Sonntag, Januar 25, 2026

Woche 01/2026 - Gehen Sie zurück ins Bett, ziehen Sie keine DM 4000 ein

Das Jahr begann mit einer entspannten Feier mit den Lieblingsnachbarn, gefolgt von einer absoluten "Entschärfung" durch einen Erreger, den ich mir wohl beim Neffen eingefangen hatte.

Ich lernte: Französische Kindergartenviren sind auch nicht besser als unsere. Es folgten ein paar fiebrige Tage und Nächte, Schnupfen, Husten und anfänglich Kopfschmerzen aus der Hölle. 

Das letzte Mal fühlte ich mich bei Corona so „großartig“. Die Tests blieben ohne Befund, aber wenigstens wurden sie so mal aufgebraucht.

Leider mußte ich deswegen auch die erste Lesung aus dem neuen Buch verschieben. Nun ja, viiiiiel Werbung hatte ich noch nicht gemacht. Es wird sich ein neuer Termin finden lassen und bei Twitch und Youtube bezahlt man keine Saalmiete.

Samstag, Januar 24, 2026

Woche 52/2025 - Zwei Blicke nach vorn und einer zurück

Der letzte Blogeintrag des Jahres heißt so wie der erste. Ich 🦊! 

Na gut, ein richtiger 🦊 hätte das jetzt nicht verraten. Aber ich bin am Jahresende versöhnlich mir gegenüber und weniger wie Andi Möller. („Mein Problem ist, dass ich immer sehr selbstkritisch bin, auch mir selbst gegenüber.“)

2025 ist schon wie sein Vorgänger äußerst schnell vergangen. Zwischen Weihnachtsbaumnadeln und Papierschlangen wäre ich fast der Illusion erlegen, dass ich in diesem Jahr nichts geschafft hätte, aber wenn ich so durch das Blog blättere, stimmt das nicht ganz.


Gelesen

Drei tolle Bücher habe ich in diesem Jahr gelesen: "Die Winterschwestern", Der Astronaut und "Rico, Oskar und die Tieferschatten".

Caroline Wahls „22 Bahnen“ und „Der Liebende“ … wie drücke ich es nett aus … überlasse ich einer Leser:innenschaft, die die beiden Romane zu schätzen weiß. Durch den Ehrenhauser quälte ich mich über Weihnachten. Na ja, wenigstens hat mich das Buch weder intellektuell noch emotional überfordert.

Gesehen

Ich habe auch in diesem Jahr furchtbar wenige Filme gesehen. „Mickey 17“ etwa fand ich so menschenverachtenden Gewaltp*rn, dass ich keine 20 min durchhielt, viel Spaß hatte ich dann allerdings beim ersten der neuen Dune-Filme (yes, I am late for the party) und der Realverfilmung von „Lilo & Stitch“. Beim letzteren habe ich sogar etwas geheult im Kino, und das nicht aufgrund der Qualität des Drehbuchs.

Ein paar Klassikern habe ich auch noch ein bisschen Liebe und Aufmerksamkeit geschenkt, z. B. „Nelken in Aspik“.

Gereist

Das erste Mal seit den Coronasjahren war ich wieder häufiger dienstlich und privat unterwegs: Lissabon, Riga, Tampere und Paris. Dazu kam ein wunderbarer Ausflug nach Köln mit der Liebsten und Ausflüge zur re:publica und der Bundesakademie. Und dann waren wir auch noch eine schöne Reise nach Australien … dazu sollte ich auch noch bloggen. Eigentlich. Wenn ich denn Zeit hätte.



Geschrieben

Dieses Jahr sind 35 Blogartikel entstanden, was ein bisschen weniger sind als in den Vorjahren. Ich versuche, mich zu bessern!

Überrascht haben mich die Zugriffszahlen im Frühling und Sommer. Plötzlich fühlte ich mich an die frühen 2000er Jahre erinnert, als das mit dem Bloggen ein richtiges Ding war. Aber im Herbst fielen diese wieder aufs alte Niveau zurück, bevor der Ruhm meinen Charakter endgültig verderben konnte.

Große, neue Schreibprojekte bin ich dieses Jahr nicht angegangen. Einige (erfolglose) Bewerbungen habe ich vom Tisch gearbeitet, eine – meiner Meinung nach – ganz nette Ottokar-Hommage habe ich verfasst und ein wunderbares, kleines Bändchen mit meiner Tochter geschrieben. Das hat wirklich Spaß gemacht. Ich bin halt doch ein Mann für kleine, kurze Formate.

Gezeichnet

Gezeichnet habe ich 2025 gefühlt zu wenig, auch wenn meine Instagram-Wand was anderes sagt. Es gab v. a. einen kleinen Paris-Menschen-Zyklus und dann eine Idee, endlich mal (wieder) auf vierstellige Followerzahlen zu kommen. (Da war ich bei Twitter ja schon mal deutlich drüber. Aber das war noch im anderen Paralleluniversum.) Für mehrere Wochen nahm ich ein Zeichenvideo für jede neue Followerschaft auf. Da war ganz schön Überwindung nötig. Es gab positive Reaktionen, aber so richtig hob das Projekt nicht ab. Vielleicht hatte ich wieder zu wenig Ausdauer. Ich sollte da eventuell noch mal neu ansetzen.



Und sonst so?

