Sonntag, Dezember 22, 2024

Woche 48/2024 - Schreiben und Veröffentlichen

Kaum hat der NaNoWriMo begonnen, ist er auch schon wieder vorbei. Meine Bilanz war durchwachsen: In den ersten zehn Tagen habe ich sehr viel geschrieben, zwischendurch sehr wenig bis gar nichts, und hinten heraus stieg meine Produktivität wieder an. Ich habe zwar im fünften Anlauf eine neue Bestmarke geschafft, bin aber immer noch nicht fünfstellig. 

Tja, Brotjob, Care-Arbeit und Schreiben sind schwer im Gleichgewicht zu halten. Das ist keine furchtbar neue Erkenntnis für mich.

Hoffentlich wird Kinderbuch 2 trotzdem bald fertig. Ich bin jetzt schon bei +60 % im Vergleich zum ersten Band.

Der Rohtext steht nun (hoffentlich) in kürze, aber auch danach gibt es einiges zu tun. So weichen Klang und Perspektive noch zu sehr von Band 1 ab. Und auch die Handlung ist hier und da etwas zu "gepresst". Es amüsiert mich aber, dass diese sprachliche – nicht inhaltliche – Stringenz zwischen einem Buch und seinem Nachfolger auch ganz anderen, wirklich großen Kinderbuchautoren Probleme bereitet, wie ich beim Vorlesen feststellen konnte. (Wen ich meine, dürfte ihr gerne in den Kommentaren erraten.)

Gelernt

Roland hat mich auf ein ganz wunderbares Newsletter-Tool unter WordPress aufmerksam gemacht, das in seiner kostenlosen Basisvariante – und die reicht, bis hier die Fanmassen mir eines Tages die Geranien im Vorgarten platt treten – genau das tut, was es tun soll. Und intuitiv ist die Bedienoberfläche zur Abwechslung auch mal. Herzlichen Dank für den gigantischen Tipp!

Zur Newsletter-Werbung habe ich mich tatsächlich entschieden, weil es Menschen gibt, die ich über Social Media (momentan bespiele ich regelmäßig Insta, Mastodon, Bluesky und selten Facebook, Threads und TikTok) besser erreiche.

Geärgert

Irgendeine Hürde hat man als Buchproduzent und Blogger immer zu nehmen: Impressumspflicht, Datenschutz-Grundverordnung, Cookie-Stress und ganz neu: die EU-Richtlinie zur Produktsicherheit. Grundsätzlich ist das Gesetz eine gute Idee, aber die Gefahren bei Büchern sollten wirklich unter das allgemeine Lebensrisiko fallen.

Veröffentlicht

Für alle, die es nicht gemerkt haben: Mein Hörbuch ist endlich da. Zusammen mit meinem Kommilitonen Christian haben wir uns in ein Tonstudio eingemietet und unser Bestes getan. Christian, mit seiner charmanten und kompetenten, jahrzehntelang erprobten Radiomann-Art, hat für unser Weltraumabenteuer eine ganz tolle Atmosphäre entwickelt. Ganz anders und viel besser, als ich es gekonnt hätte.

Das Hörbuch gibt es als 3er-CD, verbunden mit einem individuellen MP3-Downloadcode. Cover und Verpackung sind meiner Meinung nach hervorragend gelungen, die CD-Brennung hätte gern noch etwas lauter sein können, aber die MP3s gibt es ja dazu. Und vielleicht gibt es ja noch eine zweite Auflage.



Dienstag, Dezember 10, 2024

Eine wirklich überfällige Lobhudelei

Wir lobhudeln ja alle viel zu wenig. Der Meinung bin ich ganz entschieden. Die gelungene Carbonara, der ziemlich überzeugende Vortrag und die netten Mitmenschen verdienen deutlich mehr Anerkennung im Alltag, auch wenn man fälschlicherweise denkt, dass das alles jetzt nicht so furchtbar seltene Naturphänomene sind.

Daher möchte ich Roland aka Herr Kowski heute mal auf das Avernerschild hieven und durch das virtuelle Kleinbloggersdorf tragen. Roland ist quasi das Gegenteil von norddeutscher Brubbeligkeit und toxischem Fantum. Er hat immer einen netten Kommentar, eine gute Anmerkung, eine hervorragende Idee im Köcher und ein Fass gute Laune im Keller. Es ist schön, so einen Menschen zu kennen und zum 50. Geburtstag etwas hochleben zu lassen! Und an wen sein kreatives Schaffen bisher vorbeigegangen ist, dem sei "Der Jungfernflug der GOOD LUCK" oder die Abenteuer von "Mette vom Mond" empfohlen.

