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Sonntag, Januar 31, 2021

Woche 4/2021 - Vaiana, Qualitätsjournalismus, Yan Xuetong, Jon Batiste

Diese Woche wurde bestimmt von der nächsten Runde Kinderbetreuungshomeoffice, viel zu viel Arbeit, die Ankündigung von große Veränderungen im Büro, gelegentlichen dunklen Gedanken und Gefühle (langsam reicht es) und dem ersten Schnee der Saison.

Gesehen

Mit dem großen Kind "Vaiana" angeschaut. Für einen Disneyfilm eher mau, bis auf ein paar Ohrwürmer bleibt hinterher nichts in Erinnerung.

Gelesen

Eigentlich hätte ich mal wieder Bock auf regelmäßigen Qualitätsjournalismus aus deutschen Landen. (Am liebsten günstig, links der Mitte und ausschließlich online. Was lest ihr denn so?) Die SZ steht mittlerweile bei 3,60€ die Ausgabe, der Spiegel bei 5,50€. Das ist gar nicht mal so wenig. Und auch bei Spiegel+ ist man bei 20€ Quatloos dabei, ich habe trotzdem mal einen Probemonat angefangen. So habe ich in dieser Woche mit Interesse das Interview zur Entstehung und Verbreitung des Ibiza-Videos gelesen. Ähnlich aufschlussreich war das Gespräch mit Yan Xuetong, Politikberater von Maos Gnaden. Dort ging mir allerdings gleich die Hutschnur hoch, bei den ganzen an den Haaren herbei gezogenen Gleichsetzungen: Angeblich ist die Zensur von Weibo auch nichts anderes als die Accountlöschung von Trump bei Twitter und das Verhältnis von Taiwan zu Festlandschina ist in etwa das von Nordirland zum Vereinigten Königreich. Und dann kommt her X. noch mit dem Brüllerargument daher, daß andere Staaten keine Ansprüche auf die Inseln im Südchinesischen Meer hätten, da diese (Staaten) vor dem 2.WK ja noch gar nicht existiert hätten. Mit der chinesischen Großmacht werden wir noch viel Spaß haben. V.a. wenn deren Topexperten solche Dinge sagen wie: "Außerdem unterscheidet sich unser politisches System so sehr von dem anderer Länder, dass die Leute sagen, »Hey, Moment, könnte doch sein, dass euer System nur vorübergehend erfolgreich ist. Wollen wir wirklich darauf setzen?« Sie zögern also noch. Soll die Welt an China glauben, muss das Land kontinuierlich dauerhafte Erfolge erzielen."

Gespielt

So langsam bin ich mit Polytopia durch. Eigentlich sollte ich eine Rezension schreiben und mich dem nächsten Spiel widmen, aber.... In dieser Woche gab es zumindest noch einmal einen neuen Rekord (131,198 Punkten mit Vengir).

Gehört

Die liebe Abigail empfahl Jon Batiste. Die Werke des Herren wurde für sehr gut befunden und kamen gleich auf meine Jazz-Playliste bei Spotify.

Donnerstag, Dezember 31, 2020

Jahresabschlußgedanken #bestof2020

Endlich hat 2020 ausgeblubbert.  Auch wenn wir alle gut durchs alte Jahr gekommen sind, hoffen wir das das kommende entspannter, aber hoffentlich genau so gesund für Familie und Freunde abläuft.

Gestresst haben uns - wie die meisten anderen Eltern auch - die Frühlungsmonate an denen wir von früh bis spät mit Kinderbetreuungshomeoffice beschäftigt waren. Unser sonst nicht so flexibler Arbeitgeber war aber dabei eine große Hilfe.

Nicht vermißt habe ich die Dienstreisen in den vergangenen 12 Monaten. Nur im Februar war ich kurz in Riga ansonsten gab es jede Menge Videokonferenzen. Obwohl ich so wenig unterwegs war, wie seit Studienzeiten nicht mehr, habe ich die Reiserei - bis auf ein paar soziale Kontakte zu Kollegen im Ausland - nicht vermißt. Anders sieht es mit den Urlaubsreisen aus. Die ständige Umbucherei von Flüge und Ferienhäuser war nervig und bisweilen teuer. Während alles meist verschiebbar ist, war ich traurig, nicht mit der Lieblingsnichte nach Liverpool reisen zu können, etwas was wir hoffentlich bald nachholen können. Und am Belastendsten war es für meine Frau und die Kinder die Schwiegerfamilie nur selten und restriktiv sehen zu können, das ist halt das doofe in so einer Situation, wenn die drei Geschwister in drei verschiedenen Ländern wohnen. 

