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Freitag, April 17, 2026

Woche 10/2026 - Ein bißchen Indie Rock zwischen Thriller und Familienfilm

Gelesen

Ich bin kein Krimileser. Ein bisschen Miss Marple, ein bisschen Sherlock Holmes und eine Prise Flavia de Luce. Dann hört es schon auf bei mir.

Natürlich lohnt es sich gelegentlich auch mal, seine Lesegewohnheiten abzuklopfen, und nach einem sehr gelungenen Schreibseminar mit Ursula Poznanski in Wolfenbüttel habe ich mir ihren neuesten Thriller „Das Signal“ geschnappt und – Überraschung! – auch gelesen. Ursula schreibt sehr unterhaltsam und eingängig. Einmal in den „Signal“-Zug eingestiegen, möchte man unbedingt wissen, wie es weitergeht. Am Ende fühlt man sich als Leser weder übertölpelt noch zu sehr an der Nase herumgeführt, sondern hat einfach eine gute, spannende Zeit. Ach so, ich sollte noch erwähnen, worum es in dem Buch geht: „Bei einem Unfall verliert die junge Innenarchitektin Viola Decker ein Bein – und plötzlich besteht ihre Welt nur noch aus Hindernissen. Zwar kümmert ihr Mann Adam sich rührend um sie; mit dem barrierefreien Umbau ihres abgelegenen alten Hauses scheint er es allerdings nicht eilig zu haben. Viola sitzt buchstäblich im Erdgeschoss fest, alleine mit einer wortkargen Pflegerin, von der sie sich ständig überwacht fühlt.“

Es handelt sich allerdings um keine lahme „Fenster zum Hof“-Variante, sondern um eine Geschichte, die geschickt mit modernen Technologien („Tracker“) und uralten Ängsten spielt. Besonders erfrischend fand ich, dass die Ich-Erzählerin auch regelmäßig ihre nicht ganz so sympathischen Seiten zeigt.

Etwas parteiische 4 von 5 Mordversuchen.

Gesehen

Etwas familienfreundlicher ging es bei der Wahl unseres abendfüllenden Kinofilms zu, den meine Liebste, die zwei Halblinge und ich ansahen. Über „Hoppers“ aus dem Hause Pixar hatten wir im Vorfeld viel Positives gehört.

Der Film erzählt die Geschichte der tierliebenden Mabel, deren Bewusstsein in einen lebensechten Roboterbiber übertragen wird, um mit Tieren zu kommunizieren. Die Teenagerin möchte so den Plan des Bürgermeisters vereiteln, der den lokalen Lebensraum der Tiere zerstören will.

Die Protagonistin ist extrem sympathisch, viele der Tiere sehr lustig und alles – wie vom Marktführer gewohnt – visuell hervorragend umgesetzt. Wenn ich etwas zu meckern habe, dann am Plot, am Spannungsbogen und vor allem an der klischeehaft schlechten Darstellung von Politikern. Davon müssen wir irgendwann mal wegkommen, wenn das mit dem Demokratiedingens langfristig klappen soll. Das ist Euch auch klar, oder?

So reiht sich der Film für mich nicht ganz zwischen „Findet Nemo“, „Toy Story“ und „Monster AG“ ein, ist aber wirklich gute Unterhaltung und viel, viel besser als das, was sonst momentan so über die Kinoleinwand flimmert.

Gehört

Donnerstag, Juli 10, 2025

Woche 23/2025 - Wie man einen gesperrter Facebook-Account (nicht) entsperrt, Rotzhase & Schnarchnase und Oehl

Ich könnte jetzt schon wieder drei Absätze darüber schreiben, wie schrecklich Facebook ist. Mach ich  aber nicht. Nur so viel: Es gibt familiäre und betriebliche Gründe, warum ich die Plattform weiterhin nutzen "möchte". Wenn man mich denn lassen würde. 

Vor drei Monaten bin ich auf eine Phishing-Mail hereingefallen. Ich habe den Fehler schnell bemerkt – aber leider nicht schnell genug. In der Zwischenzeit hatte schon jemand mit meinem Account ein Instagram-Profil erstellt, das gegen Metas Nutzungsbedingungen verstieß. Mein eigener Instagram-Zugang war nicht betroffen, auch mein Facebook-Passwort habe ich rasch zurückgesetzt. Es entstand kein unmittelbarer Schaden. Dachte ich zunächst. Allerdings sperrten die Zuckerbergians automatisch meinen Facebook-Account wegen eben jenes "Verstoßes" gegen die Nutzungsbedingungen. Automatisch, versteht sich. Warum denn noch mit Menschen arbeiten?! 