Und da Roland ein sehr bescheidener Mensch ist, wird ihm dieser Blogeintrag spätestens jetzt unangenehm, daher schwenke ich die Aufmerksamkeit in Richtung eines Geburtstagsgeschenks, das in kein Päckchen passt.

Im Nerdlichtblog thematisiert das Geburtstagskind gelegentlich auf humoristische Weise seine Duschgedanken, und genau einen solchen hatte ich unlängst auch und möchte ihn zum Besten geben.

Duschgedanken

Wie mehrfach erläutert, bin ich – trotz aller Kapitalismuskritik – ein großer Fan der Olympischen Spiele. Sehr bedauerlich finde ich allerdings, dass die Winterspiele so im Schatten der Sommerwettkämpfe stehen. Um dem etwas entgegenzusetzen, bräuchte man vielleicht ein bisschen mehr Kreativität, was die Sportarten angeht. Ich plädiere hiermit dringend für die Aufnahme des Wintersiebenkampfs. Anders als sein Sommerzwilling wird dieser, aufgrund der Distanz der Sportstätten zueinander, über mehr als die klassischen zwei Tage stattfinden müssen. Zwei Disziplinen am Tag wären aber auch toll und vielleicht eine großartige "Bindeklammer" für die ganzen Spiele. Anfangen könnte man – wie im Sommer auch – mit einem Sprint, den 500m Eisschnelllauf, gefolgt von der ersten technischen Disziplin des Rodelns. Tag zwei beginnt mit dem Slalom, gefolgt vom Monobob. Danach folgt am dritten Tag Skispringen von der Kleinschanze und Snowboarden in der Halfpipe. Der Abschluss bildet ein Sprintverfolger im Biathlon, bei dem die Athletinnen (bzw. Athleten) in den Abständen ihrer bisher erzielten Punktzahlen starten.

Superheldisch

Ich weiß ja, dass Herr Kowski auch eine Schwäche für Superhelden hat, daher ist es an der Zeit, dass er endlich seinen eigenen Vertreter bekommt. Captain Nerdica gratuliert herzlich zum Geburtstag!

Mittwoch, Dezember 04, 2024

Woche 47/2024 - Kapitalismuskritik, Ludwig und Jazam

Geärgert

Ich kann gar nicht sagen, wie sehr mich Am*zon manchmal nervt. Dabei meine ich nicht (nur) die turbokapitalistische Unternehmenskultur, die es seit Tag 1 hat, sondern das Einkaufserlebnis, das ich an Tagen mit naiver Lebenseinstellung habe. Früher hat man als Prime-Mitglied seine Rasierklingen und SD-Karten in den Warenkorb geworfen, und kaum hatte man den "Bezahlen"-Knopf gedrückt, standen die Waren schon vor der Tür. Heute bedeutet "Prime-Mitglied" eigentlich nur noch: "Du bezahlst keine Versandkosten." Liefertermine können auch schon mal vier Monate bedeuten, wenn man nicht aufpasst. (Von der eigentlichen Lieferung reden wir lieber erst gar nicht.) Und die Ware kommt dann auch schon mal per exotischem Lieferdienst direkt aus dem Lager eines windigen Marketplace-Anbieters.

Apropos "Marketplace": Aus Buchmarketinggründen gehöre ich auch zu den Leuten, die die "Seller"-Plattform nutzen. Sie ist der reinste Horror. Neulich brauchte ich einen Arbeitstag und eine zweistellige Versuchszahl, mein Konto zu reaktivieren, welches aufgrund von Gravitation, Los Wochos oder dem Radioprogramm in Niedersachsen deaktiviert wurde.

Gesehen

Mit großer Freude habe ich die ersten vier Episoden von "Ludwig" gesehen. Der hochgeschätzte David Mitchell spielt einen Rätseldesigner, der unter dem Pseudonym "Ludwig" veröffentlicht. Nachdem sein Zwillingsbruder James, ein Polizist, spurlos verschwindet, wird er von seiner Schwägerin Lucy, dargestellt von der brillanten Anna Maxwell Martin, überredet, sich als James auszugeben, um die Wahrheit hinter dessen Verschwinden aufzudecken.

Wer die Miss-Marple-Bücher mag und sich wünschte, dass die BBC-Sherlock-Serie mit Benedict Cumberbatch am Ende etwas weniger durchgeknallt gewesen wäre, wird es mögen. Reinschauen!

Gelesen

Erst mit Riesenverspätung entdecke ich das formidable Indie-Comic-Projekt Jazam! für mich. Ganz viel Liebe für alle von euch, die ohne Dollarzeichen in den Augen in solche Projekte so viel Zeit und Arbeit stecken.

Gehört