Eigentlich wollte ich mich ja nicht mehr dazu äußern, aber...
Irgendetwas muß vor ca. 5 Jahre passiert sein. Plötzlich begannen die Negativschlagzeilen um Ullrich.
"Er ist zu dick.", "Er geht nicht an sein Limit." und "Er müßte häufiger gewinnen." hieß es in den Zeitungen.
Nicht Ullrich scheiterte am Erwartungsdruck, sondern anscheinend die Medien an ihren eigenen "Siegesträumen". Und dann kam das Pech: Erkrankungen, Unfälle. Und eine Karriere die sich dem Ende neigte. "Der Unvollendete" wurde getitelt. Die Dopingvorwürfe gegenüber des medienscheuen und rhetorisch nicht begabten Radsportler kamen gelegen um den einstigen Star entgültig fallen zu lassen. Aus der Weigerung sich zu den Vorwürfen zu äußern wurde dem Olympiasieger ein Strick gedreht. Trauriger Höhepunkt: Eine Presskonferenz, in dem der Radsportler kein Hehl darauß macht, daß er auf einige Vertreter der Zunft gern verzichten kann. Natürlich bringt man die notorisch Eitlen unter den Medienvertreter damit gegen sich auf. Genauso mit der Weigerung Nachfragen zu erlauben.
Trotzdem bleibt der Eindruck: Die Personen, die jetzt vom Sturz eines Stars reden, sind am selbigen nicht unschuldig. Die Position Ullrichs - das Bestehen auf der Unschuldsvermutung und dem Recht auf Schweigen - wurde eigentlich nie gebilligt.
Nachtrag vom 27.02.2007:
Das paßt gut ins Bild.
Montag, Februar 26, 2007
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2 Kommentare:
richtig. wozu brauchen wir noch gerichte wenn wir die deutschen journalisten haben...
Die Medien wiedersprechen sich ja schon allein bei der Beurteilung, ob Ullrich nun leichter oder schwerer ist, als sonst um diese Jahreszeit. Dann sollte man doch nichts auf die Urteile in den wirklich wichtigen Fragen geben.
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