In den folgenden, frustrierenden Wochen schrieb ich in viele Foren und noch mehr Mails. Immer gab es die selbe automatische Antwort, dass man mir nicht helfen könne. Oder manchmal auch gar keine. Der erste Monat verging, der zweite, der dritte. So langsam fing ich an, mich mit meinem Schicksal abzufinden. Ohne FB kann ich schon leben, aber die Kommunikation mit Teilen der Familie würde damit schwieriger werden. Zudem gab es zwei FB-Seiten, die ich – im Gegensatz zu meinem eigenen Profil (auf dem seit Jahren ohnehin nichts passiert) – nicht mitgesichert hatte. Weil ich dort der einzige Admin war – schön blöd von mir – wurden sie ebenfalls offline genommen...

Irgendwann schrieb ich noch einmal eine E-Mail. Wieder an ein generisches Postfach. Wieder mit dem gleichen Text, den ich schon dutzendfach versendet hatte. Und dann – wie aus dem nichts – bekam ich Zugriff auf mein Profil zurück. Einfach so. Absolut verrückt. Was mich das gelehrt hat? 

Eigentlich nichts, was ich nicht schon wusste: (1) Abhängigkeit von Big Tech ist doof und evil. Und ich habe Mitleid mit all denen, die die Plattform z. B. für ihre Selbstständigkeit brauchen. (Meine Schwippschwägerin im anderen Kulturkreis macht darüber 90 % ihrer Kundenaquise und -kommunikation. Kann und will man sich nicht vorstellen... aber das ist eine andere Geschichte.) (2) Es ist pures Glück, wenn sich jemand findet, der einem mit seinem Problem weiterhilft. Man ist dem Zufall und dem Chaos ausgeliefert. Es gibt keine nachvollziehbaren, verlässlichen Weg, wie man einen gesperrter Facebook-Account wieder entsperrt.

Gelesen 

Das jüngere Kind bekam Rotzhase & Schnarchnase von Julian Gough geschenkt. Und wir haben es zusammen gelesen. Ich bin ja kein großer Fan von „Was-lehrt-uns-das?“-Kinderliteratur. Aber wenn sie schon sein muss – dann bitte so.

Gehört 

Aus der Reihe „Dinge, über die ich mich wundere“: Dass Oehl nicht bekannter und erfolgreicher ist.

Samstag, Juli 09, 2022

Woche 27/2022 - Datenschutz, Google Fonts, ein Abmahnhonk und technische Abhilfe

Ich strudelte so durch eine turbulente Woche, kam übermüdet am Wochenende an und hatte dann wirklich Spaß beim Großfamilienmittagsessen im schicken Restaurant mit Wasserblick. :) Die absolut überteuerte, reisende Trashdinoausstellung, die wir mit den Kindern auf dem Heimweg besuchten, konnte die Stimmung nicht verderben. Während der Nachwuchs hüpfburgte, genossen die Liebste und ich händchenhaltend die Zweisamkeit.

Daheim angekommen, warf ich noch fix ein Blick in den Briefkasten. Ein Brief an den Verlag. Fanpost?! Die naive Kinderrakelschrift auf den Kuvert ließen es vermuten. Och, das wäre ja schön. Zweimal hatte ich in der Vergangenheit schon das Vergnügen.

Nach dem Öffnen gingen meine Mundwinkel aber nach unten und der Blutdruck nach oben.

Beim Besuch meiner Buchwebseite hatte der Briefeschreiber bemerkt, daß ich Google Fonts dynamisch eingebettet hatte, so dass seine IP-Adresse automatisch an Google Server übertragen hatten. Ich überprüfte das und tatsächlich: Bei ältere Wordpress Themes (in meinem Fall Twenty Fifteen und Twenty Seventeen) sind die Google Fonts automatisch in nicht-DSGVO-konformer Weise eingebunden (Ja, auch unter Wordpress 6.0 und aktueller Themeversion.). Der Hinweis im Brief ist also durchaus berechtigt. Das ist äußerst doof. Noch döfer ist, daß der sympathische Briefeschreiber, natürlich nicht ganz uneigennützig handelte, sondern auch noch 100€ Entschädigung haben möchte. Er beruft sich dabei auf ein Urteil der OLG München.

