Eigentlich sollte der Oktober so aussehen: Mittelviel Arbeit im Büro, glückliche Kinder in der Schule, hier und da eine Partie Garden Cricket (dazu sollte ich auch noch mal bloggen) und Ende Oktober – pünktlich zu den Ferien und dem 80sten Geburtstag meines Papas – der Besuch der Schwiegereltern.
Leider kam es anders. Die Kurzversion: Schwiegerpapa hat sich mehrere Brüche zugezogen. Nichts wirklich Bedrohliches, aber ab einem gewissen Alter hat man doch gewisse Sorgen, was OP und Rekonvaleszenz angeht. Die OP wurde gut überstanden, aber um den Verunfallten und die betreuende Oma aufzubauen, haben wir beschlossen, dass die Liebste und die Kinder über die Herbstferien gen Siebenbürgen fliegen. Ich würde den Fahrdienst der Familie Richtung Flughafen übernehmen, da mein Jahresurlaub bereits erfolgreich in Erholung umgewandelt wurde.
Und so cruisten wir gestern Richtung Hamburg. Ja, Hamburg, du oller, runder Fremdkörper aus Perlmutt. Deinen Flughafen mag ich wirklich sehr. (Er hat die richtige Größe, man kommt gut hin und weg, und es geht immer alles wie am Schnürchen hier.) Aber ansonsten sind die Freie und Hansestadt und ich bisher nicht wirklich Freunde geworden.
Anders mit den Menschen. Wo ich herkomme, nennt man die Einwohner gern Pfeffersäcke, was wahrscheinlich in gleichem Umfang Anerkennung und Neid ausdrückt. Allerdings verstehe ich mich mit vielen Hamburger*innen prächtig. So freute es mich, dass sowohl Andres als auch Roland kürzestfristig Zeit für ein (viel zu) kurzes Mittagessen hatten. Man kann (und sollte) wirklich viel und ausdauernd über Social Media meckern, allerdings muss ich wirklich sagen, dass ich im virtuellen Raum in den letzten 20 Jahren eine Vielzahl von Leuten kennengelernt habe, die mittlerweile auch im realen Leben wichtige Bezugspersonen sind. Und viele meiner Projekte und Träume hätte ich ohne sie gar nicht verwirklichen können. (Herzlichen Dank an euch alle, ihr wisst, wer ihr seid.)
Zwischen Flughafenzubringung und Nahrungsaufnahme in nettester Gesellschaft konnte ich sogar noch einen Zwischenstopp bei „Der Comic Laden“ machen. Ich kannte das Geschäft vorher nicht, aber es lag in der Nähe, und die Öffnungszeiten passten zu meinem frühen Erscheinen. Vorgefunden habe ich einen schönen Laden mit sehr freundlichem Personal. Ich griff ein paar Lego-Sammelfiguren und das neue Hilda & Hörnchen*-Comic. Die Vorgängerreihe und den ersten Band dieser neuen Serie gefielen mir sehr, sodass ich gleich zugreifen musste. Besonders toll fand ich auch die Sektion mit den gebrauchten Heften. Ich sah dort Strizz, das Lindenstraße-Comic (Sachen gibt’s!) und auch sehr günstige Massenware à la Asterix und Lustigem Taschenbuch. Ja, so was fehlt bei uns daheim tatsächlich. (Nun gut, damit kann man wahrscheinlich wirklich nichts verdienen. Das lohnt sich wohl nur als zusätzlicher Service für Kundschaft, die anderweitig Geld im Laden lässt. Schön finde ich es aber trotzdem.)
Also gibt es am Wochenende zur Abwechslung mal wieder eher bildlastige Lektüre. Das muss auch mal sein.




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