Im zweiten Halbjahr hatte ich so ein Tekkie-Ding am Laufen, von dem ich noch immer unsicher bin, wo es herkam. Mit Jellyfin habe ich meinen „eigenen“ „Streaming-Dienst“ verwirklicht und mit „WannWarEs“ und „Schreibmonat.de“ gleich zwei Webseiten aufgesetzt, die ihre eigene, kleine Community gefunden haben. Die gesammelte Erfahrungen strahlten sogar ins Berufsleben hinüber. Verrückt!

Was machen wir mit Dir, 2026?

Die Reisepläne fürs neue Jahr fallen moderat aus: Berlin, Luxemburg und Vorpommern stehen auf der Liste bisher. Undm it ein bisschen Glück schaffen wir es im Herbst zur guten Freudin nach Estland, wenn sie ein dienstlicher Termin mit Freizeit kombinieren lassen. Das wäre dann ohne Kinder. Ich weiß gar nicht, ob wir das noch können. 

Ansonsten bin ich v.a. in Sachen Buch unterwegs: mehrere Lesungen und eine Kinderbuchmesse sind fest gebucht und falls ihr noch eine sympathische Buchhandlung, Bibliothek oder Schule wisst, die Interesse haben könntet. Immer her zu mir... Die Verlagsseite sollte in Angesicht von gleich drei Neuveröffentlichungen im neuen Jahr dringend überarbeitet werden. Sie tut zwar, was sie soll - d.h. v.a. Buchbestellungen und Rechnungen managen - ist aber furchtbar langsam und altbacken. Nach einem Relaunch sollten die Bücher im Vordergrund stehen. Mal sehen, ob ich das hinbekomme.

Meine to-do-Liste sagt zudem, ich sollte meinen Führerschein verlängern lassen. Erst habe ich das Projekt zielstrebig verfolgt, aber seitdem ich weiß, dass eine "Strafe" 10 EUR bei einer Verkehrskontrolle sind, ist meine Motivation verpufft. 

Verpufft ist mein Interesse an dem Disney-Sammelkartenspiel Lorcana. Die Regeln habe ich immer noch nicht drauf. 

Und was wünsche ich mir noch so? Weniger Erwerbsarbeit und mehr Gesundheit für alle. Mehr bewegen sollte ich mich. Vielleicht hilft es, wenn ich hier verkünde: 2026 möchte ich auf zusäzliche (!) 500 Spaziergangkilomenter kommen... So als Anfang.

Dienstag, Dezember 30, 2025

Woche 51/2025 - Gehetzte Weihnachten, aber in schön

Ich erwähnte es: Nach zwei Jahren in Folge unter dem eigenen Tannenbaum war es 2025 wieder mal an der Zeit, ein logistisch aufwändigeres Weihnachtsfest bei der Schwiegerfamilie in den Karpaten zu feiern.

Der ohnehin schon herausfordernde Geschenkbeschaffungs- und Verpackungsprozess erweiterte sich um den Punkt „Sortierung“: Welche Geschenke würden wir mit ins Fluggepäck nehmen und welche würden aufgrund von Umfang und/oder Gewicht daheim bleiben (müssen)?

Da noch mind. ein Kind im Haushalt an den Weihnachtsmann glaubt, ist die Legende für die Geschenkeverteilung recht einfach: Beim Szekler-Zweig der Familie bringt nämlich der Weihnachtsengel die Präsente. Santa und Engel agieren im Kopf des Lütten dabei wie etwa UPS und DHL, nur mit unterschiedlichen Zustellgebieten.

Das zweite Problem bei der Weihnachtsplanung ist der Umstand der mittlerweile schulpflichtigen Kinder, d. h. wir sind bei der Flugbuchung stets von den Ferienterminen abhängig, zudem lassen wir den Kater aufgrund der Knallerei über Silvester ungern allein. In Kombination mit den Flugdaten der Airlines sprang für dieses Jahr nur eine Reise von Montag bis Montag heraus. Zumindest wurde dank eines neuerlichen Direktflugs die Standardreisezeit von Haustür zu Haustür von 14 auf 12 Stunden verkürzt: Ein Spaziergang quasi.

Traditionell verbringen wir die Weihnachtstage im Wochenendhaus der Familie auf dem Hügel mit Blick auf Bäume, Schafe und das Tal. Geheizt wird hier noch mit Holz im Kachelofen, sodass sich Gemütlichkeit umgehend einstellt, auch wenn die Schwiegereltern durchgehend miteinander zanken.

Da die Familie mittlerweile groß ist (und die Küche klein), sind Gans, Pute, Ente und Co. keine Option: Vielmehr wird gekocht, was die Kids (inkl. des französischen Neffen) essen und was in einen großen Topf passt. In diesem Jahr gab es eine Art Wildpörkölt, was sehr lecker war. Im Gegensatz zu daheim wird hier schon am Heiligabend groß aufgetischt.

Besonders schön war es an den Feiertagen, wenn die Liebste und ich uns kurzfristig mal ein paar Stunden absetzen konnten. So waren wir am 26. bei Kerzenschein im siebenbürgischen Stammlokal. Das war sehr witzig, da man in so einer Stadt von 40.000 Leuten fast jeden kennt (der Bürgermeister ist z. B. der ehemalige Klassenkamerad der Liebsten und guter Kumpel) und meine Frau die ganze Zeit befürchtet, man laufe irgendwem über den Weg. („Das ist ja, als wenn man eine Affäre hat. Total anstrengend!“)

An den letzten Tagen gab es dann noch Schnee: genug für eine ordentliche Schneeballschlacht mit Freunden und Kids, nicht zu viel, um die Abfahrt zu behindern. Ein schöner Weihnachtsabschluss.