Was also tun? Ruhe erkaufen für 100€? Das klingt erst einmal gut. Aber sollte man das auch tun? Was für Leute schreiben einen 3seitigen Brief wegen so einer Lappalie und kassieren dann 100€ ab? These 1: Es handelt sich um einen Massenabmahner, der sich bereichern will. These 2: Es ist ein bekloppter Datenschutzorthodoxer, der schon Schnappatmung bekommt, wenn er herausfindet, daß die Postzustelllerin seine Adresse kennt... In beiden Fällen habe ich null Bock dieses "soziales" Verhalten durch eine Zahlung positiv zu verstärken. Obwohl es mir großen Unbehagen bereitet, gehöre ich definitiv zu den harmoniebedürftigen, nicht konfrontativen Zeitgenossen. Trotzdem: mein Geld bleibt (hoffentlich langfristig) bei mir und ich hoffe, daß die Geschichte hier endet. Drückt bitte alle verfügbaren Daumen!

Achso, wie könnt ihr prüfen ob Euch das Thema unter Wordpress auch betrifft?

(1) Ruft Eure Webseite auf und schaut Euch den Quellcode an. (Im Chrome geht das z.B. durch Strg+U.)

(2) Durchsucht den Code (Strg+F) nach "fonts.googleapis.com" und "fonts.gstatic.com" 

Ihr habt einen Treffer? Dann besteht leider Handlungsbedarf.

Schaut dann im Backend von Wordpress im Design-Menü nach, ober ihr in Eurem Theme Google Fonts deaktivieren könnt. Das sieht z.B. so aus: 




Gibt es diese Einstellungsmöglichkeit nicht (wie bei den oben genannten Standardthemes), dann installiert das kostenloses Plugin OMGF, welches die Google Fonts durch lokale Kopien ersetzt. (Natürlich gibt es noch einen Haufen andere Wege, aber so ist der ganze Prozess in wenigen Minuten umgesetzt.)

Habt ihr noch Hinweise in der Sache? Korrekturen? Andere Handlungsansätze? Dann würde ich mich über Kommentare unter diesem Artikel freuen. 

Es ist definitiv wieder einer der Tage, wo man sich als Contentersteller im Netz wie Freiwild vorkommt. Man erwirtschaftet (fast) nichts, sieht sich aber finanziellen Risiken ausgesetzt. Ich bereue nicht, dieses Blog (weiterhin) anonym zu fahren und denke sehnsüchtig an Geocity-Webseitentage zurück. 

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Nachtrag (20:27)
Die Einschätzung von datenschutz-notizen zu dieser Art von "Massenabmahnung" durch Privatpersonen lautet:

"Da wir aufgrund des sich uns aufdrängenden ersten Eindrucks davon ausgehen, dass die Schreiben mutmaßlich massenhaft versendet werden und letztlich weitestgehend wohl nur dazu dienen sollen, den Absender*innen einen netten Zusatzverdienst zu verschaffen, könnten betroffene Unternehmen trotz der relativ eindeutigen Rechtslage bei ihrer Entscheidungsfindung nach unserem Eindruck ganz gut zu dem Schluss kommen, auf das Schreiben nicht zu reagieren und die Zahlung nicht vorzunehmen."
...
"Insgesamt erscheint es aus unserer Sicht durchaus vertretbar, sich dafür zu entscheiden, nicht auf diese Art von Schreiben zu reagieren und nicht zu zahlen, um damit einem solchen Geschäftsmodell die Grundlage zu entziehen."


Freitag, Oktober 29, 2021

Woche 42 - Baumfällen, Asterix und Jupiter's Legacy

Am Wochenende mußten wir den großen, alten Baum im Garten meiner Eltern fällen. Als sie Laube und Grundstück vor fast 30 Jahren übernahmen, muß der Baum schon drei, vier oder fünf Jahrzehnte dort gestanden haben. Seine Äpfel taugten nur zu Apfelmus und man konnte an der einen oder anderen Stelle schon fast durch den Stamm durchschauen, trotzdem tat es mir leid, den alten Schattenspender zu zerlegen. Im Laufe des Fällens wurde mein Gewissen aber etwas leichter, denn als die Kettensägenfachkraft so richtig loslegte, sah man, daß die drei großen Äste die vom Stamm abgingen, mindestens schon zu zwei Dritteln ihres Durchmessers durchgefault waren. Problemlos konnte ich in die Löcher meinen Arm stecken. Es war wirklich nur eine Frage der Zeit bis der alte Blätterwedler entweder die eigene Laube oder das Gewächshaus des Nachbarn zerlegt hätte. Trotzdem bin ich immer noch etwas wehmütig. Ich bin kein Typ für Veränderungen. 

