. Einen 8-Minuten-Sprint in Pfeffersack City konnten wir umgehen, indem wir einfach einen 30-minütigen Aufenthalt für Hamburg in der Webseite angaben. 


Vielleicht habt ihr noch zusätzliche Tipps? Ich habe gehört, in den Kommentaren ist noch Platz.

Ich werde nach Ostern an diesem Ort über unsere Reise berichten. Es werden weitere Abenteuer prognostiziert.

Sonntag, März 02, 2025

Woche 5/2025 - Adobe, Nerds at Work und Section 31

Ein guter Indikator für meine geistige Gesundheit ist die Frequenz meiner Blogeinträge und Social-Media-Posts. Ich hänge hier um einige Wochen zurück. Das Hamsterrad rotiert also auf Weltniveau.

Gelernt

Aus Gründen brauchte ich kürzlich eine aktuelle Version von Photoshop. Verrückt, dabei ist unsere Bürolizenz erst 14 Jahre alt. Also fix einen Account angelegt und die kostenlose 7-Tage-Testversion installiert. Allerdings war der Arbeitsprozess dann doch langwieriger als gedacht. Da traf es sich gut, dass beim Abmeldeprozess weitere 7 Tage angeboten wurden. Also schnell in der Folgewoche alle Änderungen im Projekt implementiert. Bei der endgültigen Abmeldung wurden mir dann zwei (!) weitere kostenlose (!) Monate angeboten. Eh, Leute. Macht mal lieber vernünftige Preise! Ihr seht doch bei Galeria Kaufhof, was solch ständiger Gutschein-Sch*iß, anstatt ehrlicher Preispolitik, für Folgen haben kann.

Gehört

Ab und zu braucht man mal einen neuen Lieblingspodcast. Meiner heißt – wissen ja viele nicht – "Nerds at Work". Die Doktores Jens Foell und Christian Scharun plaudern jeden Freitag über aktuelle Wissenschafts-News, teilen (un-)nütze Fakten aus der Forschung und analysieren neue Studien. Hauptberuflich sind sie in der Redaktion von Maithink X tätig. Für meinen Geschmack bietet die Sendung eine gute Mischung aus Wissensvermittlung, Unterhaltung und Albernheiten. Fünf von fünf Axolotls dafür!

Gesehen

Nicht nur das deutsche Parteiensystem fragmentiert, sondern auch das Star-Trek-Universum. Neuestes Baby ist der "Star Trek: Discovery"-Ableger "Section 31" mit Oscarpreisträgerin Michelle Yeoh. Die Kritiken für den Spielfilm, der anstelle der geplanten Serie produziert wurde, waren eher so mittel – um es nett auszudrücken. Ich kann das in Teilen schon nachvollziehen, denn die "Ocean’s 11 in Space"-Geschichte hätte überall stattfinden können. Die Liebesgeschichte war etwas sehr an den Haaren herbeigezogen, und irgendwie wurde den langweiligsten Charakteren fast die meiste Screentime geschenkt (Alok, Quasi, Zeph, San).

Gern würde ich mehr von Michelle Yeoh in meinem Lieblings-Sci-Fi-Universum sehen. Es war also kein absolutes Desaster für Trekkies, vor allem das Wiedersehen mit Rachel Garrett und die Einführung der Nanokins fand ich eine wunderbare Idee.