Montag, Juli 04, 2022

Woche 24/2022 - Instagram, IFTTT, FlickR, Wordpress und der ganze Onlinefotokladderadatsch

Früher habe ich sehr viel fotografiert. Also mit diesen netten Apparaten, nicht mit dem Mobiltelefon. Irgendwann vor *blätter, blätter. blätter* 17 Jahren fing ich an, meine Bilder auf FlickR zu packen. Das war schön dort und preisgünstig. Beides hat sich leider geändert. Dafür bekommt man ständig Mails die einen anschreien: "Komm' mit Deinen Euros lieber zu uns, denn vielleicht löschen wir Eure Bilder!". 
Da ich mich ungern anschreien (und "erpressen") lasse, spiegle ich seit einer Weile meine Fotos direkt von Instagram via IFTTT auf meine Wordpressseite. Also jeweils das neuste Bild als extra-Post. Das klappt auch bedingt: Das neue Bild erscheint... bis der Hyperlink nach einigen Tagen nicht mehr funktioniert. Das sieht dann so aus und ist überhaupt nicht hilfreich:



Also werde ich wohl doch wieder "händisch" jedes Bild in Wordpress einbetten müssen. Wie so ein Urmensch. Absolut nervig, aber ich habe noch keine Alternative gefunden.

Woche 23/2022 - Quedlinburg

Vielleicht die schönste "soziale Verpflichtung" die uns "auferlegt" wird, ist das alle zwei Jahre stattfindende Familientreffen mit den Geschwistern und "Vetternschaft" des Vaters.

Dafür suchen wir uns immer einen Ort, den man gut in zwei, drei Tagen erkunden kann, so fiel diesmal die Wahl auf Quedlinburg. Auf meiner persönlichen Wunschliste stand die Stadt an der Bode nicht, aber trotzdem verbrachten wir eine schöne Zeit hier. Es ist unglaublich, wie viele Fachwerkhäuser es hier gibt. (Der Stadtführer sprach von mehreren TAUSEND.) Das Stadtgebiet kann man gut "abspazieren" und in der Harzer Umgebung gibt es zudem viel "Natur".

Ein bißchen überrascht war ich von den Hotel- und Restaurantpreisen, die ich von einer - liebe Anhaltiner und Anhalter vergebt mir - "B-Location" so nicht erwartet hätte. Aber wir schoben die Euros gerne über den Tisch, den außer dem Tourismus gibt es in der alten "Kaiserstadt" wirklich nicht viel und so haben die COVID-Beschränkungen starke Auswirkungen gehabt. Die Internsität dieser überraschte mich wirklich, obwohl wir ja auch aus einer "Tourismusregion" kommen. 

Ein bißchen trauere ich dem Umstand nach, daß ich es zeitlich nicht in die Feiniger-Gallerie zur Ausstellung "Von Rembrandt bis Richter. Meisterwerke aus der Grafischen Sammlung des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg" geschafft habe. Sonst würde ich das eher "durchschnittlich interessante" Quedlinburg vielleicht nicht nur wegen der netten Gesellschaft dort in liebevoller Erinnerung behalten. 





Freitag, Juni 24, 2022

Woche 22/2022 - Wohnungsübergabe, 9-Euro-Ticket und Graureiher

Irgendwann war unsere "alte" Wohnung dann tatsächlich leer, renoviert und sauber. Leer waren wir dann auch. Renoviert und sauber eher nicht, aber wirklich froh, diese vier Wochen Non-stop-Arbeit-nach-der-Arbeit hinter und zu lassen. Und in der neuen Wohnung fühlen wir uns seit Tag 1 heimisch. Ein sehr schönes Gefühl.

Daher ging ich frohen Mutes in das Wohnungsübergabegespräch mit einem Vertreter der größten Wohnungsgesellschaft der Stadt. Diese ist in kommunaler Hand, sorgt für einigermaßen moderate Mietpreise, auch bei uns in der Innenstadt, aber hat es leider nicht so mit Service. So hatten wir bestimmt mit sechs, sieben verschiedenen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern allein in den letzten 2 Monaten zu tun. Und auch die "Wohnungsübergabefachkraft" war ein "neues Gesicht" und fing sofort damit an, mich "vera*schen" zu wollen. Ich wußte ja u.a., in welchem Zustand wir die "alte" und auch die "neue" Wohnung (gerade vor 4 Wochen, selbes Haus, selber Vermierter) übernommen hatten. Nachdem ich meinen inneren Toni-Kroos freigelassen hatte, brach die Wohnungsübergabefachkraft die Begehung ab und versprach mir, sich noch mal telefonisch zu melden. Das geschah noch am gleichen Tag. Der Preis für seine "Mängelliste" war zwar nicht hoch, aber weitestgehend unbegründet. Nach einem Monolog von mir, einigten wir uns auf 50% der ursprünglichen Summe. Es geht doch! 

Nun konnte ich mich anderen, wichtigen Dingen widmen. So fuhren wir, die wenigen Kilometer pro Woche, immer noch auf Winterreifen. Also fix einen Termin vereinbart und die ersten Fahrten mit dem 9-Euro-Ticket genossen. Als Teilzeitautor sollte man viel öfter Öffis nutzen. (Bei uns aber fast alles fußläufig erreichbar.) Eine junge Frau putzte sich noch an der Haltestelle die Zähne und der Busfahrer war so gesprächig und freundlich, dass er sicherlich nicht aus meiner Heimatstadt stammt, sondern aus irgendeinem Paralleluniversum. Und dann konnte ich am Fluß noch einen Graureiher sehen! Direkt an der Straße! Auf dem Fluß der vor 30 Jahren eher noch durch "Baden verboten"-Schilder und dem einen oder anderen Ölfleck auffiel. Einfach schön! Diese "kleinen" Erfolge beim Umweltschutz und Co. muss man - um die eigene geistige Gesundheit zu erhalten - einfach mehr Beachtung schenken, wenn es in Sachen Klimakrise wieder nur viel Negatives zu erfahren gibt,