Gelesen

Der neue Asterix ist da! Und ich will ja nicht angeben, aber Herr Kowski und ich lagen bei unserer Vorhersage vor zwei Jahren schon ziemlich richtig: 

"Ich freue mich auf den Oktober 2021. (...) Dann ist wieder ein Auslandseinsatz dran. (...) Russland stimmt. So weit im Osten waren sie noch nicht. Asterix und die Skyten oder so." (ab Minute 38:00)

Und wie hat es gefallen? Das Ausgangsszinario gefiel mir sehr und die Witze sitzen. Der Amazonenplot in der Mitte ist definitv der Schwachpunkt der Story. Dieser Gegensatz der Männer-Frauen-Stereotypen lockt 2021 niemand mehr hinter dem Ofen hervor. Das Ende ist dann wieder ganz versöhnlich. Es ist sicherlich etwas schwächer als die letzten beiden Bände, aber amüsiert habe ich mich trotzdem. 

Gesehen 

Auf Netflix habe ich mir "Jupiter's legacy" angeschaut, die x-te Comicverfilmung dieser Tage. Die Grundgeschichte fand ich interessant genug, um mir die ganze Staffel anzuschauen, aber alles drum herum, d.h. Charaktere, Schauspiel und alles Visuelle war in sich überhaupt nicht stimmig (um jetzt nicht das Wort "Mist" zu benutzen). Das es hier keine Fortsetzung gibt, ist total nachvollziehbar.

Gezeichnet

Mittwoch, März 17, 2021

Woche 10/2021 - Probeabos, Wallace the Brave, Sportfamilie Kroos und Discgolf

Jippi. Noch so eine Arbeitswoche bei der man nicht wusste, wo vorne und hinten ist. Aber ab jetzt soll es wieder besser werden. Theoretisch.

Geärgert
Ich brauchte aus Gründen kurzfristig ein Probeabo für eine große deutsche Tageszeitung. Die Bestellung dauerte 30 Sekunden. Die Kündigung kostet mich einige graue Haare und einen Tag. Wie kann man Kunden so hassen? (Übrigens ist auch die Aboverwaltung im business account von paypal eine einzige Pest.)

Gelesen
Zum Valentinstag bekam ich den zweiten Band von "Wallace the Brave" geschenkt. Die Zeichnungen, die Charaktere, der Humor! Auch dieses Buch von Will Henry ist eine wahre Freude und ein Lichtblick in eher trüben Zeiten. Eine absolute Leseempfehlung*!

Gesehen
Eher durch Zufall bin ich auf die Doku "Kroos - Eine Familie und der Fußball" gestossen. Sehr interessant und sehr berührend, v.a. wenn man sieht, wie sehr das Vater-Sohn-Verhältnis zwischen Roland und Toni unter dem Fussball gelitten hat. Davor bewahrt einem auch der "Superstarstatus" nicht. "Unter jedem Dach ein Ach.", sagt ein guter Freund immer. 

Gespielt
Endlich haben wir die erste, komplette Discgolfrunde des Jahres gespielt. Eine Technikumstellung brachte mir nicht nur die bisher beste Runde ein, sondern auch ein Muskelkater an anderen Stellen als üblich.

Gezeichnet


Sonntag, Januar 03, 2021

03.01. - Ich möchte noch mehr Sonntag

Der Sonntag stand im Zeichen der Erholung vor der ersten Arbeitswoche im neuen Jahr. 

Vormittags war die Familie im Wald, während ich erst im Büro ein paar Vorbereitungstätigkeiten machte und dann eine Frittata für die hungrigen Heimkehrer zauberte.

Gegen Mittag stellte sich dann auch bei mir der Husten ein, unter dem erst unsere Tochter litt und nun meine Frau fest im Griff hat. Die Frage danach, ob wir die Kinder morgen in die Kita geben, hat sich damit (zum Glück) erledigt. Mal sehen, wie viel wir aus dem Kinderbetreuungshomeoffice leisten können.