Zur Aufheiterung (und als gemeinsames Coronahobby) entdeckten wir Discgolf als neue Passion, welche wir mit einer guten Freundin teilen. Dies waren wahrscheinlich jeweils die schönsten, "kinderfreien" Stunden des Jahres. Ansonsten haben wir alle Freunde zu wenig gesehen, etwas was alle Vernünftigen in der Leserschaft sicherlich nachvollziehen können.

Ansonsten habe ich in der Freizeit überraschend viel gezeichnet und gemalt, eine neue Angewohnheit, die sich hoffentlich hält. Auch der Podcast macht weiterhin viel Spaß und ich hoffe wir produzieren noch viele, viele Sendungen. Absolutes Highlight war aber die Fertigstellung des Textes für das Kinderbuch, mein absolutes Herzensprojekt. (Alle Freund*innen und Unterstützer*innen sei herzlich gedankt!) Ich bin auch sehr froh, all meinen Mut zusammengenommen zu haben, um den Illustratoren meiner Träume um Mithilfe zu bitten. Seine Interpretation meiner "Welten" zaubert immer ein Lächeln auf mein Gesicht. Irgendwann im Frühjahr wird man dann hoffentlich das Endergebnis in den Händen bzw. über den Buchhandel erwerben können. 

Sehr zufrieden war ich mit meinem Schreibpensum, v.a. die zuletzt (fast) tägliche Logbucheinträgen schlugen sich positiv in der Statistik wieder. In Sachen Lego habe ich wenigstens einen schönen, längeren Artikel veröffentlicht, aber das Elternblog ist wohl ein gescheitertes Experiment. :( Auch den Shownotesblog hätte ich (trotz hoher Nutzungszahlen) schon fast über die Klippe geschupst, weil mir die Zeit fehlte, allerdings habe ich eine fleißige Mitstreiterin gefunden, die mir sehr ausgeholfen hat. So darf das gerne weitergehen.


Gelesen habe ich auch in diesem Jahr v.a. Kinderliteratur. Highlights waren das Ende der Hilda-Reihe*, die deutsche Lorax-Ausgabe* (die ich antiquarischer erwerben konnte und zwar nicht zu den Mondpreisen, die Amazon und Rebuy aufrufen) und Unter dem Himmel Ostberlins*, ein Buch, das ich zunächst enttäuscht weglegte, bevor ich beim zweiten Lesen richtigen Spaß hatte. Eine absolute Nullnummer war Jan Böhmermanns Bestseller. Absolut verzichtbar, aber sicherlich eine gute Einnahmequelle für Verlag und Autor. 

Wie in den letzten Jahren auch, hatte ich wenig Zeit für Fernsehen und Streamingdienste. Aber ein bißchen wurde dann doch geschaut. In Sachen Serien hatte ich (nach kurzer Eingewöhnung) mit "Star Trek: Lower Decks" am meisten Spaß. Laut Letterboxd habe ich 2020 zudem ganze sieben (in Zahlen: 7) Filme gesehen. Ganz klarer Favorit war dabei "The half of it". (Und deswegen braucht man gute Freunde, damit die einem so etwas empfehlen, was man sich sonst wohl nie angeschaut hätte.) Ja, ich habe eine Schwäche für Coming-of-Age und Menschen in Krisen allgemein.

Gespielt habe ich zuletzt vor allem "Battle of Polytopia" unter iOS. Langsam ist meine Highscorejagd allerdings ausgereizt und ich brauche etwas neues. Vielleicht werde ich 2021 mal wieder etwas am Rechner daddeln, auch wenn mein Yoga dafür überhaupt nicht ausgelegt ist. (Aber ich mag ja auch Klassiker.) Die estnischen Freunde entführten mich zudem mehrmals zu Boardgamearena, wo ich v.a. The King's Guild (leider noch gar nicht in D erschienen), Targi* und Kingdomino* mochte.

Kernfamilientechnisch lief soweit auch alles rund. Ein möglicher Umzug fand dann glücklicherweise doch nicht statt, weil uns die Wohnung nicht 100% zusagte, trotz idealer Lager und einen Preis, für den Münchner*innen töten würden. Auch eine mögliche, vorzeitige Einschulung des großen Kindes ist vom Tisch, was für uns v.a. Stresseinsparung bedeutet.

Ganz ehrlich, so schlecht war 2020 (bis auf die psychische Belastung) für uns nicht. Trotzdem wünsche ich uns allen ein gähnend langweiliges und gesundes 2021. Wir hätten es uns verdient.

>>> siehe auch 20192018


Samstag, Dezember 12, 2020

10.11.2020 Element of Crime & Polytopia

Gehört

Obwohl Element of Crimes 2005er Platte "Mittelpunkt der Welt*" zu meinen Lieblingen gehört, würde ich mich nicht als Fan der Combo bezeichnen.

