Samstag, Januar 24, 2026

Woche 52/2025 - Zwei Blicke nach vorn und einer zurück

Der letzte Blogeintrag des Jahres heißt so wie der erste. Ich 🦊! 

Na gut, ein richtiger 🦊 hätte das jetzt nicht verraten. Aber ich bin am Jahresende versöhnlich mir gegenüber und weniger wie Andi Möller. („Mein Problem ist, dass ich immer sehr selbstkritisch bin, auch mir selbst gegenüber.“)

2025 ist schon wie sein Vorgänger äußerst schnell vergangen. Zwischen Weihnachtsbaumnadeln und Papierschlangen wäre ich fast der Illusion erlegen, dass ich in diesem Jahr nichts geschafft hätte, aber wenn ich so durch das Blog blättere, stimmt das nicht ganz.


Gelesen

Drei tolle Bücher habe ich in diesem Jahr gelesen: "Die Winterschwestern", Der Astronaut und "Rico, Oskar und die Tieferschatten".

Caroline Wahls „22 Bahnen“ und „Der Liebende“ … wie drücke ich es nett aus … überlasse ich einer Leser:innenschaft, die die beiden Romane zu schätzen weiß. Durch den Ehrenhauser quälte ich mich über Weihnachten. Na ja, wenigstens hat mich das Buch weder intellektuell noch emotional überfordert.

Gesehen

Ich habe auch in diesem Jahr furchtbar wenige Filme gesehen. „Mickey 17“ etwa fand ich so menschenverachtenden Gewaltp*rn, dass ich keine 20 min durchhielt, viel Spaß hatte ich dann allerdings beim ersten der neuen Dune-Filme (yes, I am late for the party) und der Realverfilmung von „Lilo & Stitch“. Beim letzteren habe ich sogar etwas geheult im Kino, und das nicht aufgrund der Qualität des Drehbuchs.

Ein paar Klassikern habe ich auch noch ein bisschen Liebe und Aufmerksamkeit geschenkt, z. B. „Nelken in Aspik“.

Gereist

Das erste Mal seit den Coronasjahren war ich wieder häufiger dienstlich und privat unterwegs: Lissabon, Riga, Tampere und Paris. Dazu kam ein wunderbarer Ausflug nach Köln mit der Liebsten und Ausflüge zur re:publica und der Bundesakademie. Und dann waren wir auch noch eine schöne Reise nach Australien … dazu sollte ich auch noch bloggen. Eigentlich. Wenn ich denn Zeit hätte.



Geschrieben

Dieses Jahr sind 35 Blogartikel entstanden, was ein bisschen weniger sind als in den Vorjahren. Ich versuche, mich zu bessern!

Überrascht haben mich die Zugriffszahlen im Frühling und Sommer. Plötzlich fühlte ich mich an die frühen 2000er Jahre erinnert, als das mit dem Bloggen ein richtiges Ding war. Aber im Herbst fielen diese wieder aufs alte Niveau zurück, bevor der Ruhm meinen Charakter endgültig verderben konnte.

Große, neue Schreibprojekte bin ich dieses Jahr nicht angegangen. Einige (erfolglose) Bewerbungen habe ich vom Tisch gearbeitet, eine – meiner Meinung nach – ganz nette Ottokar-Hommage habe ich verfasst und ein wunderbares, kleines Bändchen mit meiner Tochter geschrieben. Das hat wirklich Spaß gemacht. Ich bin halt doch ein Mann für kleine, kurze Formate.

Gezeichnet

Gezeichnet habe ich 2025 gefühlt zu wenig, auch wenn meine Instagram-Wand was anderes sagt. Es gab v. a. einen kleinen Paris-Menschen-Zyklus und dann eine Idee, endlich mal (wieder) auf vierstellige Followerzahlen zu kommen. (Da war ich bei Twitter ja schon mal deutlich drüber. Aber das war noch im anderen Paralleluniversum.) Für mehrere Wochen nahm ich ein Zeichenvideo für jede neue Followerschaft auf. Da war ganz schön Überwindung nötig. Es gab positive Reaktionen, aber so richtig hob das Projekt nicht ab. Vielleicht hatte ich wieder zu wenig Ausdauer. Ich sollte da eventuell noch mal neu ansetzen.



Und sonst so?

Im zweiten Halbjahr hatte ich so ein Tekkie-Ding am Laufen, von dem ich noch immer unsicher bin, wo es herkam. Mit Jellyfin habe ich meinen „eigenen“ „Streaming-Dienst“ verwirklicht und mit „WannWarEs“ und „Schreibmonat.de“ gleich zwei Webseiten aufgesetzt, die ihre eigene, kleine Community gefunden haben. Die gesammelte Erfahrungen strahlten sogar ins Berufsleben hinüber. Verrückt!

Was machen wir mit Dir, 2026?

Die Reisepläne fürs neue Jahr fallen moderat aus: Berlin, Luxemburg und Vorpommern stehen auf der Liste bisher. Undm it ein bisschen Glück schaffen wir es im Herbst zur guten Freudin nach Estland, wenn sie ein dienstlicher Termin mit Freizeit kombinieren lassen. Das wäre dann ohne Kinder. Ich weiß gar nicht, ob wir das noch können. 

Ansonsten bin ich v.a. in Sachen Buch unterwegs: mehrere Lesungen und eine Kinderbuchmesse sind fest gebucht und falls ihr noch eine sympathische Buchhandlung, Bibliothek oder Schule wisst, die Interesse haben könntet. Immer her zu mir... Die Verlagsseite sollte in Angesicht von gleich drei Neuveröffentlichungen im neuen Jahr dringend überarbeitet werden. Sie tut zwar, was sie soll - d.h. v.a. Buchbestellungen und Rechnungen managen - ist aber furchtbar langsam und altbacken. Nach einem Relaunch sollten die Bücher im Vordergrund stehen. Mal sehen, ob ich das hinbekomme.

Meine to-do-Liste sagt zudem, ich sollte meinen Führerschein verlängern lassen. Erst habe ich das Projekt zielstrebig verfolgt, aber seitdem ich weiß, dass eine "Strafe" 10 EUR bei einer Verkehrskontrolle sind, ist meine Motivation verpufft. 

Verpufft ist mein Interesse an dem Disney-Sammelkartenspiel Lorcana. Die Regeln habe ich immer noch nicht drauf. 

Und was wünsche ich mir noch so? Weniger Erwerbsarbeit und mehr Gesundheit für alle. Mehr bewegen sollte ich mich. Vielleicht hilft es, wenn ich hier verkünde: 2026 möchte ich auf zusäzliche (!) 500 Spaziergangkilomenter kommen... So als Anfang.

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