Positiver Höhepunkt des Tages war die sehr angenehme Lektüre von Will Henrys "Wallace the Brave". Wer Calvin & Hobbes und die Peanuts mag, wir hierdran auch seine reine Freude haben. Ich werde mir den Nachfolger definitiv besorgen. 

Mittwoch, Dezember 02, 2020

01.12.2020 - Geschichten aus dem Mumintal & Star Trek: Discovery (Folge 7 der 3. Staffel)

Es ist nun Dezember und trotzdem gibt es einen neuen Eintrag hier. 

Kreuzspinne und Kreuzschnabel!

Mal sehen, wie lange ich das #Tagebuchbloggen durchhalte.

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Gelesen

Gestern haben wir "Geschichten aus dem Mumintal", das siebte der Mumin-Bücher von Tove Jansson beendet. Und es hat uns außerordentlich gut gefallen, gehört es doch sicherlich zu den Besten der Reihe. Diesmal gab es keine durchgehende Geschichte, sondern eine Reihe von kurzen Erzählungen. Absolutes Highlight war "Der Tannenbaum" bei dem wir spontan beschlossen haben, diesen an Heiligabend gleich noch mal zu lesen. Für alle, die noch kein Mumin-Buch gelesen haben, ist dieses feine Bändchen ein guter Einstieg.



Geschaut

Heute gab es Folge 7 der 3. Staffel von Star Trek: Discovery (Achtung, Spoiler!).

Daumen hoch für...

  • den Vulkan- und Romulanerplot, 
  • die U.S.S. Yelchin,
  • Präsidentin T'Rina und die Schauspieler*innen des Tribunals (alle toll gecastet),
  • den Versuch Michael endlich sinnvoll in die Crew zu integrieren. 
Daumen runter für...
  • die ständige Verwunderung der Crew, daß nach fast 1.000 Jahre die Dinge anders sind als zuvor,
  • das absurde Auftauchen und die verkrampfte Einbindung von Michaels Mutter,
  • die absolute einfallslose Konfliktlinie zwischen Romulanern und Vulkaniern, da wäre jedem in zehn Minuten Brainstorming was geileres eingefallen.
Zu diskutieren wäre,...

  • warum man es nicht einfach beim Rückzug der Bitte von Michael belassen hat. Nein, die hollywoodtpyische Auszahlung vom Karmakonto muß natürlich sofort erfolgen. 
  • ob es in das Serieuniversum paßt, daß man plötzlich einen Ersten Offizier hat, der eigentlich noch nicht den nötigen Rang dafür hat oder ob es vielleicht besser gewesen wäre, Nhan zu nehmen oder jemanden "aus der Zukunft", der von der aktuellen Sternenflotte gestellt wird. Roland schreibt zum Thema:
"Dass Saru Ensign Tilly zum XO machen will – da weiß ich allerdings noch nicht, wie ich das finden soll. Nicht falsch verstehen, Tilly ist großartig, eine der besten im ganzen Cast! Aber handlungslogisch finde ich das schon etwas schwierig."  

Ich freue mich auf nächste Woche!

Montag, November 09, 2020

9. November 2020 - Tegel & Grönemeyer & Discovery

Nachgedacht

Jetzt ist er tatsächlich zu, der Flughafen Berlin Tegel. So richtig Spaß hat das Fliegen von dort ja schon lange nicht mehr gemacht, aber trotzdem werde ich ihn vermissen.  Vor dort flog das Töchterchen das erste Mal, vor so mancher Dienst- und Privatreise kehrten wir bei der Ess-Bahn ein und zu gerne erzählt mein Vater (der Herr Kapitän a.D.) wie er dort einst Egon Bahr beim Fahrscheinkauf assistierte. Und auch C-,D-, und E-Prominenz lief man gerne mal über den Weg:

Der neue Flughafen liegt für uns einiges ungünstiger, aber wenigsten die Anwohner werden sich sehr über die veränderte Situation freuen. Wer will heute schon noch einen Flughafen mitten in der Stadt?!

Geträumt

Im Traum mußte ich den von mir sehr geschätzten Herbert Grönemeyer nach massiven Drogenmißbrauch mit meinem Heli in ein Klinikum fliegen. Dort wartete schon dessen Bruder, seines Zeichens Arzt, und war gar nicht erfreut. Momentan gibt mein Gehirn nachts wirklich alles.


