Therapeutisches Bloggen war ja schon immer so ein Ding hier. Ja, eigentlich der Grund, warum ich an dieser Stelle einst mit semi-fiktionalem Microposting anfing. Und da ich momentan keinen der größeren und älteren Wochenberichte fertig bekomme, habe ich beschlossen, einfach mal ein paar offene Tabs in meinem Hirn an dieser Stelle öffentlich zu schließen.
Gereist
In dieser Woche war ich dienstlich in Lyon. Nun ja, man hätte sich bessere Wochen aussuchen können. „Die Tourismusinformation ist wohl zurzeit geschlossen“, meinte mein finnischer Kollege.
Die Lage war während unseres Aufenthalts allerdings durchgehen ruhig und außerhalb der ehemaligen „Kampfzone“ ziemlich "normal". Obwohl die Schwägerin nur eine Stunde entfernt wohnt, war ich bisher tatsächlich nur durch Lyon durchgereist. Aber mein erster Eindruck (in den abendlichen Stunden nach der Arbeit) lässt ein schönes Ausflugsziel für ein verlängertes Wochenende vermuten. Zudem haben wir zu fairen Preisen sehr gut gespeist (Œuf mollet mit Pilzen, Entenbrust mit Brombeer-Sauce, Crème brûlée).
Gelernt
Ich war etwas überrascht, wie wenig die Öffentlichkeit darüber weiß, was PHP so tut und warum es so wichtig ist. Das kommt davon, wenn man in einer Bubble lebt. Gefühlt gab es seit Y2K kein IT-(Sicherheits-)Problem mehr, das es so nachhaltig in die Mainstream-Medien geschafft hat. Auch schön zu sehen, wie viele öffentliche Institutionen ihre Seiten vorsorglich vom Netz genommen hatten. Die Grundfesten des Systems scheinen zu funktionieren. (Zumindest hoffe ich das ganz inständig.)
Gelesen
Ich erwähnte es mehrmals, unter anderem in der Eskapedia: Ich sammle (und lese) das MOSAIK, die legendäre (ost)deutsche Comicserie. Zuletzt gab es mit „Das Duell an der Newa“ und „Das Konzert unter Wasser“ gleich zwei neuproduzierte Hefte, die es 1964 nie über das Manuskript hinaus geschafft hatten. Nun legte der Media Neos Verlag nach und gab das Heft 79 mit neuem Titel " Der Handstreich auf dem Königstein" und alternativen Cover als „Die Digedags“ und Beilage anlässlich „190 Jahre Sächsische Dampfschiffahrtsgesellschaft“ als Nachdruck heraus. Mein Fazit: Schöne Idee, die Umsetzung eher enttäuschend. Während das Cover wirklich gelungen ist, stimmt die Druckqualität des Reprints des Heftinhalts so gar nicht: Alles verwaschen und einfach bäh. Ich will nicht von Geldschneiderei sprechen, aber das ist wirklich nur was für Leute, die ungefiltert alles sammeln.
Gehört & Gesehen
Eventuell habe ich mich über ein AI-Filmchen mit AI-Musik amüsiert, das AI kritisiert. Es sind keine einfachen Zeiten.








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