Anders sieht es bei dem schriftstellerischen Wirken von Sänger Sven Regener aus. Von Bestsellern wie "Herrn Lehmann*" bis zu dem eher unbekannten, eingelesenen Drehbuch zu "Hai-Alarm im Müggelsee*" gefällt mir fast alles aus der Feder des Bremers. Und ich könnte ihm auch stundenlang zuhören. 

Umso erfreute war ich als ich erfuhr, daß Element of Crime jetzt in einem Podcast namens "Narzissen und Kakteen" die eigene Bandgeschichte beleuchtet. Album für Album. Ich fand Folge 1 schon mal sehr unterhaltsam, obwohl ich kaum eine der genannten 80er Jahre Avantgarde-Bands kannte. Vielleicht auch mal ein Anlass für mich, mich mal ausführlich mit dem Schaffen der Band auseinanderzusetzen. 


Gespielt

Und wieder eine neue Höchstpunktzahl bei Polytopia: 112.532  Punkt mit dem Volk der Quetzali. Endlich sechsstellig! 

Sonntag, Dezember 06, 2020

04.12.2020 - Grittibänz & Polytopia

Gebacken

Lesen hat schwere Nebenwirkungen! Momentan schmökern wir mit dem Kinder in der Neuerscheinung "Die Schönste Zeit. Weihnachten in aller Welt*", wo wir auf den Schweizer Brauch des "Grittibänz", also das Backen eines "Hefemännchens" stießen, welches wohl auch in einigen deutschen Regionen gibt. (Ich kannte ihn nicht.)

Unsere Große wollte sofort an den Backofen, aber wir bekamen sie auf den Folgetag vertröstet. So rührte ich heute einen Hefeteig an, den wir gemeinsamen verzierten. Und das Ergebnis war recht lecker. Eventuell haben wir jetzt einen neuen Nikolausbrauch in der Familie.


Gespielt

Zwischendurch erneut ein paar Runden Polytopia gedaddelt. Heute gab es mit den Volk der Quetzali eine neue allgemeine Höchstpunktzahl: 98.124.

Donnerstag, Dezember 03, 2020

02.12.2020 - Dropbox (iOS) & Polytopia

Geärgert

Ich benutze Dropbox wirklich gern, auch wenn ich aufgrund des Preises und Datenschutzbedenken nicht gerade vor Freunde mein Trikot herunterreißen möchte, um vor dem Fanblock zu feiern. Aber sie tut verläßlich immer das, was sie soll. 

Anders heute. Ich mußte eine größere Menge (200+) Fotos via der iOS-App hochzuladen. Leider wurde der Upload jedes Mal unterbrochen, wenn das iPhone die Eingabesperre aktivierte, dabei war die Option "Hintergrundaktualisierung" angewählt. Absolut dämlich. 

Gespielt

Auch heute gab es ein paar Partien Polytopia, alle mit dem Stamm der Xin-xi, aktuelle Höchstpunktzahl 79.738. Geht doch für den Anfang!



Montag, November 30, 2020

30.11.2020 - Schnupfensaison & Battle of Polytopia

Gestresst

Die Woche hatte den bestmöglichen Anfang: Der Lütte ist erkältet und hustete die ganze Nacht so vor sich hin, daß nicht mal der Kater  schlafen konnte. Nur unsere Tochter ließ sich wie gewohnt durch nichts stören. So konnte sie wenigstens morgens zur Kita. Aber so ganz gesund sind wir momentan alle nicht. Solang es aber nichts ernsteres oder sogar Covid ist, meckere ich nicht. 

Natürlich aufgrund der Nacht unser Morgenfahrplan passé. Aber irgendwie schaffte ich es rechtzeitig am Schreibtisch zu sein. Zumindest fast, denn vorher mußte ich nach dem Kinderlieferdienst noch ein paar Lebensmittel besorgen. Dann bis Mittag gearbeitet, Krankenschein von der Kinderärztin geholt (Hüpfendes Hippopotamus, war das voll dort!) und anschließend den neuen Anwohnerparkausweis geholt. (Ich könnte jetzt meinen Digitalisierungsrant von neulich fortsetzen, habe aber keine Nerven mehr dafür.) Dann wieder zurück an den Schreibtisch.

Gespielt

In der Mittagspause habe ich mal wieder eine Runde "Battle of Polytopia" gespielt, nachdem ich gestern gelesen habe, daß dem wohl besten rundenbasierenden Strategiespiel auf iOS ein dickes Update spendiert wurde. Zwischenfazit: Es macht immer noch einen Riesenspaß und ich kann es ohne Einschränkung empfehlen. (Eine ausführliche Rezension unter "Rpunkt spielt..." folgt ... irgendwann.)