Angeschaut

Mittlerweile konnte ich die vierte Folge der dritten Staffel von Star Trek: Discovery anschauen. Diese machte, im Gegensatz zum Piloten, viel Spaß und fühlte sich ganz menschlich und trekkig an, inklusive echte Konflikte zwischen den Protagonisten. Nur Michael bleibt, wie gewohnt, sehr, sehr steif... Man kann nicht alles haben. Ich freue mich auf die nächste Folge!

"Maintain standard orbit!"

Sonntag, Januar 06, 2019

Digitale Geiselhaft - #Lynda #FlickR und Co.

Mein Großvater war Tischler. Da hatte man beruflich schöne Werkzeuge, die man einmal im Eisenwarenladen kaufte, ein paar Jahrzehnte benutzte und dann vielleicht sogar über Generationen weitervererben konnte.

Tatsächlich benutze ich privat und beruflich hier und da Software, die man historisch nenne könnte, d.h. die ich vor mehr als 10 Jahren als Vollversion erwarb und die immmer noch genau tut, was sie soll. Die Wahrscheinlichkeit, daß diese vielleicht von meinen Kindern irgendwann genauso geschätzt wird, wie von mir, hält sich aber selbst bei meiner Einschätzung als alten Optimisten in Grenzen.

Das sich Werzeuge und Lizenzmodelle weiterentwickeln ist nicht per se schlimm, zumindest wenn man kein kleingeistiger Kulturpessimist von seehoferschen Ausmaßen ist. Allerdings hat die einsetzende Dominanz von Onlinedienstleistungen, Cloudlösungen, Abomodellen und SaaS aber auch eine Seite, die mich zwar nicht verängstigt, aber zumindest ziemlich nervt.

Beispiele? Beispiele!

Da sichert man etwa jahrelang seine Fotos auf einer kostenlosen Plattform. Und dann werden die älteste von ihnen gelöscht. Oder der Pro-Tarif kostet plötzlich mehr als doppelt so viel. Danke, FlickR.

Oder man wird bei bei Apps und anderer Software zu Zwangsupdates gezwungen, die dazu führt, daß bestimmte Features nicht mehr funktionieren, wie zu vor. Danke, Microsoft. Danke, Adobe.

Mein aktueller Aufreger ist aber ein anderer: Vor drei Jahren gönnte mir mein Arbeitgeber - und damit irgendwie auch ihr, liebe Steuerzahler - ein Jahresabo bei Lynda. Ein Anbieter mit sehr guten Onlinetrainingangeboten in verschiedensten Gebieten. Die Art der Dokumentation und Präsentation gefiel mir auch recht gut, aber der Preis war auch nicht ohne: 375 USD pro Jahr. Nach Ablauf des Jahres tat man mir kund:

"If you come back and reactivate your membership, your certificates of completion, course history, and playlists will be waiting for you." 

Über die Feiertage wollte ich tatsächlich wieder mal in meinen Account einloggen, ein bißchen rumstöbern und bei Gelegenheit auch meine Zertifikate archivieren - ich war mir nicht sicher alles gesichert zu haben - und war.... nicht erfolgreich. Ich kontrollierte meine registrierte E-Mail-Adresse und konnten keinen Fehler feststellen. Also schrieb ich den Helpdesk an und erhielt folgende Auskunft.:
"Thanks so much for reaching out to us! After reviewing your provided information, I can confirm that your account details have been deleted from Lynda.com databases.
Per the Lynda.com privacy policy, if you're an individual subscriber, we may delete your account and all its details (including your learning history, certificates, course progress, etc.) if you haven't been an active paid member for over two years. Once your account is deleted, you won't be able to reactivate it."
Die Firma, die wegen jedem Sche*ß ne Werbemail schickt, löscht meine Daten ohne Vorankündigung bzw. Warnung. Und das nicht etwa wegen Inaktivität - ich war letztes Jahr auch schon mal eingeloggt -, sondern weil ich zwei Jahre nicht gezahlt habe. Was für ein Sche*ßverein! (Was netteres fällt mir dazu echt nicht ein.)

Ich wünschte, mein Erlebnis wäre ein Einzelfall, aber wenn man ehrlich ist, gibt es eine Vielzahl von Situationen in denen es blöd wäre, Daten oder Services zu verlieren: Meinen Kurse bei Codecademy, meinen Playlisten bei Spotify, meinen Modelle bei Mecabricks, Tweets - und viel wichtiger: Kontakte - bei Twitter würde ich sehr hinterhertrauern.

Und es gibt vielerlei Szenarien, in denen man sich solche "Datenverluste" vorstellen kann: Firmenübernahmen, Geschäftsaufgabe, Konkurse und wie im oberen Fall: sehr, sehr seltsame AGBs.

In den wenigsten Fällen gibt es Alternativen für die Services mit besseren Konditionen oder Möglichkeiten die eigenen Daten von Plattformen zu sichern. Und so bleiben wir meist gefangen: In digitaler Geiselhaft.

Freitag, August 03, 2018

Wie wir den Jackpot gewannen

"Sie machen das alles ganz toll!", sagte die Ärztin.

Naja, wenn man schon ein bißchen Mist im Leben erdulden mußte, weiß man, daß man sich beim Segeln nach Wind und Gezeiten richten muß, ob man will oder nicht. Heulen, Schreien, Selbstmitleid und an die Decken starren kann man zwischendurch immer dann, wenn man Zeit hat und nicht noch irgendwie funktionieren muß.

Auch den twittererprobte Zynismus ließ ich in den letzten Wochen lieber eingepackt, dafür war die Lage zu ernst. Vielmehr konzentrierte ich mich auf das wahnsinnige Glück, das wir hatten. Eine tiefe Dankbarkeit erfüllte mich heute. Eine Dankbarkeit dafür,

  • daß wir zur rechten Zeit am rechten Ort waren,
  • daß es aufmerksame Hebammen und Ärzte gibt,
  • daß es Rettungshubschrauber gibt,
  • daß es Ersatzrettungshubschrauber gibt, 
  • daß es Freunde gibt, die für einen kochen, die Katze füttern, Hotels buchen, Zuspruch geben oder sich nach 30 Stunden Flug sofort ins Auto setzen und zu einem kommen,
  • daß wir Eltern und eine Tochter haben, die einfach alles mitmachten, was nötig war,
  • daß man sich im 21. Jahrhundert befindet, im richtigen Teil der Erde und ne Krankenkasse, die einfach alles zahlt, so absurd die Kosten auch sind,
  • daß es eine Burgerbraterei gibt, die günstige Unterkünfte für Eltern betreiben, deren Kinder wochenlang fern der Heimat behandelt werden müssen,
  • daß unser Sohn die Situation so gut überstanden hat...


Ja, die Zeit war hart. Aber wenn ich schwächelte, war meine Frau für mich da und umgekehrt. Nicht nur, daß ich meine Frau und unser verrücktes Leben liebe, wir funktionieren einfach gut als Team. "Im Gesundheits- und im Krankenheitsfall", wie der ungarische Priester damals bei der Trauung in seiner etwas ruckligen deutschen Übersetzung sagte.

Natürlich gibt es auch negative Momente, die man nicht vergisst: Das Verabschieden vom Kind im kritischen Zustand, das tagelange Warten, das Durchlaufen von sechs Krankenhausstationen innerhalb von vier Wochen, das kaserniert sein, die Pendelei von 200+km, Zimmertemperaturen jenseits der 30 Grad ohne ein Fenster öffnen zu können, die Erkenntnis, daß man in einen Neugeborenen wirklich so viel Kabel stecken kann, daß es fast wie ein kleiner Borg aussieht...  

Das ist aber vorbei. Jetzt wohnt wieder das Glück in diesem Haus. Vielleicht war es nie weg. Zwei fast gesunde Kinder und viel Liebe für alle. Wir gewannen den Jackpot. 

    Sonntag, Januar 30, 2011

    Samstag, September 18, 2010

    Samstag, September 04, 2010

    Donnerstag, Dezember 17, 2009

    Visitenkartenaufdruck

    Der Chef will partout nicht den Aufdruck "Oberbefehlshaber der Armee der Finsternis" auf seiner Visitenkarte haben. Warum nue?

    Mittwoch, Juli 08, 2009

    Freitag, Juni 19, 2009

    Donnerstag, Dezember 18, 2008

    Freitag, November 07, 2008

    Donnerstag, März 06, 2008